
Beim Trainerlehrgang an der Sportschule Oberhaching bereiten sich derzeit etliche Profis auf die Karriere nach der aktiven Karriere vor.
Oberhaching – An der Sportschule Oberhaching steigt momentan der Sonderlehrgang zur B-Lizenz. Bei den 22 Teilnehmern des Lehrgangs für ehemalige und aktuelle Profis sind unter anderem die 1860-Leistungsträger Jesper Verlaat und Patrick Hobsch sowie Haching-Verteidiger Manuel Stiefler dabei. Auch Weltmeister und Ex-FC-Bayern-Star Jérôme Boateng nimmt am BFV-Lehrgang teil.
Für die Trainerausbildung wurden die Termine extra angepasst. Da viele der Teilnehmer noch aktiv sind, findet der Lehrgang anstatt zwei Mal fünf Tage nun andersrum, nämlich fünf mal zwei Tage, statt. „Da sich der Sonderlehrgang an ehemalige und aktuelle Lizenzspieler richtet, haben wir die Struktur angepasst. Die Inhalte und der Umfang bleiben aber natürlich gleich“, wird Philipp Ropers auf der Seite des BFV zitiert. Der Verbandstrainer leitet den Sonderlehrgang zusammen mit Steffen Winter.
Bei Ihnen werden die Teilnehmer auf den Werdegang nach der aktiven Karriere vorbereitet. „Ich habe schon länger darüber nachgedacht, eine B-Lizenz zu machen. Als dann das Angebot für den Sonderlehrgang kam, war das natürlich eine super Sache. Dafür bin ich dem Bayerischen Fußball-Verband sehr dankbar – aber auch meinem Verein, der mir die Möglichkeit gibt, hier mitzumachen“, sagt Manuel Stiefler.
Am Samstag gastiert der Routinier mit der SpVgg Unterhaching bei den Löwen, von denen gleich sieben Spieler am Trainerlehrgang teilnahmen. Neben Jesper Verlaat und Patrick Hobsch waren auch Leroy Kwadwo, Max Reinthaler, Morris Schröter, Fabian Schubert und René Vollath in Oberhaching.
Auch Jérôme Boateng freut sich über die Möglichkeit, mit dem Trainerlehrgang seinen nächsten Schritt nach der Karriere zu planen und lobt den BFV neben der Ausrichtung des Sonderlehrgangs vor allem für die Inhalte. Was den Profis auffällt: Als Trainer hat und braucht man eine andere Sicht auf die Trainingsdetails. „Es gibt ganz viele Bereiche, die einem während der aktiven Karriere abgenommen werden und denen man nicht so viel Beachtung schenkt“, sagt beispielsweise Christopher Schindler, der insgesamt 208-Mal für den TSV 1860 München und den 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga auflief.
Mitte November ist der Sonderlehrgang zur B-Lizenz dann beendet. Um die Trainerlizenz zu erhalten, müssen die Teilnehmer eine Abschlussprüfung bestehen. Trotz der großen Erfahrung der einzelnen Profis ist dies kein Selbstläufer, wie Philipp Ropers verrät. „Es ist sicherlich eine gute Basis für einen Trainerschein, wenn man auf einem hohen Level Fußball gespielt hat. Dennoch haben die meisten Teilnehmer noch keine Erfahrung an der Seitenlinie gesammelt. Ein guter Spieler ist nicht automatisch ein guter Trainer. Und jemand, der kein guter Spieler war, kann ein sehr guter Trainer werden!“ (seb)