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Spielbericht

Borussia Veen feiert die Meisterschaft

Kreisliga A Moers: Am letzten Spieltag besiegen die „Krähen“ den Büdericher SV mit 5:1 und machen den Aufstieg klar. Der TuS Borth und 1. FC Lintfort II müssen nach nur einem Jahr zurück in die B-Liga. Der OSC Rheinhausen bleibt drin.

von Fabian Kleintges-Topoll · 04.06.2024, 13:00 Uhr · 0 Leser
Borussia Veen hat die Meisterschaft eingefahren.
Borussia Veen hat die Meisterschaft eingefahren. – Foto: Rapha Günther

In der Kreisliga A sind am letzten Spieltag alle Entscheidungen gefallen. Borussia Veen holte durch den 5:1-Heimsieg gegen den Büdericher SV die Meisterschaft. Der OSC Rheinhausen hat den Dreikampf um den Klassenerhalt gewonnen. Der TuS Borth und der 1. FC Lintfort II steigen nach nur einem Jahr wieder ab.

Coach Thomas Haal hatte unter der Woche nur eine Aufgabe: Die Anspannung vor dem Saisonfinale gegen den Büdericher SV möglichst gering zu halten. Abgesehen von einer nervösen Anfangsviertelstunde setzte der Borussia Veen die Forderung des Trainers mit Bravour um. Die „Krähen“ entschieden das spannende Rennen an der Spitze gegen den ESV Hohenbudberg für sich. Der Saisonabschluss wurde wie erhofft zur Meisterfeier.

Gedanken an den Aufstiegsrivalen

Haal dachte während seiner Saisonanalyse direkt an den unterlegenen ESV Hohenbudberg und richtete faire Worte in Richtung des Konkurrenten. „Ich weiß, wie viel Arbeit darin steckt. Für sie ist es traurig. Sie haben eine genauso gute Saison gespielt und uns zweimal geschlagen. Vielleicht klappt’s im nächsten Jahr.“ Seine Veener hatten trotz des aufgebauten Drucks des Tabellenzweiten in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf bewahrt und auch den BSV am Sonntag über weite Strecken dominiert.

Felix Terlinden (14., 28.), Marc Balonier, Jan Büren (52.) und Jonas Höptner (88.) trafen vor 400 Zuschauern für die Gelb-Schwarzen, Simon Schmitz erzielte das zwischenzeitliche 1:4 aus Sicht der Büdericher (81.). „Wir haben schon in Rumeln ein Riesenkompliment bekommen, wir hätten in der Liga nichts zu suchen. Das müssen jetzt einfach wir genießen“, sagte Haal.

Auch Kapitän Ken Klemmer konnte sein Glück kaum fassen. Zum Abschluss der Woche geht’s in den Flieger nach Mallorca. Ein letztes Mal wird dann auch das verabschiedete Quartett aus Severin Minthen, Sven Lehmkuhl, Jos Hennemann und Eike Schultz mit dabei sein. „Wir sind einfach eine geile Truppe. Verdienter kann man nicht aufsteigen. Der letzte Tanz gehört uns. Wir haben uns nie beunruhigen lassen“, so der Spielführer.

Büderich wurde am Saisonende nicht zum Partycrasher. Joel Kaworsky sendete in seinem letzten Spiel nach drei Jahren an der Seitenlinie die Glückwünsche nach Veen. „Platz sechs zum Abschied ist eine wahnsinnig gute Leistung. Wir hatten personelle Probleme und haben uns trotzdem nicht vermöbeln lassen“, resümierte der 30-Jährige. Besten Gewissens würde der Coach nun zum TSV Meerbusch wechseln und seine Mannschaft würdig in die Hände seines Nachfolgers geben.

Kapitel A-Liga endet für Aufsteiger wieder

Für die Mitaufsteiger vom TuS Borth und 1. FC Lintfort II ist das Kapitel A-Liga nach nur einem Jahr wieder beendet. Die Rheinberger unterlagen dem SSV Lüttingen mit 0:1. Janik Schweers erzielte das Tor des Tages. TuS-Co-Trainer Andreas Gressl sah nach dem Gegentor noch die Rote Karte. „Wir sind nicht an diesem Sonntag abgestiegen und haben eine gute Leistung gezeigt. Wir werden uns schütteln und gehen zuversichtlich in die neue Saison“, ordnete Patrick Heydrich seinen zweiten Abstieg als Borther Trainer ein.

Hängende Köpfe gab‘s auch in Lintfort. Das Team von Marcin Baluch verspielte nach den Treffern von Tayfun Öztürk (15.) und Florian Zukowski (37.) eine 2:0-Führung gegen den SV Schwafheim. Eren Okumus (55.), Jonas Hausen (72.) und Leon Müntjes (90.) drehten die Partie. Karim Diki wurde wegen Nachtretens noch des Feldes verwiesen. „Wir waren heiß. Leider haben sich in der zweiten Halbzeit die anderen Ergebnisse auf unsere Leistung übertragen. Wir brauchen etwas Zeit und werden dann sehen, wie es weitergeht“, analysierte FC-Coach Marcin Baluch.

Der Gewinner im Abstiegskampf war der Verein, der im Vorfeld auch die besten Karten hatte. Der OSC Rheinhausen nutzte seine Pole-Position im Duisburger Derby gegen den Rumelner TV. Noel Felten (1.), ein Eigentor von Simon Haupt (60.) und Philip Jähnert (62.) waren beim 3:1-Heimsieg erfolgreich. Nick Hauptmann stellte zwischenzeitlich auf 1:1 (41.). Trainer Thomas Sefzig konnte sich nach der „Horror-Saison“ entspannt zurücklehnen. „Meine junge Mannschaft hat endlich malgezeigt, was in ihr steckt“, sagte der Coach.

VfB Homberg II – VfL Rheinhausen 5:0 (2:0). 1:0 Rostyslav Proskura (6.), 2:0 Mykyta Yurchenko (25.), 3:0 und 5:0 Arber Arifi (55., 84.), 4:0 Stephen Antwi (84.); Zuschauer: 40.

SV Millingen – Viktoria Alpen 2:2 (1:1). Tore: 1:0 Tim Böttcher (32., Elfmeter), 1:1 Nils Speicher (44.), 1:2 Jonas Feuchter (48.), 2:2 Steven Schön (83.); Rote Karte: Kai Hense (82., Viktoria, Drohung); Zuschauer: 50.

FC Neukirchen-Vluyn II – ESV Hohenbudberg 3:7 (1:1). Tore: 1:0 Enes Sener (3.), 1:1, 1:2 Boris Vertkin (5., 47.), 2:2 Soner Cakmak (49.). 2:3 Samet Altun (55.), 3:3 Emre Karip (67.), 3:4, 3:5 Altun (68., Elfmeter, 80.), 3:6, 3:7 Mamadou Kante (86., 90.); Zuschauer: 65.