
In der Rückrunde kommt Borussia Mönchengladbach nicht richtig in Tritt. Beim Heimspiel am Ostersonntag setzte es gegen den Tabellenvorletzten der Zweiten Frauen-Bundesliga, den FSV Gütersloh, eine 2:3-Niederlage. Damit gewann Borussia nur eins der vergangenen acht Spiele. In den Abstiegskampf sollte das Team von Trainer Jonas Spengler allerdings nicht mehr rutschen: Bei noch vier ausstehenden Spielen beträgt als Tabellenachter der Vorsprung auf den ersten Nichtabstiegsplatz acht Zähler.
Die Partie gegen Gütersloh begann schwungvoll. Die erste Gelegenheit gehörte den Gästen, die den Ball tief in der Gladbacher Hälfte eroberten – letztlich scheiterte Finja Kappmeier an der gut aufgelegten VfL-Keeperin Jil Frehse. Die erste nennenswerte Offensivaktion der Borussia kam über einen Konter in der 13. Minute, der sogleich nach einem Handspiel zu einem Elfmeter führte: Den fälligen Strafstoß verwandelte Kiki Scholten sicher zum 1:0. Borussia entzog sich in der Anfangsphase mit langen Bällen dem hohen Pressing der Gäste. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite zog Emily Tichelkamp von der Strafraumgrenze ab, ihr Schuss rauschte über den Querbalken.
Ab Mitte des ersten Durchgangs fanden die Gäste jedoch deutlich besser ins Spiel. Zwei Schüsse aus der Distanz flogen zunächst noch über den Kasten. Nach einer halben Stunde fiel allerdings der Ausgleich: Nach einem Durchbruch über die rechte Seite musste Ronja Leubner mittig nur noch einschieben (30. Minute). Vor der Halbzeitpause ging Gütersloh sogar in Führung: Wieder landete eine Flanke von der rechten Seite im Zentrum, wo Gizem Kilic zur Stelle war und den Ball über die Linie drückte (41. Minute). Kurz darauf verhindert Frehse mit einer Glanzparade gegen Leubner den dritten Einschlag.
Borussia startete druckvoller in den zweiten Durchgang, doch die Gäste konterten weiter brandgefährlich. Nach einer weiteren Hereingabe von der rechten Seite verfehlte Lea Bultmann das Tor mit einer Direktabnahme nur um wenige Zentimeter. Borussia war anschließend zwar dominanter, die klaren Abschlüsse hatte aber weiter nur der FSV. In der 64. Minute bewahrte Frehse ihre Mannschaft mit einer weiteren starken Parade gegen Leubner vor einem höheren Rückstand.
In der 77. Minute gelang Julia Gärtner dann das 3:1 für Gütersloh. In der Schlussphase warf Borussia noch einmal alles nach vorne und kam in der 89. Minute durch einen weiteren Strafstoß zum Anschlusstreffer: Nachdem Scholten im Strafraum von der gegnerischen Torhüterin zu Fall gebracht worden war, war die Gefoulte zum zweiten Mal vom Punkt erfolgreich. Dies blieb jedoch der Schlusspunkt der Partie, da die Gäste ihre knappe Führung in der Nachspielzeit sicher ins Ziel brachten. „Wir haben sowohl mit als auch gegen den Ball zu wenig Aufwand betrieben und haben insgesamt zu wenig investiert. Daher geht die Niederlage in Ordnung“, befand Trainer Jonas Spengler.
