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Ligabericht

Bittere Pille für Ettmannsdorf: Keeper Hesl fehlt wochenlang

Der Ex-Profi zog sich im Spiel gegen Roding einen Jochbeinbruch zu

von Florian Würthele · 18.03.2025, 10:00 Uhr · 0 Leser
Wolfgang Hesl muss eine Zwangspause einlegen.
Wolfgang Hesl muss eine Zwangspause einlegen. – Foto: Redaktion Schwandorf

Das ist ein Rückschlag für den SV Schwandorf-Ettmannsdorf im Aufstiegsrennen der Landesliga Mitte: Stammkeeper Wolfgang Hesl zog sich im vergangenen Auswärtsspiel gegen den TB 03 Roding (2:0-Sieg) eine schwerere Gesichtsverletzung zu, wird der Albert-Truppe wochenlang fehlen. Jochbeinbruch, lautet die Diagnose. Die Verantwortlichen des Rangzweiten tüfteln bereits an einer Lösung für die restliche Spielzeit.

„Beim Versuch den Ball abzuwehren, prallte er im Nachsetzen mit einem Mitspieler zusammen. Jetzt müssen wir erstmal ohne Wolle auskommen“, seufzt sein Trainer Mario Albert, der Hesls Ausfalldauer auf „sechs bis acht Wochen“ beziffert. Heißt, wenn überhaupt wird der 39-jährige Torwartroutinier erst ganz zum Schluss der Saison wieder eingreifen können – oder zu möglichen Relegationsspielen. Noch auf dem Feld wurde Hesl notärztlich versorgt, blieb dann für einen Tag im Regensburger Uni-Klinikum. Bereits am heutigen Dienstag steht eine Operation an. „Er bekommt eine Metallplatte eingesetzt, damit die Knochen wieder zusammenwachsen. Das Wichtigste ist, dass das Auge nicht betroffen ist“, sagt Albert und unterstreicht: „Ihm geht es gut.“

In Roding musste Wolfgang Hesl bereits nach einer halben Stunde ausgewechselt werden. Oleksandr Diadyk ersetzte ihn, machte einen guten Job, blieb ohne Gegentor. Nichtsdestotrotz mussten die Schwandorfer den ersten Sieg nach der Winterpause letztlich teuer bezahlen. Für die Restsaison sei man bereits an einer (personellen) Lösung dran, sagt Albert, ohne ins Detail zu gehen. „Das ist noch nicht spruchreif. Mal abwarten, wie die Geschichte ausgeht.“ Zeitnah möchte der designierte Sportliche Leiter des SVSE die Torhüter-Lösung präsentieren.

2021 wechselte der langjährige Ex-Profi (u.a. Hamburger SV und Greuther Fürth), der mittlerweile in Hahnbach wohnt, vom TSV Stulln nach Ettmannnsdorf in die Landesliga Mitte. Seither verpasste Hesl fürs Team von Mario Albert kaum ein Spiel, absolvierte bereits 120 Landesligamatches im blauweißen Trikot. „Es ist vorbildlich, wie er sich in den Amateursport einbringt. In jeder Hinsicht hat er eine absolute Vorbildfunktion. Für uns ist er mit seinen 39 Jahren immer noch ein sensationeller Rückhalt“, lobt sein Trainer. Kommenden Samstag strebt der SV Schwandorf-Ettmannsdorf im Heimspiel gegen Kareth-Lappersdorf den nächsten Sieg an – auch ohne seinen Routinier zwischen den Pfosten.