2025-12-03T05:51:34.672Z

Der Spieltag
Die Bobinger Angreifer, hier Georg Zimmermann (weiß), konnten sich im Königsbrunner Strafraum nur selten durchsetzen.
Die Bobinger Angreifer, hier Georg Zimmermann (weiß), konnten sich im Königsbrunner Strafraum nur selten durchsetzen. – Foto: Elmar Knöchel

Bobingen beendet Königsbrunns Serie

Für den FCK hieß es am Ende, gut gespielt und trotzdem verloren +++ Langerringen und Lagerlechfeld verlieren erneut im Abstiegskampf +++ Babenhausen kassiert in Legau vier Tore +++ Mering lässt in Erkheim nichts anbrennen +++ Kaufering bleibt auch im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage

Das Derby zwischen Königsbrunn und Bobingen war nicht hochklassig. Am Ende ist der Tabellenzweite Bobingen cleverer und nimmt die Punkte mit. Königsbrunn liefert in Unterzahl mehr als eine Stunde lang ein gutes Spiel ab. Langerringen versiebt zu viele Chancen und wird am Ende von Kaufbeurens Robin Conrad abgeschossen. Und Tabellenschlusslicht Lagerlechfeld erlebt ein Debakel gegen Thalhofen. Der TSV Babenhausen kam beim TSV Legau mit 1:4 unter die Räder. Es ist eine beeindruckende Serie, die Kauferings Trainer Alexander Wagner vorweisen kann: Seit er das Team von Franco Simon übernommen hat, hat der VfL kein Spiel mehr verloren. Auch gegen Bad Wörishofen holten sich Wagner und Co. wieder einen Dreier ab.

Von Beginn an zeigte sich das Team von FCK-Coach David Bulik lauffreudig und zwang die spielstarken Bobinger, vor allem durch Manndeckung, quer über den Platz in viele Zweikämpfe. So konnte der Tabellenzweite nicht sein gewohntes Übergewicht im Mittelfeld erkämpfen und auch das gefürchtete Pressing funktionierte nicht wie sonst. Andererseits waren auch die Königsbrunner Angreifer in besten Händen. So blieb das Spiel zwar interessant, aber mit wenig Strafraumszenen. Nur einmal stimmte im Königsbrunner Strafraum die Zuordnung nicht. Paul Simler entwischte seinen Bewachern und ließ Nico Hopfenzitz im Königsbrunner Tor per Kopf keine Chance und erzielte den etwas überraschenden Führungstreffer für die Gäste (9.). Doch die Heimmannschaft zeigte sich weiter motiviert. Vor allem der ehemalige Bobinger Manuel Hampp ging gegen seine Ex-Kollegen keinem Zweikampf aus dem Weg. Dafür handelte er sich in der elften Minute eine Gelbe Karte ein, die aber nicht unbedingt hätte gegeben werden müssen. Als er dann aber, knapp eine Viertelstunde später, Matteo Ligorati an der Bobinger Grundlinie von hinten abräumte, gab es über die logischerweise folgende Gelb-Rote Karte keine zwei Meinungen mehr. Mit einem Mann mehr auf dem Platz übernahm Bobingen erst einmal die Spielkontrolle. Nur im Königsbrunner Strafraum zeigte sich dann wieder einmal die mangelnde Durchschlagskraft. So erwarteten die rund 150 Zuschauer in der zweiten Halbzeit ein überlegenes Spiel des Tabellenzweiten aus Bobingen. Doch es kam anders. Bobingen kam überhaupt nicht mehr ins Spiel. Die zahlenmäßig unterlegenen Gastgeber dominierten mehr und mehr. Sie kamen auch zu Chancen, die aber nicht zwingend genug waren. Erst in den letzten 15 Minuten konnten die Gäste das Spiel wieder kontrollieren. Wohl auch weil der FCK langsam müde wurde. Entschieden war die Partie dann, als sich der sonst so zuverlässige Königsbrunner Torwart Nico Hopfenzitz bei einem eigentlich harmlosen Schuss von Mattis Junker verschätzte und der Ball im Tor landete. (80.). So konnte Bobingen am Ende doch noch einen standesgemäßen Sieg feiern. Der FC Königsbrunn dagegen stand, trotz guter Leistung, mit leeren Händen da. Co-Trainer Lucas Richter lobte am Ende seine Mannschaft: „Wir haben es nach dem Ende angesprochen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Und das gegen einen TSV Bobingen, der sicher nicht zufällig auf dem zweiten Tabellenplatz steht.“ (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Alexander Maier (Augsburg) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Paul Simler (9.), 0:2 Mattis Junker (80.)
Gelb-Rot: Manuel Hampp (24./FC Königsbrunn)

