
In wenigen Tagen hat das Warten ein Ende. Dann ist die dreimonatige Winterpause vorbei und die Fans können wieder mit ihren Vereinen mitfiebern. Der letztjährige Tabellendritte, der FV Bischmisheim, will in der Rückrunde noch mal angreifen. „Ich hasse nichts mehr, als um die Goldene Ananas zu spielen“, meint Trainer Jannick Schliesing.
Nach dem Fehlstart – zwei Punkte aus den ersten vier Spielen -, verlor der SVG keines seiner letzten 17 Spiele, so dass Geislautern nun von ganz oben grüßt. Trainer Jan Hauser ist damit zufrieden. „Wir fanden nach dem kleinen Fehlstart schnell in die Spur, wir stehen zu Recht oben.“ Im Kader gibt es keine Veränderungen. „Warum auch“, so Hauser. „Wir glauben daran, dass wir es packen“, so der Erfolgstrainer, der mit seinem spielenden Trainer-Kollegen Lars Anton auch in der neuen Saison das Sagen beim SV Geislautern haben wird.
Viel mehr geht eigentlich nicht mehr für einen Aufsteiger. Die SG zeigt den etablierten Clubs der Verbandsliga ein uns andere Mal, wo der Hammer hängt. Gerade auf heimischem Geläuf lässt die SG nichts anbrennen. Acht Spiele, acht Siege, das spricht Bände. Wolfgang Klein, der Vorsitzende ist natürlich zufrieden: „Die Mannschaft macht es klasse. Wir haben Blut geleckt und wollen oben bleiben. Wir haben in der Rückrunde alle Teams, die mit uns vorne stehen, zu Hause. Wir sind gefestigt und glauben an unsere Chance.“
Will der FV Siersburg die vor ihm stehenden Mannschaften angreifen, dann muss zuerst die Anzahl der Gegentore minimiert werden. Denn von allen Teams aus dem ersten Drittel, hat die Kind-Truppe mit 32 Gegentoren die meisten Gegentreffer kassiert. Im Kader hat sich im Winter nichts verändert. Zur kommenden Saison kommt mit Janosch Scherer ein neuer Trainer, der dann zusammen mit Heiko Kind, der auch im Sportvorstand tätig ist, die Mannschaft trainieren wird. Scherer war den letzten Jahren erfolgreich in Friedrichweiler tätig. Siersburg will die kleine Chance, oben anzugreifen auf jeden Fall nutzen. „Wenn die anderen schwächeln, wollen wir da sein“, sagt Kind.
Trainingsstart „Auf der Höh“ war am 19. Januar. Mit den beiden Neuzugängen Zinedin Osmanagic und Felix Jubelius, die beide von der Zweiten des abstiegsgefährdeten Drittligisten 1. FC Saarbrücken in die Rehbock-Arena wechselten, wurde der Kader von Trainer Jannick Schliesing aufgepeppt. Der hat noch Ziele für die Rückrunde. „Angreifen und das Bestmögliche rausholen“, so die Zielsetzung des ehemaligen Profis, der noch bis 2027 bei den Rehböcken unter Vertrag steht. Abgänge im Kader gab es nicht. Der FVB will mit einer guten Vorbereitung nochmal ran an die Aufstiegsplätze. Es geht zum Anfang nach Geislautern, ehe man Friedrichweiler empfängt und nach Körprich reist.
