Steil nach oben zeigte die Formkurve des SE Freising um Spielertrainer Florian Bittner (l.) zuletzt.
Steil nach oben zeigte die Formkurve des SE Freising um Spielertrainer Florian Bittner (l.) zuletzt. – Foto: leifer

Bittner im Interview: „Die Mannschaft hält sich mittlerweile an den Matchplan“

SEF-Coach über den Umschwung im Team und den Mega-Lauf

Der SE Freising befindet sich in der Landesliga Südost auf einem Höhenflug. Trainer Florian Bittner erklärt, was sich nach dem schlechten Start geändert hat.

Freising – Nach einem holprigen Auftakt läuft es mittlerweile bei den Fußballern des SE Freising. Mit sechs Siegen aus elf Partien – davon zuletzt fünf am Stück – stehen die Freisinger auf Rang fünf. Die punktgleichen Tabellenführer Ampfing und Landshut haben nur einen Zähler mehr. Vor dem Auswärtsspiel beim FC Unterföhring (Freitag, 19.30 Uhr) zieht Spielertrainer Florian Bittner, der aktuell wegen eines Faserrisses ausfällt, eine erste Saisonbilanz und erklärt, wie die Kehrtwende nach dem Stotterstart gelingen konnte. (Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.)

Herr Bittner, wie fällt das Fazit nach dem ersten Saisondrittel aus?
Natürlich positiv, vor allem, wenn man sich die vergangenen Spiele ansieht. Dass es ein holpriger Start werden würde, haben wir vor der Saison ehrlicherweise so nicht erwartet. Wir hatten uns das ganz anders vorgestellt. So, wie wir uns aber entwickelt haben, vom Zusammenhalt in der Mannschaft, von der Laufbereitschaft und von der Mentalität, gewinnen zu wollen, ist das mittlerweile schon sehr gut. Das zieht sich durchs Training und die Spiele.
Was hat sich nach dem Katastrophen-Start verändert?
Es war schon ein Stück weit eine Einstellungssache, und in der Vorbereitung sowie den ersten Partien wollten wir als Trainerteam vielleicht auch zu viel von den einzelnen Spielern. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, da muss man taktische Dinge langsamer angehen. Mittlerweile funktioniert es sehr gut, die Mannschaft hält sich an den Matchplan. Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass wir zusammen an etwas glauben. Und aktuell haben wir auch das Glück auf unserer Seite.
Ist die Landesliga Südost so offen, wie schon lange nicht mehr?
Zumindest solange ich die Liga verfolge. Nach dem elften Spieltag ist es oben und unten so wenig Unterschied! Da darfst du dir keinen Fehler erlauben.
Nach fünf Siegen in Serie – sind die Ansprüche in der Mannschaft gestiegen?
Das können wir aktuell definitiv ausschließen. Wir wollten heuer ein gewisses Ziel erreichen, das gilt immer noch. Aktuell sind wir voll im Soll, mal schauen, was dann am Ende rauskommt.
Für Sie ist es die erste Station als Cheftrainer. Haben Sie es sich so vorgestellt?
Dadurch dass ich schon einige Zeit als Co-Trainer dabei war, hatte ich es ein Stück weit leichter. Aber natürlich war’s eine Umstellung, jetzt alleine beziehungsweise mit meinem Co-Trainer das Sagen zu haben. Ich habe aber schon den Eindruck, dass uns die Mannschaft voll akzeptiert. Und auch die Unterstützung der Verantwortlichen ist super.
Wie beurteilt der Trainer Florian Bittner die Leistung des Spielers Florian Bittner?
An meinen Spielzeiten sieht man schon, dass ich m in einem etwas höheren Alter bin – das bremst mich schon aus. Grundsätzlich bin ich zufrieden, das war am Anfang der Saison noch anders. Mittlerweile habe ich aber das nötige Fingerspitzengefühl, etwa für die richtigen Auswechslungen.
Aktuell hat der SEF schon 26 Spieler eingesetzt. Inwiefern ist das Euer großer Trumpf?
Das ist mit Sicherheit ein Punkt. Allerdings ist das auch eine Vertrauenssache, Spieler dranzunehmen, bei denen noch Defizite da sind, und sie mal ins kalte Wasser zu werfen. Tatsächlich ist es so, dass wir zuletzt nie mit der identischen Elf gespielt haben.
Am Freitag geht es gegen Ihren Ex-Verein, den FC Unterföhring. Immer noch ein besonderes Spiel?
Das wird immer so bleiben, solange ich spiele. Ich freue mich sehr darauf, ärgere mich aber auch, dass ich wegen einer Verletzung nicht spielen kann. Es sind doch noch einige Spieler da, die ich kenne. In den 90 Minuten zählt aber nur meine Mannschaft.

Interview: Matthias Spanrad

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Aufrufe: 022.9.2022, 16:30 Uhr
Matthias SpanradAutor