
Ein Traumjahr für den SC Blau-Weiß Köln: Sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft des Kölner Vereins haben in dieser Saison den Aufstieg geschafft – ein bemerkenswerter Doppel-Erfolg im Seniorenbereich, der an der Eichenkreuz-Sportanlage lange in Erinnerung bleiben wird.
Die zweite Mannschaft krönte eine makellose Spielzeit mit der Meisterschaft in der Kreisliga B1. 22 Siege, sechs Remis, keine einzige Niederlage – mit dieser beeindruckenden Bilanz sicherte sich das Team von Trainer Daniel Hubert frühzeitig den Titel. 118 geschossene Tore und nur 25 Gegentreffer unterstreichen die Dominanz der Blau-Weißen, die sieben Punkte Vorsprung auf Verfolger Casa Espana II hatten.
„Wenn Du als Team nach 28 Spielen ungeschlagen Meister wirst, ist das aus meiner Sicht eine nahezu perfekte Saison“, sagt Hubert. „Egal ob als Spieler oder Trainer, sowas kommt in einer Karriere nicht häufig vor. Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft und das gemeinsam Erreichte in diesem tollen Verein!“
Ein Schlüssel zum Erfolg: eine intensive Vorbereitung, starke Neuzugänge, mannschaftlicher Zusammenhalt. „Unser Zusammenhalt und Team-Spirit waren schon immer die Basis unserer Stärke. Jeder einzelne Spieler hat soviel geleistet, von der Nummer 1 bis 30. Ich hätte mir als aktiver Spieler immer gewünscht, in einer solchen Mannschaft spielen zu dürfen.“ Bereits vor der eigentlichen Vorbereitung auf die Saison hat der B-Ligist freiwillig ein fußballspezifischen Fitness-Training absolviert, um sich in der sechswöchigen Vorbereitung einem neuem System und Spielprinzipien zu widmen.
Mit Blick auf die kommende Saison in der Kreisliga A geht Hubert den nächsten Schritt mit einer gesunden Mischung aus Respekt und Zuversicht: „Ich glaube, dass wir uns in der kommenden Saison nicht verstecken müssen. Wir wollen weiterhin attraktiven Fußball bieten und jedes Spiel gewinnen.“ Dann aller vorausicht nach mit einem B-Lizenzinhaber an der Seitenlinie, denn der 42-Jährige absolviert derzeit an der Sportschule Hennef einen sogenannten Fast-Track-Lehrgang. "Der Lehrgang findet so zum ersten Mal statt und ist aus meiner Sicht etwas ganz besonderes. Unter uns Teilnehmern befinden sich noch aktive als auch Ex-Profis wie Simon Terrode, mit denen ich gemeinsam auf dem Platz stehen und von denen ich viel lernen darf", so Hubert.
Die erste Mannschaft schaffte den Aufstieg in die Landesliga – wenn auch auf Umwegen. In einem packenden Dreikampf mit dem SV Eintracht Hohkeppel II und dem SSV Jan Wellem reichte es am Ende zu Platz zwei – mit nur einem Punkt Rückstand auf den Meister. Als punktbester Vizemeister aller vier Bezirksligen profitierten die Blau-Weißen von der Quotientenregelung und steigen ebenfalls auf.

Raffaelo Wolf, sportlicher Leiter, begleitete die Mannschaft bis zum letzten Spieltag – und verabschiedet sich nun mit dem Aufstieg: „Das finale Spiel war nervenaufreibend bis zur letzten Minute. Es war ein echtes Wechselbad der Gefühle – langes Zittern, aber am Ende war da einfach nur Erleichterung.“
„Als der Abpfiff kam, sind uns ganze Felsbrocken vom Herzen gefallen. Der Druck war riesig, und dass wir das gemeinsam bewältigt haben, zeigt den Charakter dieses Teams.“
Für Wolf ist der Aufstieg ein emotionaler Abschluss: „Der Verein, die Jungs, das ganze Umfeld – das war über Jahre ein Stück Heimat für mich. Dass wir diese Reise mit einem Aufstieg krönen konnten, ist mehr als ein versöhnlicher Abschluss.“