
Nach zwei Jahren Absenz ist der FC Blau-Gelb Überruhr zurück in der Landesliga. Nach der furiosen Aufstiegssaison geht es zunächst einmal darum, den Verein in der höheren Spielklasse zu halten und zu etablieren.
Seit FuPa-Datenaufzeichnung ist keine Mannschaft so souverän wie Blau-Gelb aus der Bezirksliga, Gruppe 6 aufgestiegen. Mit 18 Punkten Vorsprung auf Vizemeister SV Genc Osman Duisburg stand Richtung Saisonabschluss nie in Frage, wer am Ende ganz oben stehen würde. Besonders eine herausragende Rückrunde inklusive 16 Siegen aus 17 Spielen verhalf Überruhr zur letztlich ungefährdeten Meisterschaft. Nun steht die Herausforderung an, auf den höheren Niveau zu bestehen.
Personell kann sich der Aufsteiger zwar noch auf das Gros des Kaders weiterhin verlassen, trotzdem musste Überruhr zwei schmerzhafte Abgänge verzeichnen. Mit Ahmet Kizilisik (RW Wülfrath) verliert der Verein seinen mit großem Abstand erfolgreichsten Torjäger der vergangenen beiden Jahre. Alleine in der Vorsaison verbuchte der Angreifer eindrucksvolle 33 Treffer und 30 Vorlagen.
Nach nur einem Jahr bei Blau-Gelb zieht es auch den 22-jährigen Gian-Luca Bühring weiter. Mit 27 Scorerpunkten trug er maßgeblich zur Aufstiegssaison bei. Beim ambitionierten 1. FC Wülfrath wird Bühring erneut in der Bezirksliga angreifen wollen.
Trotz der zwei hochkarätigen Abgänge steht Trainer und Sportdirektor Murat Aksoy bei Blau-Gelb auch in der kommenden Saison ein schlagkräftiger Kader zur Verfügung: "Wir haben dennoch eine starke Mannschaft, insbesondere erfahrene Spieler, die uns die nötigen Punkte einbringen werden, um den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu sichern", sagte Aksoy gegenüber FuPa Niederrhein.
Blau-Gelb sicherte sich zudem die Dienste von Phil Pape (SC Velbert II) und Mounir Khodr (Al-ARZ), zwei torgefährlichen Spielern. Mit Bright John Essien (FC Kray) kommt ein weiterer Spieler mit Ober- und Landesligaerfahrung hinzu. Allerdings sollen Bühring und Kizilisik eher im Kollektiv ersetzt werden, da der Kader überwiegend mit jungen Talenten aus der Region ergänzt wird. Ein spektakulärer Transfer vor Saisonstart ist daher nicht zu erwarten.
"Wir haben keine großen Knaller. Wir mussten auch das Budget zu verringern. Aus dem Anlass haben wir gesagt, dass wir mit den Jungs arbeiten, mit denen wir aufgestiegen sind", verriet Aksoy, wobei er sich auch der großen Konkurrenzsituation in der kommenden Spielzeit bewusst ist: "Die Liga ist sehr stark. Da sind einige sehr gute Mannschaften dabei, die sehr gut aufgerüstet haben. Wir wollen die Euphorie vom Aufstieg mitnehmen und im besten Fall sammeln wir genug Punkte um uns schnellstmöglich von unten zu distanzieren."