
Während die Liga aufgrund der Länderspielphase pausierte, reisten die Frauen von Borussia Mönchengladbach nach Potsdam, um das Nachholspiel gegen den langjährigen Bundesligisten Turbine Potsdam zu bestreiten. Es war zudem eine Partie mit hoher Bedeutung für den Abstiegskampf – insbesondere für die Borussia, um nicht weiter den Anschluss im Tabellenkeller nicht weiter zu verlieren. Am Ende feierte das Team von Jonas Spengler einen 3:1-Auswärtssieg. Es war der erste Dreier seit November – und sieben Niederlagen in Serie. In der Tabelle sprangen die Gladbacherinnen mit nun 18 Zählern vorerst auf Rang elf, dem ersten Nichtabstiegsplatz.
Nach einer verhaltenen Anfangsphase nutzte Borussia in der 13. Minute ihre erste Torchance zur Führung: Lili Jones-Baidoe legte kurz vor dem Strafraum auf Kapitänin Kristina Bartsch ab, die die Ruhe bewahrte und aus rund 14 Metern überlegt ins linke Eck einschob. Borussia blieb am Drücker und hatte nur sechs Minuten später eine Doppelchance: Zunächst wurde eine Direktabnahme von Jones-Baidoe geblockt, anschließend scheiterte Mia Giesen an der gut reagierenden Potsdamer Torhüterin Maja Poulsen.
Doch kurz darauf legte Borussia nach. Bartsch setzte sich auf der rechten Seite energisch durch und flankte nach innen, wo Jones-Baidoe aus kurzer Distanz einköpfte (20.). Für die Angreiferin, die in der Winterpause aus Sarajevo nach Mönchengladbach wechselte, war es der erste Treffer im VfL-Trikot.
Die erste Chance nach dem Seitenwechsel hatte Turbine: Nach einer Hereingabe von links setzte Bianca Schmidt das Leder neben das Gladbacher Gehäuse. Auf der Gegenseite setzte sich Imke Kessels stark durch, geriet jedoch in Rücklage – ihr Abschluss ging deutlich über das Tor. Sekunden später scheiterte Suus van der Drift mit einem Fernschuss an Poulsen. Im Anschluss bot sich Potsdam wieder die Chance: Annika Wohner köpfte aus sechs Metern knapp links vorbei.
In der Schlussphase setzten die Gastgeberinnen und kamen in der 81. Minute zum Anschlusstreffer: Eine Direktabnahme von Wohner von der Strafraumgrenze wurde immer länger und schlug unhaltbar für VfL-Keeperin Jil Frehse im linken Eck ein. Danach warf Potsdam noch einmal alles nach vorne, doch Borussia ließ defensiv nichts mehr zu. In der dritten Minute der Nachspielzeit brachte Scholten einen Freistoß auf den Kopf von Abdii, die aus 13 Metern ins rechte Eck köpfte und damit für den 3:1-Endstand sorgte.
„Es war ein sehr wichtiger Sieg, für den wir lange und hart gearbeitet haben“, sagte Trainer Spengler. „Wir hätten schon früher für die Entscheidung sorgen müssen, dann hätten wir eher Ruhe gehabt. Der Sieg tut richtig gut, ist aber nur etwas wert, wenn wir am kommenden Wochenende gegen Wolfsburg nachlegen.“