
Mit vielen jungen, frischen Kräften aus der näheren Umgebung plant der FC Bitburg bereits jetzt für die neue Saison. In dieses Beuteschema passt auch Lucas Herres. Der 22-jährige Angreifer, aktuell noch in Diensten des B13-Ligisten SG SK Seinsfeld, hat nach Angaben von FC-Geschäftsführer Arthur Schütz seine Zusage ab Sommer gegeben. Seit Mitte 2021 war Herres 102-mal für Seinsfeld/Oberkail erfolgreich – zunächst in der C-, später vor allem in der B-Klasse. Selbst will er sich allerdings noch nicht zu seiner weiteren Zukunft äußern.
„Man sieht an Felix Sterges und Philippe Kusch, dass junge Spieler einschlagen können, wenn man auf sie setzt. Mit Fabian Ewertz haben wir den richtigen Trainer, der auf Talente baut. Das zahlen sie uns zurück, und das erhoffen wir uns jetzt auch von Lucas“, sagt Schütz. Herres charakterisiert er als „sehr schnell und eiskalt vor dem Tor. Alleine in der vergangenen Saison hat er 45 Treffer erzielt. Ich traue ihm auf jeden Fall zu, dass er es auch in der Rheinlandliga hinkriegt – auch wenn es wahrscheinlich keine 40 oder mehr Tore werden“.
Zuvor hatte bereits der in Abwehr und Mittelfeld einsetzbare Julian Green (24, momentan noch beim A8-Ligisten SG Stahl/Mötsch) sein Kommen zugesagt. Mika Scholtes rückt aus der A-Jugend des Kooperationspartners JFV Bitburg auf. Schütz hofft zudem auf den Wechsel von JFV-Akteur Innenverteidiger Max Schu („Er macht das auch sehr gut“), der ebenfalls bereits am Training der ersten Mannschaft teilgenommen hat. Torwart Joshua Stewart kommt nach der Saison vom Bezirksligisten SV Lüxem. Kaild Fedilu Jafer (Ziel unbekannt) und Joel Schneemilch (zum Bezirksligisten SG Zewen, TV berichtete) haben die Bierstädter in der Winterpause verlassen. Aus dem aktuellen Kader fehlen dem Geschäftsführer noch einige wichtige Zusagen – besonders die von Spielführer Pascal Alff und dessen Stellvertreter Joshua Bierbrauer.
So geht es nach dem Schwandt-Abgang ab Sommer bei der SG Badem weiter
Beim früheren Rheinlandligisten und Bitburger Nachbarn SG Badem/Kyllburg gibt es zur Winterpause zwei Abgänge: Pascal Espinosa (33, Pause) und Simon Eckers (26, Laufbahnende) haben den A8-Ligisten verlassen. Trainer Michael Mayer-Nosbüsch bedauert diese Ausfälle: „Die beiden hätten wir gerne weiter im Kader gehabt, aber ihre Entscheidung ist zu respektieren.“ Pierre Valerius (35) wird kürzertreten: Er ist als Co-Trainer beim FC Bitburg eingestiegen (TV berichtete) und wird nach der Saison seine aktive Laufbahn beenden. Im Sommer wird zudem Mike Schwandt aus privaten Gründen nicht mehr Teil des Trainerduos sein. „Es ist sehr schade, dass er aufhört. Ich schätze ihn als Trainerkollegen sehr. Die Zusammenarbeit war immer sehr gut, einfach und unkompliziert“, berichtet Mayer-Nosbüsch. Ab Sommer wird er die aktuell auf Platz zehn notierte Mannschaft nun alleinverantwortlich coachen.
Zwei Neue für den Überraschungsdritten aus dem Grenzland
A8-Liga-Aufsteiger SG Grenzland Winterspelt hat sich mit zwei Spielern verstärkt. Der Überraschungsdritte verpflichtete Gerrit Verkoyen vom Bezirksligisten SV Schleid sowie Kevin Yakpo vom Ligakonkurrenten SG Ringhuscheid. Als Nachfolger von Manuel Schröder fungiert künftig Jan Hontheim als Torwarttrainer. Der 29-Jährige ist der ältere Bruder von Stammkeeper Marlon Hontheim. Spielertrainer Manuel Mombach berichtet, dass der Kontakt zum 19-jährigen Verkoyen über Abwehrchef Udo Hoffmann zustande kam: „Gerrit war mit seiner sportlichen Situation in Schleid unzufrieden, insbesondere mit der Spielzeit in der Bezirksligamannschaft. Nachdem er zweimal bei uns im Probetraining war und es ihm gut gefallen hatte, ist der Wechsel zustande gekommen. Er ist sehr ballsicher und technisch gut ausgebildet. Demnach ist auch eine Position im zentralen Mittelfeld denkbar“, so Mombach. Linksfuß Yakpo spielte bis vergangenen Sommer noch beim B-Ligisten SG Prümer Land-Wallersheim und wechselte dann zum Aufsteiger nach Ringhuscheid. „Kevin war dort nicht zufrieden. Er ist auf den offensiven wie defensiven Flügeln zu Hause und bringt mit seiner Dynamik frischen Wind ins Team“, sagt Mombach. Die Langzeitverletzten Dennis Kandels (nach auskuriertem Kreuzbandriss zuletzt noch mit muskulären Problemen im Oberschenkel) und Andreas Michels (nach Bänderriss) sind wieder fit. Tobias Thomas (Operation im März) und Stefan Poss (ebenfalls nach Leistenoperation, zudem beruflich stark eingebunden) fallen dagegen noch länger aus.
