2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligavorschau

Bitburgs Trainer warnt vor bösem Erwachen

Fußball-Rheinlandliga: Bierstädter wollen Abstiegssorgen im Keim ersticken – RW Wittlich vor kniffliger Aufgabe – Arzfeld im Kellerduell unter Druck.

von Vinzenz Anton / Alexander Krist · Gestern, 16:11 Uhr · 0 Leser
Fabian Fisch (links im Bild) und seine Bitburger sind nach dem 0:4 in Laubach gegen Kirchberg gefordert, um mit einer weiteren Niederlage nicht in Abstiegsnöte zu kommen.
Fabian Fisch (links im Bild) und seine Bitburger sind nach dem 0:4 in Laubach gegen Kirchberg gefordert, um mit einer weiteren Niederlage nicht in Abstiegsnöte zu kommen. – Foto: Alfred Mehles

SG Andernach – SV Rot-Weiss Wittlich (Samstag, 14 Uhr, Andernach, Kunstrasen)

Ausgangslage: Das Aufstiegsrennen spitzt sich weiter zu, und jeder Ausrutscher könnte bitter bestraft werden. Auf die Rot-Weißen wartet in der Bäckerjungenstadt eine traditionell unangenehme Aufgabe. „Ich kenne sie noch aus meiner Zeit bei Cosmos Koblenz und weiß, dass sie vor allem zu Hause sehr stark sind. Sie leben von Standards und sind körperlich eine sehr robuste Mannschaft“, sagt Yusuf Kasal, Coach der Wittlicher. Der Trainer weiß, dass die Saison nun in eine Phase geht, in der die Relevanz von Auswärts- und Heimspielen kaum mehr gegeben ist. „Wir müssen die Spiele so annehmen, dass wir den Platz am Ende als Sieger verlassen“, fordert Kasal.

Personal: Im Vergleich zur Vorwoche kehren mit Christopher Bibaku (zuletzt privat verhindert) und Daniel Littau (war erkrankt) zwei Spieler in den Kader zurück.

SG Schneifel – SG Hochwald (Samstag, 18 Uhr, Stadtkyll, Rasenplatz)

Ausgangslage: Die Freude bei den Verantwortlichen der SG Schneifel, endlich wieder auf Naturrasen auflaufen zu dürfen, ist groß. Fußballerisch erwartet Stephan Simon, Trainer der Sportgemeinschaft ein unterhaltsames Match. „Der Tabellenplatz der SG Hochwald interessiert mich nicht, da sie sehr gute und talentierte Fußballer in ihren Reihen haben. Zudem erwarte ich beide Teams mit einer offensiven Ausrichtung. Ich gehe also nicht davon aus, dass eine der Mannschaft mauern wird, was für ein Spektakel sorgen könnte“, meint Simon vor dem Vergleich mit dem Tabellenelften.

Die Gäste reisen nach dem ersten Auswärtssieg der Saison (4:1 in Linz) mit frischem Selbstvertrauen an die obere Kyll. „Wir wären fehl am Platz, wenn wir uns dort nichts ausrechnen würden. Bonusspiele gibt es keine mehr für uns. Daher werden wir uns auch nicht hinten reinstellen. Es geht darum, dass wir bereit sind, von der ersten Minute an auch zu leiden, dann sind wir dort nicht chancenlos“, sagt Fabian Mohsmann, Coach der Hochwälder. Gleichzeitig zollt er dem kommenden Gegner Respekt und spricht davon, dass die Schneifeler aus dem verhältnismäßig kleinen Kader das Optimum herausholen und mit „Jan Pidde und Simon Reetz zwei Unterschiedsspieler haben, die man nicht über die gesamte Spielzeit ausschalten kann“.

Personal: Bei der SG Schneifel kehrt Marlon Stolz nach auskurierter Krankheit in den Kader zurück. Bei Udo Backes steht eine genaue Diagnose nach Problemen am Syndesmoseband noch aus. Sein Einsatz hängt vom Ergebnis einer bis Redaktionsschluss noch ausstehenden MRT-Untersuchung ab.

Robin Mertinitz könnte nach überstandener Zerrung wieder in den Kader der Hochwälder rücken. Auch bei Elias Stelker ist Mohsmann nach einer auskurierten Schienbeinverletzung optimistisch, dass es für einen Kaderplatz reichen wird.

FV Rübenach – SG Arzfeld (Sonntag, 15 Uhr, Rübenach-Koblenz, Kunstrasen)

Ausgangslage: Auch, wenn nach der Partie gegen Rübenach noch elf Spiele zu absolvieren sind, besitzt die Begegnung bereits einen vorentscheidenden Charakter im Kampf um den Klassenverbleib. Bei einer Niederlage würde das rettende Ufer für die Isleker wohl in noch weitere Ferne rücken. „Wir sind uns der Bedeutung dieser Partie bewusst. Ich sehe uns auf Augenhöhe mit Rübenach. In der Vorbereitung auf das Spiel ging es aber auch darum, den Spaß und die Lockerheit zurückzubekommen. Wenn uns das gelingt, dann werden wir auch wieder ein gutes Spiel zeigen. Man hat zuletzt gemerkt, dass uns das einfach gefehlt hat“, sagt Florian Moos, Spielertrainer der Vereinigten aus Arzfeld, Daleiden, Dasburg und Dahnen.

