Michael Döschl muss seine Schuhe an den berühmten Nagel hängen
Michael Döschl muss seine Schuhe an den berühmten Nagel hängen – Foto: Mallinckrodt

Bitter für Plattling: Döschl muss aufhören

Das als Hoffnungsträger gekommene Urgestein kann verletzungsbedingt nicht mehr kicken

"Das ist ein herber Schlag für uns", seufzt Plattlings Fußballboss Karl Prebeck, dem gestern übermittelt wurde, dass Michael Döschl seine Fußballschuhe an den Nagel hängen muss. Das 33-jährige SpVgg-Urgestein kehrte im Sommer nach einem kurzen Intermezzo als spielender Co-Trainer beim SV Schwarzach zu seinen Herzensverein zurück und sollte beim Traditionsverein auf und neben dem Rasen eine tragende Rolle spielen. Daraus wird aber nichts, denn der Defensiv-Allrounder kann aufgrund hartnäckiger Verletzungsprobleme dem runden Leder nicht mehr hinterherlaufen.

"Michael hat von einem früheren Syndesmosebandriss Verknorpelungen an der Narbe und zudem mittlerweile eine chronische Achillessehnenentzündung. Er war jetzt bei mehreren Spezialärzten, aber es hilft leider alles nichts mehr. Die Gesundheit geht vor und deshalb macht es keinen Sinn mehr für ihn, weiter Fußball zu spielen", informiert Prebeck, der große Stücke auf Döschl hält: "In den Testspielen hat er richtig stark gespielt und vor allem Verantwortung übernommen. In unseren Planungen hat er eine ganz wichtige Rolle gespielt und dementsprechend trifft uns das jetzt sehr."


Da auch der von der SpVgg Osterhofen gekommene Routinier Tobias Eckl, der sich im August nochmal einen arthroskopischen Eingriff im Knie unterziehen musste, erst im Aufbau befindet, fehlen den Isarstädtern etwas die Führungskräfte. "Tobi hat die letzten drei Wochen fast das komplette Trainingsprogramm mitmachen können, aber seit seinem Kreuzbandriss im Sommer 2021 kein Spiel mehr gemacht. Wir hoffen, dass wir ihn jetzt im Herbst wieder Schritt für Schritt heranführen können. Mit seiner Erfahrung und Präsenz wäre er für unsere relativ junge Truppe Gold wert", weiß Prebeck, der die Zwischenbilanz der Mannen von Mehmet Filiz und Mark Sipos wie folgt einordnet: "So richtig sind wir in der Liga noch nicht angekommen, auch wenn es punktemäßig im Großen und Ganzen passt. Uns wird in keinem Spiel etwas geschenkt, das mussten wir schon leidvoll erfahren. Es geht in dieser Klasse nur über den Kampf, den müssen wir annehmen. Beim 3:2-Sieg am Sonntag bei der DJK Straubing haben wir das getan, in den Wochen zuvor nicht immer. Wenn wir vorne mitspielen wollen, sind in dieser ausgeglichenen Liga in erster Linie die Grundtugenden gefragt."



Aufrufe: 021.9.2022, 11:00 Uhr
Thomas SeidlAutor