
Der IWT-Cup in Briesen/Mark hat eindrucksvoll bewiesen, wie kompromisslos Hallenfußball sein kann. Zehn Mannschaften, zwei Fünfergruppen, zehn Minuten Spielzeit und ein Turnierplan, der erst nach Mitternacht seinen Sieger fand. In der Odervorlandhalle entwickelte sich ein langer, intensiver Abend, an dessen Ende der Gastgeber FV Blau-Weiß 90 Briesen jubelte. Das Finale gewann Briesen klar gegen den 1. FC Frankfurt und krönte damit eine Nacht, in der Konzentration, Tiefe im Kader und mentale Stabilität entscheidend waren.
Gruppe A: Gastgeber setzt früh Akzente
In der Gruppe A sicherte sich der FV Blau-Weiß 90 Briesen mit 9 Punkten und 13:5 Toren den ersten Platz. Der Gastgeber begann mit einem souveränen 4:0 gegen den SV Germania 90 Schöneiche, musste dann im direkten Duell gegen den 1. FC Frankfurt ein 2:4 hinnehmen, antwortete aber mit einem deutlichen 4:1 gegen den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen und schloss die Vorrunde mit einem 3:0 gegen die BSG Pneumant Fürstenwalde ab. Die Kombination aus Tempo und Zielstrebigkeit trug Briesen sicher ins Halbfinale.
Frankfurt folgt punktgleich, aber mit weniger Reserven
Der 1. FC Frankfurt beendete die Gruppe ebenfalls mit 9 Punkten und 10:5 Toren auf Rang zwei. Siege gegen Pneumant Fürstenwalde (3:0), Germania Schöneiche (3:1) und Briesen (4:2) standen einer überraschenden 0:2-Niederlage gegen Eintracht Miersdorf/Zeuthen gegenüber. Diese eine Unachtsamkeit verhinderte den Gruppensieg, änderte aber nichts am Einzug ins Halbfinale.
Miersdorf nutzt seine Chancen konsequent
Der SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen kam mit 6 Punkten und 6:7 Toren auf Platz drei. Der Abend begann mit einem knappen 3:2 gegen Pneumant Fürstenwalde und wurde durch den 2:0-Erfolg gegen Frankfurt veredelt. Niederlagen gegen Germania Schöneiche und den Gastgeber verhinderten jedoch mehr als einen Platz im Mittelfeld.
Schöneiche und Pneumant mit schweren Momenten
Der SV Germania 90 Schöneiche belegte mit 4 Punkten und 3:8 Toren Rang vier. Das 1:0 gegen Miersdorf und das 1:1 gegen Pneumant reichten nicht, um vorne anzugreifen. Schlusslicht der Gruppe wurde die BSG Pneumant Fürstenwalde mit nur einem Punkt und 3:10 Toren – trotz enger Spiele fehlte die Durchschlagskraft.
Gruppe B: Fürstenwalde marschiert, Bestensee folgt
In der Gruppe B setzte sich der FSV Union Fürstenwalde II mit 9 Punkten und 7:3 Toren durch. Der klare 3:0-Sieg gegen Phönix Wildau zum Auftakt gab die Richtung vor. Es folgten ein 2:1 gegen Concordia Buckow/Waldsieversdorf und ein 1:0 gegen Lichtenrader BC. Trotz einer 1:2-Niederlage gegen Grün-Weiß Bestensee reichte es souverän zum Gruppensieg.
Bestensee hält den Druck hoch
Der SV Grün-Weiß Union Bestensee belegte mit 7 Punkten und 8:7 Toren Platz zwei. Ein 2:2 gegen Lichtenrade, Siege gegen Wildau (2:1) und Fürstenwalde (2:1) sowie eine Niederlage gegen Buckow/Waldsieversdorf (2:3) ergaben ein enges, aber erfolgreiches Gesamtbild.
Wildau, Lichtenrade und Buckow im Kampf um Platzierungen
Die SG Phönix Wildau 95 kam mit 6 Punkten und 6:6 Toren auf Rang drei, der Lichtenrader BC 1925 folgte mit 4 Punkten und 4:5 Toren. Der FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf 03 schloss mit 3 Punkten und 6:10 Toren ab. Für alle drei ging es später in die Platzierungsspiele.
Platzierungsspiele als Nervenprobe
Die späte Stunde verlangte zusätzliche mentale Stärke. Das Spiel um Platz neun gewann Buckow/Waldsieversdorf gegen Pneumant Fürstenwalde im Neunmeterschießen mit 2:0. Platz sieben ging an den Lichtenrader BC nach einem 4:3 nach Neunmeterschießen gegen Germania Schöneiche. Platz fünf sicherte sich Phönix Wildau mit einem Erfolg vom Punkt gegen Eintracht Miersdorf/Zeuthen - 2:1.
Halbfinals bringen die Entscheidung näher
In den Halbfinals setzte sich der FV Blau-Weiß 90 Briesen mit 3:1 gegen Grün-Weiß Bestensee durch. Parallel gewann der 1. FC Frankfurt mit 2:0 gegen den FSV Union Fürstenwalde II. Die Uhr zeigte längst nach 23 Uhr, doch die Qualität blieb hoch.
Finale nach Mitternacht: Briesen bleibt hellwach
Das Spiel um Platz drei gewann Fürstenwalde II klar mit 4:0 gegen Bestensee. Der Höhepunkt folgte: Im Finale setzte sich der Gastgeber FV Blau-Weiß 90 Briesen mit 3:0 gegen den 1. FC Frankfurt durch. In den letzten zehn Minuten des Turniers zeigte Briesen noch einmal Frische, Präzision und defensive Stabilität – und krönte sich verdient zum Sieger.
Ein Turnier, das bis zum Schluss fordert
Der IWT-Cup 2026 war kein gewöhnliches Hallenturnier. Die Länge des Abends, der enge Spielrhythmus und die Entscheidungen nach Mitternacht verlangten allen Beteiligten alles ab. Der FV Blau-Weiß 90 Briesen bewältigte diese Herausforderung am besten. In einer Nacht, in der Müdigkeit und Konzentration gegeneinander arbeiteten, setzte sich am Ende das Team durch, das über Stunden hinweg die Balance hielt.