Der SSC setzt weiter auf Bewährtes. Trainer Mischa Theobald wird seine Arbeit in der neuen Saison fortsetzen und will in der Rückrunde Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in den Verbandsligakader integrieren. Dennoch lässt sich der ehemalige Oberligaspieler vom 5. Platz nicht täuschen. „Von uns bis zum elften Platz sind es nur vier Punkte. Von daher heißt es, weiter punkten, damit der Abstand nach unten sich vergrößert.“ Kadertechnisch hat sich nichts verändert
Der FC wählte vor einigen Wochen einen neuen Vorstand. Neuer Vorsitzender ist Missad Bozkurt, der das Amt von Oruc Deper übernahm. In der Rückrunde will der FC Kandil „für jede Mannschaft ein unangenehmer Gegner sein“, wie Bozkurt sagt. Dass der Weg noch nach ganz vorne geht, hat man sich abgeschminkt. „Wir haben acht Unentschieden auf dem Zettel, darunter viele Remis gegen Teams aus dem unteren Drittel. Da müssen wir uns einfach verbessern, wollen wir noch ein paar Plätze klettern.“ Alles in allem, zeigte sich der neue Clubchef mit dem Aufstiegsjahr aber zufrieden.
Mit den bislang gezeigten Leistungen zeigt sich Spielertrainer Yannik Lauer, der auch in der kommenden Saison zusammen mit Philipp Weber das sportliche Sagen haben wird, zufrieden. Julian Flesch hingegen, der die letzten drei Jahre sehr erfolgreich als Spielertrainer agierte, wird den Club verlassen und zur SG Hochwald-Zerf wechseln. Die lange Pause überbrückte das Team mit der Teilnahme an Hallenturnieren. Im Kader hat sich nichts verändert, die SG hofft, dass Offensivkraft Maxi Jung, der sich von seinem Kreuzbandriss erholt hat, wieder fit wird.
Für die neue SG läuft es gut. Trainer Timo Mertinitz hat es in kurzer Zeit geschafft, den neuen Kader zu einer Einheit zu formen. „Das ging schneller, als ich erwartet habe. Allerdings sind die Spieler alle gewillt, das Beste rauszuholen“, so der Trainer, der in der neuen Saison ins zweite Glied rückt. „Familie und Beruf fordern einfach mehr Zeit.“ Doch Ersatz fand sich schnell. Faruk Kremic, derzeit bei der SG Lebach-Landsweiler und lange mit Mertinitz als Spieler in Losheim zusammen, wird an der Mosel übernehmen. Doch zuerst will Mertinitz mit seiner Mannschaft eine ordentliche Rückrunde abliefern. Das kann er mit bewährtem Kader tun, in dem sich nichts geändert hat.
Der FCR hat konnte in der Winterpause einige neue Spieler begrüßen, wie Teammanager Sven Pelzer vom FCR-Vorstand mitteilt. Jaime Allesandro Quirama de la Cruz, Tasuku Konisha, Hassan Matah und Leon Giotta sind neu im Kader. Ansonsten will der FC noch einige Plätze klettern. Die Vorbereitung läuft zufriedenstellend. In der neuen Runde wird Trainer Urnau aufhören. Der Vertrag mit Jerry Laloe wurde verlängert. „Wir wollen auf jeden Fall noch einen Mann dazuholeen, der Jerry unterstützt“, sagt Pelzer.
Die Vorrunde ist nicht so verlaufen, wie wir es uns vorgestellt haben.“ Patrick Heinz, der Trainer des Saarlandliga-Absteigers, spricht Klartext. In der Tat ist Platz zehn nicht das, was man sich in Mettlach erhoffte. „Dennoch haben wir die Saison noch nicht abgeschenkt. Wir wollen noch unter die ersten Fünf.“ Das scheint machbar, denn von Platz vier bis Rang zehn sind es nur vier Punkte. Heinz bleibt auch in der kommenden Saison Übungsleiter.
Auch in Reimsbach ist man mit dem Erreichten nicht zufrieden. Von daher haben sich Mannschaft und Trainer auf die Fahne geschrieben, dass es in der Rückrunde noch nach oben gehen soll, im Tableau. Personell hat sich nichts verändert im Kader. Auch für den Sommer wurden die Weichen schon gestellt. Trainer Portz macht weiter, geht in sein achtes Jahr. „Wir halten die Augen auf nach Verstärkungen. Doch bei einigen Spielern liegen finanzielle Wünsche und sportliches Können um Welten auseinander“, schiebt Portz bei solchen Gesprächen „einen Hals“.
