2026-03-09T15:40:23.061Z

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„Bitter, in der Nachspielzeit den Ausgleich zu bekommen“

Lupo Martini verpasst im Abstiegskampf einen seltenen Erfolg – Bersenbrück bleibt im Aufstiegsrennen

von red · Heute, 10:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Reinhard Rehkamp

Lupo Martini Wolfsburg hat im Abstiegskampf der Oberliga Niedersachsen einen überraschenden Heimsieg knapp verpasst. Beim 2:2 gegen den Tabellendritten TuS Bersenbrück führte der Tabellen-15. lange mit zwei Toren, musste nach einer Gelb-Roten Karte jedoch mehr als eine Halbzeit in Unterzahl spielen – und kassierte in der Nachspielzeit den Ausgleich.

Mustapha trifft doppelt für Wolfsburg

Die Rollen vor der Partie waren klar verteilt: Lupo Martini Wolfsburg ging mit nur sechs Punkten aus 17 Spielen als Tabellen-15. in das Duell, während TuS Bersenbrück mit 32 Punkten als Tabellendritter im Aufstiegsrennen lag.

Auf dem Wolfsburger Kunstrasen begann die Begegnung dennoch überraschend zugunsten der Gastgeber. Wolfsburg agierte kompakt und setzte auf schnelle Umschaltmomente. „Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen. Haben die Räume eng gemacht und sind mit schnellem Umschaltspiel nach vorne gekommen“, erklärte Teammanager Tahar Gritli nach der Partie.

Die Führung fiel in der 17. Minute: Nach einem langen Ball in die Schnittstelle der Bersenbrücker Defensive blieb Hassan Mustapha vor dem Tor ruhig und traf zum 1:0.

Kurz später erhöhte der Angreifer erneut. Mustapha zog aus rund 16 Metern ab und traf flach zum 2:0 (21.). „Keine fünf Minuten später das 2:0 – Doppelpack Hassan Mustapha“, so Gritli.

Wolfsburg hätte die Führung sogar ausbauen können: „Wir hätten auf 3:0 erhöhen können, aber der Schuss von Samuel Owusu wurde vom Bersenbrücker Keeper an die Latte gelenkt.“

Platzverweis verändert das Spiel

Kurz vor der Pause geriet die Partie jedoch aus Wolfsburger Sicht aus dem Gleichgewicht. Owusu sah wegen Unsportlichkeit die Gelb-Rote Karte (41.). „Leider schwächen wir uns durch eine Gelb-Rote Karte selber“, sagte Gritli.

Bis zur Pause hielt die Defensive jedoch stand. Vor allem bei Standards und langen Einwürfen blieb Bersenbrück gefährlich. „Bersenbrück war bis dato brutal gefährlich durch ihre Standards und langen Einwürfe“, erklärte der Teammanager. Kapitän Valeri Schlothauer rettete zweimal auf der Linie.

Mit einer 2:0-Führung ging Wolfsburg dennoch in die Halbzeit.

Druckphase der Gäste

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Bersenbrück den Druck. Der Anschlusstreffer fiel in der 69. Minute: Nach einem langen Einwurf und einer Kopfballverlängerung traf Schmidt per Kopf zum 2:1.

Wolfsburg zog sich zunehmend zurück und verteidigte mit großem Einsatz. „Wir haben mit Mann und Maus verteidigt. Haben die Zweikämpfe angenommen und einige Akzente nach vorne erspielen können“, sagte Gritli.

Ausgleich in letzter Minute

Als sich Wolfsburg bereits auf einen überraschenden Sieg einstellen konnte, schlugen die Gäste doch noch zu. In der Nachspielzeit kam Eickschläger nach einer Flanke frei zum Kopfball und traf zum 2:2-Endstand (90.).

„Bitter, dann in der Nachspielzeit den Ausgleich zu bekommen“, sagte Gritli nach der Partie, stellte sich jedoch demonstrativ vor seine Mannschaft: „Kein Vorwurf an die Mannschaft, die bis zur letzten Minute gekämpft hat.“

Punkt mit unterschiedlicher Bedeutung

Für TuS Bersenbrück bedeutet das Remis einen kleinen Dämpfer im Aufstiegsrennen. Die Mannschaft fällt mit nun 33 Punkten aus 19 Spielen auf Rang vier zurück.

Lupo Martini Wolfsburg bleibt trotz des Punktgewinns Tabellen-15., hat nun aber sieben Punkte auf dem Konto. Gritli ordnete das Ergebnis vor allem im Kontext der Unterzahl ein: „Wenn man mit zehn Mann über 50 Minuten verteidigt, lassen die Kräfte irgendwann nach.“

Für Wolfsburg richtet sich der Blick bereits auf die nächste Aufgabe. „Jetzt heißt es regenerieren, Kräfte sammeln und sich auf das nächste Spiel in Verden vorbereiten“, sagte der Teammanager.