2024-04-23T13:35:06.289Z

Spielbericht

Blitzstart reicht KSG nicht zum Sieg

Im dritten Testspiel erreichte die KSG Holdenstedt/Beyernaumburg das dritte mögliche Resultat: Nach Niederlage und Sieg folgte nun ein 1:1 (1:1) gegen den WSV Windehausen. Gegen den spielstarken nordthüringischen Kreisligisten zeigte man auf dem Kunstrasenplatz in Riestedt gute spielerische Ansätze, aber auch altbekannte Schwächen im Abschluss.

Im Vergleich zum Test gegen Oberröblingen II musste KSG-Trainer Fischer auf Libero J. Hedig verzichten, Pauer und Märtens saßen zunächst nur auf der Bank. Dafür standen erstmals im neuen Jahr Helling und Bennemann zur Verfügung, zudem startet Tom Schremmer auf der rechten Seite.

Vor allem die Rückkehr von Helling machte sich positiv bemerkbar, der Sechser eroberte viele Bälle und leitete mit Übersicht viele gute Angriffe ein. So auch beim Blitzstart: Nach Ballgewinn schickte er per Steilpass H. Hollo auf der entblößten linken Seite auf die Reise, dieser legte mit Übersicht quer auf den mitgelaufenen Schremmer, der nur noch einschieben brauchte (1. Minute).

In der Folge wurde H. Hollo noch zwei mal glänzend freigespielt, doch verpasste der Flügelflitzer eine schnelle Vorentscheidung. Einmal parierte WSV-Keeper Albert glänzend, beim zweiten Mal schoss er überhastet vorbei.

Die Thüringer ließen sich von dem anfänglichen Problemen aber nicht beirren und übernahmen mit zunehmender Spielzeit die Spielkontrolle. Dabei erwiesen sie sich vor allem über den rechten Flügel als gefährlich, wo KSG-Verteidiger L. Hollo einige Schwierigkeiten hatte. Auch Bahr und Kleemann waren ständige Unruheherde. Trotz einer gefälligen Spielanlage, vielen Rochaden und hohem Tempo waren die Angriffe aber doch zu wenig zielstrebig, der Abschluss wurde nur selten gesucht.

Der Ausgleich resultierte aus einem Distanzschuss, den KSG-Schlussmann Buhl an die Latte lenken konnte, Bahr setzte jedoch noch und erzielte technisch fein das 1:1 (25.). Anschließend hatten beide Seiten noch gute Möglichkeiten zur erneuten Führung. Für die KSG schoß Helling nach abgewehrtem Ball im Anschluss an einen Freistoß aus guter Position deutlich über das Tor. Auf der Gegenseite zeigte sich Buhl bei einem Schuss von Kleemann auf dem Posten.

Nach der Pause gab es aufgrund vieler Wechsel einen kleinen Bruch im Spiel. Bei Windehausen kam der ehemalige KSGler T. Nicolai zu Einsatz, der eher unauffällig agierte, dann aber die beste Chance zum Sieg überhastet liegen ließ. Bei der KSG kam es verletzungsbedingt zu zwei schnellen Wechseln kurz nach Wiederanpfiff, für Bennemann kam M. Hedig, der als Rechtsverteidiger überzeugte, für L. Hollo, der nun besser im Spiel war, Märtens.

Chancen blieben nun Mangelware, der Spielfluß war im zweiten Durchgang auch dahin. Windehausen hatte neben erwähnter Nicolai-Chance noch zwei Mal einen Treffer auf dem Fuß. Zunächst konnte nach einem vom Torwart abgewehrten Ball der Nachschuss von Libero K. Koch - der ein guter Organisator war, allerdings mit Schwächen im Spielaufbau - geblockt werden, bei der dritten Chance reagierte Schlussmann Buhl gut.

Auf der Gegenseite versuchte Tom Schremmer per Lob den WSV-Torhüter zu überwinden, der aber den Ball noch über die Latte lenken konnte. Ansonsten kam entweder der letzte Pass nicht an, oder die Bälle wurden zu weit vorgelegt. In der Schlussminute hatte Helling noch die Chance zum KSG-Sieg, sein Heber ging aber deutlich am Tor vorbei.

Insgesamt zeigten beide Mannschaften ein ordentliches Spiel, das zurecht Remis endete. Die KSG muss in Sachen Konzentration und Abschluss noch zulegen, sollen in der Rückrunde noch einige Plätze gutgemacht werden. Nächsten Samstag steigt die Generalprobe bei der SG Wolferode/Siebigerode.

Aufrufe: 025.2.2024, 22:50 Uhr
Severin BuhlAutor