
Die Auf- und Absteiger in der Kreisliga A Moers könnten auch nach dem letzten Spieltag am Sonntag noch nicht endgültig feststehen. Denn Entscheidungsspiele sind an der Tabellenspitze sowie im Keller noch möglich. Die beste Ausgangslage hat derzeit der Spitzenreiter Borussia Veen, dem ein Zähler zur Rückkehr in die Bezirksliga fehlt. Ein Trio hofft unterdessen noch auf den Klassenerhalt.
In Veen wird nach dem letzten Heimspiel traditionell der Saisonabschluss gefeiert. Ob dieser automatisch zur Meisterfeier wird, hängt vom Ausgang der Partie gegen den Büdericher SV ab, der die Saison als Aufsteiger mindestens auf dem starken sechsten Tabellenplatz beenden wird.
Die Veener haben sich mit dem 12:1-Auswärtssiegbeim Rumelner TV am vergangenen Sonntag für das Saisonfinale warmgeschossen. Bei drei Punkten Vorsprung auf den ESV Hohenbudberg genügt der Mannschaft von Thomas Haal ein Remis zur Rückkehr in die Bezirksliga. Bei einer Niederlage und einem Hohenbudberger Sieg bei der Zweitvertretung des FC Neukirchen-Vluyn käme es zu einem Entscheidungsspiel. „Das wollen wir auf jeden Fall vermeiden. Wir werden auf keinen Fall auf Unentschieden spielen“, sagt Ken Klemmer. Der Kapitän spürt keine größere Anspannung als in den Spielen zuvor. „Es war klar, dass Hohenbudberg sich keinen Patzer erlaubt und wir immer gewinnen müssen. In den vergangenen Wochen war schon jedes Spiel wie ein Endspiel. Es gibt leichtere Gegner zum Abschluss. Büderich wird sicher nichts abschenken.“
Im Tabellenkeller hoffen seit dem vorletzten Spieltag noch drei Klubs auf den direkten Klassenerhalt. Aber nur ein Team wird in der kommenden Saison A-Ligist bleiben. Die schlechtesten Karten hat der 1. FC Lintfort II. Die Mannschaft von Marcin Baluch steht mit 23 Punkten am Tabellenende und hat am Sonntag den SV Schwafheim zu Gast. „Büderich war am Wochenende einfach effizienter. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und dann auf die anderen Plätze schauen. Alles ist möglich“, so Baluch.
Je einen Zähler vor den Lintforten liegen der OSC Rheinhausen und der TuS Borth. Die Duisburger treffen nach dem Überraschungssieg in Rheinberg auf den Rumelner TV. Die Borther müssen zum SSV Lüttingen. Die Lüttinger zählen allerdings nicht zu den Lieblingsgegnern des Aufsteigers aus Borth – das weiß auch Trainer Patrick Heydrich. „Es wird ein schweres Spiel gegen eine richtig gute A-Liga-Mannschaft. Sollten wir gewinnen, steigen wir am Sonntag auf keinen Fall ab. Wir sind froh über das Endspiel, weil wir schon weit hinten dran waren und immer noch alles in der eigenen Hand haben.“
Bei Punktgleichheit spielen auch im Abstiegskampf weder das Torverhältnis noch der direkte Vergleich eine Rolle. Hätten am Ende alle drei Konkurrenten 24 Punkte auf dem Konto, käme es sogar zu einer Entscheidungsrunde mit drei Vereinen.
Die weiteren Partien VfB Homberg II – VfL Rheinhausen (Samstag, 17 Uhr), SV Millingen – FC Viktoria Alpen, spielfrei: Concordia Rheinberg, TV Asberg.