In den letzten Jahren feierte der Verein aus dem Warndt einen Erfolg nach dem anderen. Vater des sportlichen Erfolges war neben anderen Trainer Janosch Scherer, der nun im siebten Jahr in Friedrichweiler arbeitet. Jetzt läuft es nicht ganz so gut und schon trennen sich die Wege nach der Runde. Eine Sache, die Scherer, der seinen Kader seit dem 18. Januar zur Vorbereitung bittet, bitter aufstößt. „Da ist einiges nicht so gelaufen, wie es hätte laufen können“, sagt der Trainer. Im Winter hat sich im Kader nichts verändert. Scherer wird allerdings im Sommer nicht ohne Job dastehen. Der FV Siersburg hat sich die Dienste von Scherer gesichert.
Seit dem 26. Januar bittet Trainer Sven Schwindling den Kader zum Training. „Wir brauchen jeden Mann, um unten rauszukommen“, sagt der Coach, der Ende der Runde als Trainer aufhört. „Es lässt sich mit dem Beruf nicht mehr vereinbaren“, sagt der Polizist, der vier Jahre lang den SVL zumeist ins obere Drittel führte. Potenzial, die Liga zu halten, ist sicher vorhanden. Auch da der Kader wieder auf einige Langzeitverletzte zurückgreifen kann. Paul Schulz, in der letzten Saison mit 21 Treffern bester Schütze, ist nach seiner Schulterverletzung wieder einsatzbereit. Auch Yannis Friedrich und Marvin Enzweiler melden sich nach Bänderverletzungen zurück. Für Losheim geht es in Friedrichweiler gegen ein Team los, dem das Wasser auch bis zum Hals steht.
Mit bereits 52 Gegentoren hat die Mannschaft von der Oberen Saar die schlechteste Abwehr. Mit ein Grund, warum das Abstiegsgespenst über der Johnen-Arena schwebt. Doch die Baustelle im Tor konnte geschlossen werden. Mit Dominik Engelbrecht kam von Saar 05 ein guter Keeper. Ein weiterer Neuzugang ist Danielo Mussolito aus Brebach. „Erstes Saisonziel ist der Ligaverbleib. Was soll ich sonst sagen“, meint Trainer Yannick Bentz. Das wird mit dem dünnen Kader sicher schwer genug, zumal die Konkurrenz die Messer gewetzt hat.
In Brotdorf hat man trotz der misslichen Lage, den Glauben an den Ligaverbleib nicht verloren. Grund für die Zuversicht: Die Langzeitverletzten sind zurück: So kehrt Kevin N‘Goran in den Kader zurück. Der Abwehrspieler ist Dreh- und Angelpunkt beim FC. Auch Kevin Legros ist nach seiner Schulterverletzung wieder fit. Der Mittelfußbruch, der Carlos Michel plagte, ist auskuriert. Dazu sind die Sperren für Junkung Minteh (sechs Spiele) und Mike Janikowski (vier Partien) abgelaufen. „Jetzt heißt es dran glauben und punkten, punkten, punkten“, weiß Trainer Helmut Hürter, der am Saisonende aus beruflichen Gründen aufhört und Platz macht für Pierre Vella, der vom FV Schwalbach an den Seffersbach wechselt.
Zur Rückrunde wurde mit Timo Gotthardt ein neuer Trainer verpflichtet, da Mathias Tritz, mit dem der Verein über die Relegation aufgestiegen war, aus beruflichen Gründen das Amt aufgeben musste. Gotthardt will das kleine Fußballwunder schaffen, sprich mit der SG in der Liga bleiben. Dafür ist die SG bereits seit dem 7. Januar am Ball. „Wir müssen läuferisch topfit sein, damit wir voll dagegen halten können“, sagt der neue Coach. Los geht es für das Schlusslicht gegen den SSC Schaffhausen. „Wir haben nur noch Endspiele, taktieren hilft uns nicht weiter“, weiß Gotthardt.