
SG Arzfeld – FV Hunsrückhöhe Morbach (Samstag, 16 Uhr, Arzfeld, Kunstrasenplatz)
Ausgangslage: Für die SG Arzfeld startet die Mission Klassenverbleib mit einer Partie gegen ein Topteam der Liga. Auch, wenn die Isleker den Testspielergebnissen keinen zu großen Stellenwert beimessen möchten, stehen unterm Strich mehrere Niederlagen gegen klassentiefere Teams (unter anderem 1:3 gegen den FSV Salmrohr, 0:2 gegen den SV Tawern und damit einen weiteren Bezirksligisten). Die große Frage ist, wie die Vereinigten aus Arzfeld, Daleiden, Dasburg und Dahnen den Abgang von Stürmer Johnny Bisschops (zurück nach Luxemburg) tatsächlich gleichwertig ersetzt bekommen. Dennoch blickt die SG positiv auf die erste Partie nach der Winterpause. „Mit Joschka Trenz, Musa Bah, Tom Biewald und Florian Arens haben wir endlich wieder einige Spieler zur Verfügung, die in der Hinrunde wegen unterschiedlichen Verletzungen nur wenig oder gar keine Spielzeit sammeln konnten. Mit Morbach erwarten wir eine spielerische Topmannschaft mit einigen guten Einzelspielern. Wir werden versuchen, unsere Heimstärke auszuspielen und wissen, dass jetzt nur noch Punkte zählen“, meint Florian Moos, Keeper und Trainer der Arzfelder.
Die Gäste aus dem Hunsrück möchten in der Restrückrunde keinen Platz mehr in der Tabelle abgeben, um am Ende im oberen Tabellendrittel zu landen. In der Westeifel erwartet der Trainer der Fußballvereinigung aus Morbach und Monzelfeld, Philipp Frank, einen heimstarken Gegner: „Arzfeld hat gerade zu Hause gezeigt, dass es für jeden Gegner sehr unbequem sein kann. Das wird keine leichte Aufgabe. Dennoch habe ich den Eindruck, dass meine Jungs jetzt einfach wieder Lust haben, um Punkte zu kämpfen. Entsprechend mutig und offensiv werden wir die Partie auch angehen.“ Der letzte Test am Mittwoch daheim gegen die klassentiefere SG Ruwertal musste unterdessen Mitte der zweiten Hälfte beim Stand von 4:0 wegen starken Schneefalls abgebrochen werden.
Personal: Jonas Kockelmann (Knieprobleme) wird Arzfeld noch länger fehlen. Fraglich ist der Einsatz seines Bruders Niklas, der aktuell mit muskulären Problemen kämpft. Maximilian Schemer wird bei der FV Hunsrückhöhe wegen erneuten Rückenproblemen ausfallen. Hinter dem Einsatz von Yannick Böhnke steht aus beruflichen Gründen noch ein Fragezeichen.
SpVgg Eintracht Glas-Chemie Wirges – SG Schneifel (Samstag, 17.30 Uhr, Kunstrasenplatz an der Theodor-Heuss-Schule, Wirges)
Ausgangslage: Die Vereinigten aus Stadtkyll, Auw, Ormont, Hallschlag, Esch und Feusdorf haben als Tabellendritter überwintert und müssen nun im Westerwald bestehen. Der Aufsteiger rangiert auf einem guten achten Platz und ärgerte die Schneifeler beim 1:1 im Hinspiel. Unter der Woche erschwerten zehn Zentimeter Neuschnee den Trainingsbetrieb. „Wir wollen nicht jammern. Die vergangenen Wochen liefen ziemlich gut. Aufgrund einiger Rückkehrer und den beiden Neuzugängen haben wir fünf Spieler mehr zur Verfügung. Das hilft uns sehr weiter und macht uns stärker“, betont Trainer Stephan Simon. Wirges hat er „als junge und aktive Mannschaft in Erinnerung, die uns kompakt über den ganzen Platz gejagt hat. Daher wollen wir spielerische Lösungen finden, die uns Freiräume verschaffen“. Die Spielvereinigung sorgte zuletzt mit Testspielerfolgen gegen die beiden Oberligisten TuS Koblenz (3:1) und Cosmos Koblenz (2:1) für Aufsehen.
Personal: Die Sportgemeinschaft muss auf Daniel Zunk (Bänderverletzung am Sprunggelenk im finalen Test beim 4:3-Erfolg gegen Mittelrhein-Landesligist TuS Chlodwig Zülpich zugezogen) verzichten. Fraglich ist der Einsatz von Yannik Moitzheim (Leistenzerrung).
Ahrweiler BC – FC Bitburg (Sonntag, 14.30 Uhr, Apollinarisstadion Bad Neuenahr-Ahrweiler, Rasenplatz)
Ausgangslage: Auf den FC Bitburg wartet gleich im ersten Spiel nach der Winterpause das vielleicht schwierigste Auswärtsspiel beim aktuellen Tabellenführer Ahrweiler BC. Der ABC musste den Trainerabgang von Mike Wunderlich (ging zum West-Regionalligisten Wuppertaler SV) zu Jahresbeginn verkraften. „Aus meiner Sicht ist es fast schon entscheidender, ob Spielertrainer Markus Pazurek auf dem Platz mitwirken kann, nachdem er sich vor ein paar Monaten einen Wadenbeinbruch zugezogen hat. Der Trainerwechsel an sich ist ja relativ ruhig über die Bühne gegangen, daher glaube ich nicht, dass sich das allzu sehr auswirkt“, sagt Bitburgs Coach Fabian Ewertz. In den jüngsten Vorbereitungsspielen wirkte sein Drittliga-erfahrener Trainerkollege schon wieder regelmäßig auf dem Platz mit.
