
Nach drei Ligasiegen in Folge ist der Erfolgslauf von Borussia Mönchengladbach vorerst unterbrochen. Angesichts des Gegners ist das allerdings nicht verwunderlich: Borussia musste sich am Sonntag beim Tabellenführer SC Sand messen und verlor schließlich mit 0:2. Trainer Jonas Spengler sah nach eigener Aussage dennoch einen insgesamt ordentlichen Auftritt seines Teams, das sich in Sand „gut verkauft“ habe.
Borussia startete mutig in die Partie und setzte früh offensive Akzente. Kristina Bartsch kam bereits in der 3. Minute zweimal zum Abschluss, wenig später prüfte auch Imke Kessels aus spitzem Winkel SCS-Torhüterin Jule Baum. Borussia blieb in der Anfangsphase das aktivere Team und setzte nach einem Konter über Kessels (11.) den nächsten Nadelstich. Spengler betonte nach der Partie, dass sein Team in der ersten Halbzeit „gut im Spiel“ gewesen sei.
Nach rund 20 Minuten meldeten sich die Gastgeberinnen erstmals gefährlich zu Wort, als Julia Matuschewskis Abschluss geblockt wurde. Kurz darauf musste Borussia verletzungsbedingt wechseln: Für die angeschlagene Mia Giesen kam Kiki Scholten in die Partie (22.).
Der SC Sand nutzte wenig später eine Standardsituation zur Führung: Nach einer Ecke köpfte Milena Fischer zum 1:0 ein (27.). Die Borussinnen reagierten gut, hielten das Pressing hoch und kamen durch Lili Jones-Baidoe (32.) sowie Kessels (33.) zu ordentlichen Ausgleichsmöglichkeiten, verpassten jedoch den Abschluss. „Wenn man beim Tabellenführer etwas mitnehmen will, muss man solche Chancen nutzen“, sagte Spengler. Kurz vor der Pause fing Jones-Baidoe einen Fehlpass ab, ihr Versuch wurde jedoch geblockt. So ging Borussia trotz eines insgesamt guten Auftritts mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeit.
Der zweite Durchgang begann mit einem schnellen Dämpfer: Nur rund 30 Sekunden nach Wiederanpfiff erhöhte Pia Reininger nach einem langen Ball auf 2:0. Sie legte sich das Leder per Kopf an der herausstürmenden Jil Frehse vorbei und schob anschließend ins leere Tor ein (46.).
In der Folge taten sich die Borussinnen schwer, zurück in die Partie zu finden. Sand übernahm zunehmend die Kontrolle, erspielte sich weitere Offensivaktionen und ließ defensiv nur wenig zu. Mit der Führung im Rücken sei der Tabellenführer zudem immer mehr in seine Stärken gekommen, insbesondere im Umschaltspiel, so Spengler.
In den letzten zwanzig Minuten versuchte das Team von Borussia noch einmal, offensiv Akzente zu setzen – zwingende Torchancen blieben jedoch aus.
Trotz der Niederlage hob Spengler die Einstellung seines Teams hervor und lobte den Auftritt der Mannschaft. Insgesamt habe die Partie aber auch gezeigt, woran das Team noch arbeiten müsse, so der Trainer weiter. Nach 21 Spieltagen steht Borussia auf dem neunten Platz. Drei Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Am Ostersonntag, den 5. April, geht es mit einem Auswärtsspiel beim FSV Mainz weiter.