Schon in der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Kauferinger zahlreiche Chancen – Niklas Neuhaus sorgte in der 13. Minute für das wichtige 1:0. Dabei blieb es, obwohl noch einige Möglichkeiten vorhanden waren. Auch nach der Pause bestimmten die Hausherren die Partie und die zweite Vorgabe, möglichst „viele Strafraumszenen zu bekommen“, wurde ebenfalls umgesetzt. In der 60. Minute konnte dort Manuel Detmar nur mehr durch ein Foul gestoppt werden, in der 82. Minute war Yannik Dillinger von den Beinen geholt worden. In beiden Fällen verwandelte Florian Bucher sehr souverän – und der 3:0-Erfolg war unter Dach und Fach. Doch nicht nur die Tore freuen den Coach, auch in der Abwehr stimmt momentan alles: „In der zweiten Halbzeit hatte Bad Wörishofen nicht eine echte Torchance“, sagte Wagner – damit belohnte sich sein Team für eine insgesamt „super Leistung“. (mm) Lokalsport LT
Schiedsrichter: Lucas Trs (Biberbach) - Zuschauer: 220
Tore: 1:0 Niklas Neuhaus (13.), 2:0 Florian Bucher (60. Foulelfmeter), 3:0 Florian Bucher (82. Foulelfmeter)

Dunkle Wolken hingen schon zu Beginn über dem Stadion in Lagerlechfeld. Und genauso dunkel verlief auch das Spiel aus Sicht der Heimelf. Bereits zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden. Zweimal Marvin Wahler (18. und 45.), Nico Beutel (30.) und Robin Thiel (13.) brachten den FC Thalhofen mit 4:0 in Front. Nach der Pause konnte Kevin Heinz zwar in der 49. Spielminute zum 1:4 verkürzen. Doch in der 74. Minute stellte Dennis Beutel den Vier-Tore-Abstand wieder her. Nachdem dann in der 76. Minute zu allem Überfluss auch noch Lagerlechfelds Alexander Kergel eine Rote Karte sah, war das Drama nahezu perfekt. Den Schlusspunkt schließlich setzte Dennis Beutel (83.) mit seinem zweiten Treffer zum Endstand von 1:6 aus Lagerlechfelder Sicht. (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Elias Kleß (Aichach) - Zuschauer: 110
Tore: 0:1 Robin Thiel (13.), 0:2 Marvin Wahler (18.), 0:3 Nico Beutel (30.), 0:4 Marvin Wahler (45.), 1:4 Kevin Heinz (49.), 1:5 Dennis Beutel (74.), 1:6 Dennis Beutel (83.)
Rot: Alexander Kergel (76./SpVgg Lagerlechfeld)

Bereits in der 8. Minute verwandelte Tim Bergmiller einen Elfmeter, nach einem Foul, zur frühen Führung für die Gäste. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Bergmiller in der 44. Minute per Abstauber auf 0:2. In der 78. Minute krönte er seine Leistung mit einem Kopfballtor, das den Endstand von 0:3 besiegelte.
Schiedsrichter: Sebastian Deak (Rain/Lech) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Tim Bergmiller (8. Foulelfmeter), 0:2 Tim Bergmiller (44.), 0:3 Tim Bergmiller (78.)