Situativ sollen die Bitburger nach Vorstellung von Ewertz „auch mal hoch anlaufen und im eigenen Ballbesitz ordentlich nach vorne spielen. Ahrweiler wird aber mehr den Ball haben, da wird es wichtig sein, gegen den Ball gut zu verteidigen“.
Personal: Mit Kevin Fuchs, David Hoor, Pascal Müller und Simon Floß melden sich gleich mehrere Akteure wieder voll einsatzfähig zurück, nachdem sie in der Hinrunde noch gar keine oder nur wenig Spielzeit aufgrund unterschiedlicher Verletzungen sammeln konnten.
SV Rot-Weiss Wittlich – SG Hochwald (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz am Bürgerwehr, Wittlich)
Ausgangslage: Neben Spitzenreiter Ahrweiler tauschte auch der Zweitplatzierte aus Wittlich in der Winterpause den Trainer. Vor allem aufgrund der Statistiken ist ein Heimsieg im ersten Pflichtspiel unter der Leitung von Neutrainer Yusuf Emre Kasal Pflicht. Schließlich empfängt das beste Heimteam der Liga die bislang schwächste Auswärtsmannschaft. „In der Vorbereitung war spürbar, dass der Hunger auf das Saisonziel Aufstieg groß ist“, stellt der zuvor bei Oberligist Cosmos Koblenz tätige Kasal fest. Seinen Trainerkollegen Fabian Mohsmann kenne er noch aus der vergangenen Saison und schätze ihn sehr. „Sie haben zum Ende der Hinrunde gezeigt, dass sie sich stabilisiert haben und es jeder Mannschaft in der Liga schwermachen können. Daher geht es auch für uns nach dieser langen Winterpause erst einmal darum, wieder in den Spielrhythmus zu finden“, sagt der neue Trainer der Rot-Weißen.
Während Wittlich um den Sprung in die Oberliga spielt, kämpfen die Gäste aus dem Hochwald weiterhin um jeden Punkt im Kampf um den Klassenverbleib. „Wir sind in einer Situation, in der es keine Bonusspiele mehr gibt, in denen man ruhig mal verlieren kann. Wir fahren als krasser Außenseiter nach Wittlich, jeder rechnet mit einem souveränen Sieg von Rot-Weiss. Dennoch weiß man auch nie, wo genau man nach so einer Vorbereitung steht. Das ist die einzige Chance, die wir haben und auch nutzen möchten“, meint Fabian Mohsmann.
Personal: Julian Schmitz und Alexander Shehada könnten nach auskurierten Verletzungen zumindest wieder eine Option für einen Kurzeinsatz sein. Neuzugang Jason Thayaparan wird aufgrund einer schweren Patellasehnenverletzung erst in der neuen Saison wieder zur Verfügung stehen. Auch Max Düpre fällt noch länger aus.
Bei den Hochwäldern ist die personelle Situation prekär. Neben einigen Langzeitverletzten muss Mohsmann auch auf Jan Niklas Koltes (Aufbautraining), Patrick Dres (krank) und Dylan Diop (Oberschenkelprobleme) verzichten. Hinter dem Einsatz von Elias Stelker (Schienbeinverletzung) steht noch ein Fragezeichen. Bitter: Spieler-Co-Trainer Julian Bidon zog sich kürzlich einen Sehnenriss im Knie zu und wird ebenfalls den Rest der Saison ausfallen.
TuS Kirchberg – SV Eintracht- Trier 05 II (Sonntag, 15.30 Uhr, Kunstrasenplatz am Wasserturm, Kirchberg)
Ausgangslage: Die U23 der Trierer Eintracht möchte mit einem Auswärtssieg im Hunsrück zumindest den sechsten Tabellenplatz verteidigen. Im Hinspiel reichte es nur zu einem 2:2. Aufseiten der Gäste wiegt der Ausfall von Torjäger Morlaye schwer, da er bislang in 18 Spielen 18 Treffer erzielte und damit hinter Ahrweilers Almir Porca (24) zweitbester Liga-Torschütze ist. SVE-II-Trainer Holger Lemke weiß: „Im Hinspiel haben wir uns schwergetan. Kirchberg hat spielerisch eine sehr gute Mannschaft, doch wir wollen dagegenhalten. Unsere Vorbereitung war aufgrund einiger fehlender Spieler und ergebnistechnisch holprig. Unser Auftritt beim 6:3 gegen Saarlandligist SV Rot-Weiß Hasborn vorigen Samstag macht uns aber Mut.“
Personal: Die Trierer müssen auf Illia Kushnarenko (Bänderverletzung), Soumah Alkaly Morlaye (pausiert seit gut zwei Wochen aufgrund von Schmerzen am Zehennagel) und den Langzeitverletzten Malte Apel (Kreuzbandriss) verzichten.