Zu seiner eigenen Zukunft bei den Vereinigten aus Winterspelt, Habscheid, Großkampenberg, Lützkampen und Üttfeld sagt Mombach: „Wir sind in guten Gesprächen, doch ich lege den Fokus aktuell noch nicht darauf, was über den Sommer hinaus sein wird. Wir konzentrieren uns erst einmal auf die beiden Kracherspiele zum Restart Anfang März gegen die SG Wallenborn und die SG Kylltal.“
Dieser Trainer soll die SG Baldenau zum Klassenverbleib führen
Einen Trainerwechsel gab es in der Kreisliga B14: Die SG Baldenau-Bischofsdhron und Max Feuerecker haben sich getrennt. Nachfolger des 27-Jährigen, der die Geschicke des aktuellen Ligaelften drei Spielzeiten leitete und jeweils zum Klassenverbleib führte, ist Ingo Erz. Der 54-Jährige ist ein Bischofsdhroner Urgestein. Ihm stehen Daniel Martini und Andreas Mettler als Co-Trainer zur Seite. Martini fungierte bislang als Coach der zweiten Mannschaft, die gemeinsam mit dem SV Gonzerath gebildet wird (Kreisliga C17), Mettler war früher lange Zeit Mitglied der ersten und zweiten Mannschaft der Hunsrücker. Beide 39-Jährigen sollen nach Bedarf auch noch spielen. Achim Welgen, langjähriges Vorstandsmitglied der Spielgemeinschaft aus Bischofsdhron, Hinzerath und Hundheim, begründet den Trainerwechsel: „Wir waren der Ansicht, dass der Mannschaft ein neuer Impuls guttun würde und wollen mit Ingo Erz einen Neuanfang für die Rückrunde sowie über den Sommer hinaus einleiten. Max hat über drei Jahre lang gute Arbeit geleistet.“ Feuerecker kann seine Enttäuschung über die Trennung nicht verhehlen: „Entgegen einer mündlichen Vereinbarung, bis zum Saisonende weitermachen zu dürfen, wurde mir in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass ich von meinen Aufgaben als Trainer entbunden werde. Es waren drei sehr lehrreiche Jahre. Immerhin ist es uns stets gelungen, den Klassenverbleib zu sichern.“ Der in Bernkastel-Kues lebende Coach kann sich ein neues Engagement ab Sommer durchaus vorstellen.
Sein Nachfolger Erz war bei der SG selbst auf dem Platz und im Vorstand aktiv, über 15 Jahre für die Alten Herren verantwortlich und beim Jugendförderverein (JFV) Hunsrückhöhe als Trainer tätig. Bis zum Herbst hatte der 54-Jährige die A-Junioren des SV Mehring über fünfeinhalb Jahre hinweg trainiert. Erz’ Sohn Lennard spielt unterdessen für den JFV Hunsrückhöhe in der A-Junioren-Rheinlandliga. Der neue Mann an der Außenlinie schätzt die Lage so ein: „Die Jungs sind sehr motiviert, die Trainingsbeteiligung ist gut und die Stimmung könnte kaum besser sein. Ich kenne die Mannschaft, die SG und bin guter Dinge, den Klassenverbleib schaffen zu können. Es steckt viel Qualität im Team.“ Nach einer langwierigen Muskelverletzung steht auch Lukas Grim – zugleich SG-Vorsitzender – wieder zur Verfügung.
Alter Bekannter übernimmt den SV Ulmen ab Sommer
Beim Tabellendritten der Kreisliga B8, dem SV Fortuna Ulmen, steht nun fest, wer Frank Sungen (hört im Sommer aus privaten Gründen auf, TV berichtete) beerbt: Manuel Back, ehemaliger Rheinlandliga-Akteur der SG Ellscheid und späterer Spieler der SG Laufeld sowie der SG Vulkaneifel steigt ab 1. Juli als Trainer ein: 2023, kurz bevor Sungen als Ulmener Coach vorgestellt wurde, hatte der SVU bereits Gespräche mit Back geführt. „Ich habe damals abgesagt, weil ich bei der SG Wallenborn Spielertrainer war“, sagt der mittlerweile 39-Jährige, der in Meerfeld lebt. Im Oktober wurde bei Back ein Knorpelschaden im Knie diagnostiziert, im April wird er operiert. „Im Normalfall spiele ich kein Fußball mehr“, sagt Back.