
Harter Schlag für die Kaderplaner des Bonner SC: Obwohl der Regionalligist alle Hebel in Bewegung setzte und teils an die Schmerzgrenzen ging, verlassen im Sommer drei Akteure den Verein. Lucas Cueto, Serhat Koruk und Elias Kratzer haben vorliegende Angebote zur Vertragsverlängerung ausgeschlagen und werden künftig nicht mehr im blau-roten Trikot auflaufen.
Der sportliche Verlust wiegt schwer, denn alle drei Abgänge trugen in der Vergangenheit ihren Teil zum Erfolg der Rheinlöwen bei. Die Verantwortlichen des BSC machten keinen Hehl daraus, dass sie den gemeinsamen Weg liebend gerne fortgesetzt hätten. Doch die sportlichen und privaten Pläne der Spieler machten dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.
Besonders intensiv hatte der Verein um die Dienste von Lucas Cueto gekämpft. Der 30-jährige Offensivspieler war erst vor der Saison von Viktoria Köln nach Bonn gewechselt und verbuchte in der abgelaufenen Spielzeit sechs Treffer in 26 Partien. Um den Leistungsträger zu halten, streckte sich die Vereinsführung nach eigenen Angaben bis an die Grenze der eigenen Möglichkeiten – letztlich vergeblich.
„Ich möchte betonen, dass mir diese Entscheidung alles andere als leichtgefallen ist. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren jederzeit offen, ehrlich und von großem gegenseitigem Respekt geprägt. Auch innerhalb meiner Familie haben wir uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Mein neuer Verein bietet mir jedoch die Möglichkeit, unter Profibedingungen zu spielen. Das war letztendlich der ausschlaggebende Grund für meinen Wechsel. Den Rheinlöwen wünsche ich für die Zukunft nur das Beste und werde die gemeinsame Zeit in sehr guter Erinnerung behalten“, begründet Cueto auf der BSC-Homepage seinen Abschied mit den Perspektiven bei seiner neuen Station.
Mit Serhat Koruk verlässt zudem ein prägendes Gesicht der letzten Jahre die Sturmreihe. Der 30-Jährige war insgesamt zweieinhalb Jahre für den BSC aktiv und stand in 64 Ligaspielen auf dem Platz. Unvergessen bleibt sein Anteil an der Rückkehr in die Regionalliga: In der Mittelrheinliga-Saison 2024/25 ballerte er den Klub mit 25 Saisontoren fast im Alleingang zum Aufstieg. Nun verändern sich seine Lebensumstände.
„Ich möchte mich für die vergangenen zweieinhalb erfolgreichen Jahre von Herzen bedanken. Die Zeit bei den Rheinlöwen hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich werde viele besondere Momente in guter Erinnerung behalten. Da sich meine familiären Umstände verändert haben, haben sich auch meine Prioritäten verschoben. Es war eine sehr schwere Entscheidung, aber für mich ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, einen anderen Weg einzuschlagen und eine neue Herausforderung anzunehmen. Ich gehe nicht im Groll, sondern mit großer Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit, die Unterstützung und das Vertrauen, das mir hier entgegengebracht wurde“, verabschiedete sich Koruk von den Fans und Weggefährten.
Dritter im Bunde der Abgänge ist Elias Kratzer. Der 26-jährige Offensivspieler war im vergangenen Sommer vom Nordost-Regionalligisten Greifswalder FC nach Bonn gelotst worden. In der laufenden Spielzeit kam er auf 17 Einsätze für die Rheinlöwen, in denen er drei Tore beisteuern konnte. Wie Koruk entschied sich auch Kratzer gegen eine Verlängerung, um ab dem Sommer einen neuen sportlichen Weg einzuschlagen.
Seitens des Vereins wird der Entschluss der drei Spieler mit Bedauern, aber Respekt aufgenommen. In der Mitteilung bedankte sich der Bonner SC ausdrücklich für den Einsatz, die Leidenschaft und die Bereitschaft des Trios, sich jederzeit in den Dienst der Mannschaft gestellt zu haben. Sie hätten den Verein auf und neben dem Platz würdig vertreten.