In einem zerfahrenen Spiel konnte die SpVgg Langerringen in der 15. Spielminute durch Lukas Müller in Führung gehen. Viele Ballverluste auf beiden Seiten verhinderten ein geordnetes Aufbauspiel. Trotzdem hatte die Mannschaft von Sebastian Korner weitgehend alles im Griff. Und Langerringen hatte mehr und wesentlich bessere Chancen. Zur Halbzeit hätte es durchaus 3:0 stehen können, ja fast müssen. Doch beste Chancen wurden nicht genutzt, so blieb es bei einem dünnen 1:0-Vorsprung zur Pause. Auch im zweiten Durchgang war Langerringen präsent. Versäumte es aber, eine Zehnminutenstrafe, die Kaufbeurens Can Uygun wegen Meckerns bekommen hatte, auszunutzen. Daher blieb es weiterhin bei der knappen Führung. Doch zum Ende hin schwanden die Kräfte der Gastgeber. Kaufbeuren wurde stärker. Und dann kam der Auftritt von Robin Conrad. Mit Kontertoren in der 71. und 82. Spielminute machte er den Unterschied aus. Letztlich reichten den Allgäuern so zwei Chancen zu zwei Toren. So verlor Langerringen letztlich zum sechsten Mal hintereinander. Trainer Sebastian Korner war nach dem Spiel natürlich nicht bester Laune. „Wir haben das bessere Spiel gemacht, machen aber die Tore nicht. Am Ende ist es dann die Klasse von Robin Conrad. Jetzt müssen wir den Fokus auf nächste Woche auf das Auswärtsspiel in Egg legen.“ (Knöchel) Lokalsport SZ
Schiedsrichter: Maximilian Wagner (Kempten) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Lukas Müller-Daxbacher (15.), 1:1 Robin Conrad (71.), 1:2 Robin Conrad (82.)

Gerade 18 Minuten waren gespielt, als Erkheims Stefan Oswald mit einer Zeitstrafe bedacht wurde. In Überzahl brauchte Mering nicht lange und ging auf Vorlage von Dominik Schön durch das vierte Saisontor von Yusha Venos in Führung (21.). Bis zur Halbzeit passierte zumindest ergebnistechnisch nichts mehr, dafür ging es direkt nach der Pause aus Meringer Sicht erfolgreich weiter: Erneut war es Yusha Venos, der bereits in Minute 49 zum Doppelpack einnetzen konnte. Kurz darauf war Schluss für den zweifachen Torschützen, für ihn kam Maximilian Kless in die Partie. Dieser beteiligte sich schließlich am Schlusspunkt der Partie: Auf seine Vorlage erzielte Dominik Schön in der Nachspielzeit noch den 3:0-Endstand (90.+3). (ddur) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Manfred Keil (Langweid) - Zuschauer: 180
Tore: 0:1 Yusha Venos (21.), 0:2 Yusha Venos (49.), 0:3 Dominik Schön (90.+3)

Bereits in der 4. Minute wurde Marc Wagner schön freigespielt und traf überlegt zur frühen 1:0-Führung für Legau. Nach etwa einer Viertelstunde fand Babenhausen besser ins Spiel und war spielbestimmend, doch Legau blieb gefährlich und erhöhte in der 39. Minute durch Sebastian Veit auf 2:0. Kurz vor der Pause verkürzte Babenhausen durch Fatih Ademi auf 2:1 (43.). Auch nach dem Seitenwechsel war es ein intensives Spiel, in dem der TSV Legau kämpferisch und läuferisch die Oberhand behielt. Jonas Prestele stellte mit seinem Treffer in der 53. Minute den alten Abstand wieder her. Den Schlusspunkt zum deutlichen Heimsieg setzte Michael Steinle mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (89.). (AZ) Lokalsport NU
Schiedsrichter: Christian Stober (Königsbrunn) - Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Marc Wagner (4.), 2:0 Sebastian Veit (39.), 2:1 Fatih Ademi (43.), 3:1 Jonas Prestele (53.), 4:1 Michael Steinle (89.)

Vor 150 Zuschauern eröffnete Patrick Wörz in der 46. Minute mit einem präzisen Schuss ins lange Eck den Torreigen für die Gastgeber. In der 83. Minute erhöhte Julian Renz auf 2:0 und schien den Sieg zu sichern. Doch in der Nachspielzeit verkürzte Jonas Natterer für Weitnau auf 2:1 und sorgte für einen dramatischen Schluss.
Schiedsrichter: Jonas Keppeler (Eggelstetten) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Patrick Wörz (46.), 2:0 Julian Renz (83.), 2:1 Jonas Natterer (90.+2)

Aufrufe: 09.11.2025, 20:43 Uhr
Bernhard MeitnerAutor