
Im Duell zweier Tabellennachbarn trennten sich die U23 des SC Spelle-Venhaus II und die SG Freren am Sonntag mit 2:2. In einer Partie, die Phasen unterschiedlicher Dominanz bot, zeigte Freren Moral, verpasste aber den möglichen Auswärtssieg, da Spelle spät zum nach Ausgleich traf.
„Das Fazit fällt etwas gemischt aus“, erklärte Frerens Trainer Florian Hoff nach Abpfiff. „Wir sind zunächst mit 0:1 in Rückstand geraten, haben dann aber eine gute Reaktion gezeigt und das Spiel zwischenzeitlich auf 2:1 gedreht. Umso ärgerlicher ist es, dass wir den Ausgleich noch hinnehmen mussten.“
Tatsächlich bewies die SG nach dem frühen Rückschlag Charakter. Sie stabilisierte sich, arbeitete sich zurück in die Begegnung und drehte das Ergebnis. Doch die Führung hielt nicht bis zum Ende – Spelle II glich in der 86. Minute aus und sicherte sich vor eigenem Publikum einen Zähler – Timo Stapper erzielte dabei beide Tore für die Hausherren.
Hoff sah in der Leistung seiner Mannschaft durchaus Positives. „Insgesamt haben wir defensiv ordentlich gearbeitet und wenig zugelassen. Gleichzeitig hatten wir unsere Chancen, um das Spiel für uns zu entscheiden.“
Gerade vor dem Hintergrund des 24. Spieltags, an dem Freren beim 0:4 gegen Vorwärts Nordhorn II deutlich unterlegen war, zeigte sich in Spelle eine andere Körpersprache. Die Mannschaft präsentierte sich strukturierter und kompakter, ließ im Vergleich zur Vorwoche deutlich weniger zu.
„Dass wir uns dafür am Ende nicht mit drei Punkten belohnt haben, ist natürlich schade“, so Hoff weiter. „Dennoch nehmen wir die positiven Ansätze mit und wollen darauf in den kommenden Spielen aufbauen.“
Die Punkteteilung spiegelt die enge Konstellation im Tabellenmittelfeld wider. Zwischen Rang sechs und acht liegen nur zwei Zähler. Während an der Spitze Union Lohne (55 Punkte) und Altenlingen (50) den Ton angeben, liefern sich dahinter mehrere Teams ein enges Rennen um die Plätze im oberen Drittel.
Der Tenor aus Frerener Sicht bleibt trotz des verpassten Sieges konstruktiv. Die Reaktion auf den Rückstand, die defensive Stabilität und die erarbeiteten Torchancen liefern Argumente für Zuversicht.
Oder, wie es Hoff formulierte: ein gemischtes Fazit – mit klar erkennbaren Ansätzen, auf denen sich aufbauen lässt.