Personal: Musa Bah kehrt nach seiner Sperre zurück in den Kader. Fraglich ist zudem der Einsatz von Tom Biewald, der an einer Fußverletzung laboriert.

FV Hunsrückhöhe Morbach – SV Laubach (Sonntag, 15 Uhr, Morbach, Kunstrasen im Sportzentrum)

Ausgangslage: „Es muss das Ziel sein, nun das erste Heimspiel in diesem Jahr zu gewinnen“, fordert Pascal Meschak, Coach der Hunsrücker. Nach den unruhigen Wochen samt Trainerwechsel, gepaart mit durchaus schwierigen Spielen zuletzt (0:0 gegen Ahrweiler und 3:5 gegen Mülheim-Kärlich), möchten die Morbacher nun den ersten Dreier im Jahr 2026 einfahren, um den sechsten Platz zu festigen. Gerade weil der kommende Gegner aus Laubach um den Klassenverbleib kämpft und mit sieben Punkten aus drei Spielen sehr gut aus der Winterpause gekommen ist, warnt der neue Trainer: „Laubach spielt zwar gegen den Abstieg, sie kommen aber mit viel Selbstvertrauen nach den vergangenen Wochen zu uns. Daher werden wir sie auch nicht unterschätzen. Sie zeichnen sich vor allem durch eine gute Offensivreihe und eine kompakte Defensivarbeit aus“, so Meschak.

Personal: Yannick Böhnke (zuletzt beruflich verhindert) wird in den Kader der FV Hunsrückhöhe zurückkehren. Hinter dem Einsatz von Marcel Schultheis (Probleme am Sprunggelenk) steht dagegen noch ein Fragzeichen.

FC Bitburg – TuS Kirchberg (Sonntag, 15 Uhr, Bitburg, Kunstrasenplatz Stadion Ost)

Ausgangslage: Im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TuS Kirchberg möchten es die Bierstädter nach dem jüngsten 0:4 beim SV Laubach wieder besser machen. „Das Pokalspiel gegen Rot-Weiss Koblenz (2:0 nach Verlängerung) hat schon Körner gekostet, das hat man gegen Laubach gemerkt. Wir befinden uns aber nicht in der Lage, dass wir nur noch den Fokus auf den Pokal legen können. Gerade gegen Kirchberg, das vor allem zu Hause ihre Punkte holt, sollten wir schauen, dass wir gegen einen direkten Konkurrenten gewinnen“, meint Fabian Ewertz, Trainer der Bierstädter. Zudem erwarten die Bitburger einen Gegner, der über seine Lauf- und Kampfstärke ins Spiel finden will. Hier appelliert Ewertz an sein Team, dass es „ein böses Erwachen geben kann“, wenn man nur einen Schritt weniger geht.

Personal: Simon Floß wird dem FCB aufgrund einer Rotsperre fehlen. Zudem fehlt mit Joshua Bierbrauer (beruflich verhindert) auch der zweite Unterschiedsspieler in der Offensive. Kevin Fuchs kehrt nach einer Zerrung in den Kader zurück. Auch Fabian Hoor könnte nach auskurierter Krankheit wieder eine Option sein.

Eintracht Trier II – VfB Linz (Sonntag, 15.30 Uhr, Moselstadion-Kunstrasen)

Ausgangslage: Im Hinspiel agierte Linz sehr offensiv und attackierte früh. Die sich bietenden Räume nutzte die Trierer Zweitvertretung effektiv und feierte einen imposanten 8:2-Auswärtssieg. Die Schützlinge von Trainer Holger Lemke möchten nach der Winterpause weiterhin ungeschlagen bleiben und auf dem jüngsten 4:0-Erfolg gegen Immendorf aufbauen. Trier II, das als Fünfter in die Partie gegen den Zwölften geht, ist klarer Favorit. Die von Thomas Schuster trainierten Gäste befinden sich in einem Abwärtsstrudel. Nach dem bitteren 1:4 gegen die SG Hochwald droht ihnen die vierte Pleite im neuen Jahr und akute Abstiegsgefahr. SVE-U23-Trainer Holger Lemke konstatiert: „Linz ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die gute Kicker in den eigenen Reihen hat. Wie im Hinspiel wollen wir Lücken kreieren und mit unseren schnellen Spielern Konter fahren. Unser kommender Gegner ist auf jeden Fall besser als seine aktuelle Platzierung.“

Personal: Ob und wie viel Schützenhilfe aus der ersten Mannschaft zu erwarten ist, wird sich erneut erst kurzfristig entscheiden. Veränderungen sind nicht zu vermelden.