Der Ex-Geraer Martin Salin (links) traf gegen die alten Teamkollegen.
Der Ex-Geraer Martin Salin (links) traf gegen die alten Teamkollegen. – Foto: Björn Roddeck

Bitteres Pokalaus

Da hatte sich die BSG Wismut Gera deutlich mehr ausgerechnet.

Nach dem Pokalcoup gegen Rot-Weiß Erfurt zu Hause und der zuletzt starken Performance in der Liga, wollte die Mannschaft von Frank Müller gegen Oberligist Wacker 90 Nordhausen ins Halbfinale.

Am Ende stand allerdings ein bitteres 0:5 aus Sicht der Gastgeber zu Buche. Letztendlich chancenlos musste Wismut die Pokalsegel streichen und kann sich fortan ganz auf das Ziel Oberliga-Aufstieg konzentrieren. Dabei war durchaus das Führungstor für die Wismut drin – Kießling scheiterte aber frei an Wacker-Keeper Treiber, der den verletzten Sabri Vaizov (ehemals Wismut Gera) bei den Gästen ersetzte. Wer weiß wie die Partie mit einem Führungstor der Gastgeber gelaufen wäre?! So nahm aber Mitte der ersten Hälfte das Unheil auf der anderen Seite seinen Lauf. Binnen vier Minuten markierte Lennart Liese nach gut herausgespielten Angriff die Gäste-Führung (25.), wenig später legte Kapitän Schwerdt per Fernschuss nach (29.). Den Doppelschock verdaute Wismut vor der Pause und sorgte besonders durch ruhende Bälle für Gefahr. Der wichtige Anschluss wollte aber nicht gelingen. Torjäger Lehmann hatte die beste Möglichkeit, jedoch kein Zielwasser getrunken und schoss einen Mitspieler an.

Wer mit Wiederbeginn nun mit einem Sturmlauf der Hausherren rechnete, sah sich zunächst getäuscht. Der zur Pause eingewechselte Lachlan Will hatte zweimal die Vorentscheidung auf dem Fuß, die jeweils Maximilian Paul im Wismut-Tor aber (noch) verhinderte. Auf der anderen Seite verpassten Kießling und Haupt das wichtige 1:2. So sorgte Mitte der zweiten Spielhälfte ein erneuter Doppelschlag der Gäste für klare Verhältnisse . Will bediente Liese, der mit seinem zweiten Treffer auf 3:0 stellte, ehe Ex-Geraer Salin per Abstauber das vierte Gäste-Tor markierte (70./75.). Das 5:0 war dann nur noch für die Ergebnistafel. Der agile Will belohnte sich für eine starke Leistung, umkurvte Wismut-Keeper Paul und traf zum Endstand (89.). Kurz zuvor verpasste Kießling mit einem Kopfball im Wembley-Style an die Lattenunterkante das Ehrentor. Es passte insgesamt ins Bild eines verkorksten Pokal-Nachmittags der Gastgeber.

Aufrufe: 021.11.2022, 17:00 Uhr
André HofmannAutor