2025-12-17T10:26:01.779Z

Ligabericht
Petingen setzte sich am Samstag gegen Wiltz durch
Petingen setzte sich am Samstag gegen Wiltz durch – Foto: paul@lsn.sarl

BGL Ligue: Spitzentrio setzt sich nach Progrès-Niederlage ab

Rosport sorgt für erste Progrès-Niederlage seit Anfang Dezember

Zwischen Differdingen und Strassen passierte in der 1.Halbzeit mit Ausnahme eines Schusses von Costa Monteiro, der an Özcan scheiterte, nur wenig Aufregendes. Die zweite Hälfte entschädigte dann für vieles und begann fast mit einem Paukenschlag, als die Gäste durch Zenadji Ruffier arg in Bedrängnis brachten, der Differdinger Schlussmann aber die Oberhand behielt.

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Auf der Gegenseite scheiterte Trani am Gästetorwart, ehe Costa Monteiro Differdingen durch einen verwandelten Foulelfmeter in Führung bringen konnte (1:0, 57.‘).In den folgenden zwanzig Minuten war Strassen am Drücker, doch es fehlte bei gleich drei hochkarätigen Gelegenheiten an der letzten Präzision. Genau in diese Druckphase der Gäste hinein erhöhte Trani auf 2:0, als er einen sehenswerten Angriff über links nach Zuspiel des starken Nagera in der Mitte zur Entscheidung nutzen konnte (80.‘).

Düdelingen kam gegen Mondorf mit einem blauen Auge davon, doch am Ende zählen nur die drei Punkte. Die Gäste versteckten sich nicht und standen gut und gingen nicht unverdient in der 19.‘ in Führung, als F91 einen Freistoß von links klärte, der zweite Ball aber schnell zurück in den Fünfmeterraum kam, wo Holter goldrichtig stand (0:1) - seit beinahe genau einem Jahr hatte der ehemalige luxemburgische Nationalspieler nicht mehr in der BGL Ligue getroffen! Düdelingen wollte nach diesem Schock eine Reaktion zeigen. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem Hadji eine scharfe Hereingabe von links in der Mitte zum 1:1 über die Linie grätschen konnte (41.‘).

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Nach einer knappen Stunde war es erneut Hadji, der treffen sollte: einen Handelfmeter verwandelte er flach zum 2:1 (57.‘). Es folgten einige Halbchancen, Düdelingen schien den Vorsprung verwalten zu wollen und wurde um ein Haar bestraft: in der 77.‘ krachte eine Direktabnahme von Abdelkadous an die Latte. Nachdem Schaus frei vor Machado auftauchte, seinen Versuch aber zu hoch ansetzte, ging dieser Schuss bzw. eine eventuelle Vorentscheidung fast nach hinten los, denn in der Nachspielzeit musste Desprez sein ganzes Können aufbieten, um ein Mondorf Kopfballtor zu verhindern und damit die drei Punkte festzuhalten.

„Jeunesse gewinnt mit 3:0 gegen Käerjeng, was in Ordrnung geht, denn man war das aktivere Team auf dem Feld. Der positive Trend hält auch nach der Winterpause an“ schrieb unser FuPa-Liveticker-Betreiber zur Begegnung des Rekordmeisters gegen den Fusionsverein. In einer mäßigen ersten Hälfte gingen die Gastgeber durch einen von Teixeira verwandelten und an ihm selber verursachten Elfmeter in Führung, Scheidweiler hatte zwar das richtige Eck, musste aber trotzdem hinter sich greifen (1:0, 39.‘). Noch vor dem Dreh bekam Corral die Chance auf das 1:1, verzog seinen Schuss aber.

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Käerjeng erarbeitete sich auch nach Wiederanpfiff durch Lopes Rocha zwei gute Gelegenheiten. Ab Mitte der zweiten Halbzeit wurde die Partie abwechslungsreicher und nachdem Scheidweiler zuvor zweimal einen weiteren Einschlag verhindern konnte, war er in der 71.‘ machtlos, als Jeunesse über links angriff, Klica von der Grundlinie in die Mitte auf Mendes legte, der sich nicht bitten ließ (2:0, 71.‘). Jeunesse hat die Sache ab diesem Zeitpunkt in der Hand und nach einer vergebenen Chance von Mogni, der an einer tollen Parade von Scheidweiler scheiterte, macht er es wenige Minuten später mit einem weiteren Elfmeter besser (3:0, 88.‘) und besiegelte das Schicksal der Gäste. Mit diesem Heimsieg avanciert Jeunesse zum formstärksten Team der Liga.

In einem nicht immer ansehnlichen aber sehr hart umkämpften Spiel gewann Mersch das wichtige Spiel gegen Monnerich knapp mit 2:1. Nicht weniger als vierzehnmal zückte der Unparteiischen einen Karton, einmal sah mit Musolli ein Spieler gelb-rot (81.‘), einen direkten Einfluss auf das Spiel hatte dies aber nicht, da der Merscher Ersatzspieler die Ampelkarte beim Aufwärmen sah!

Doch der Reihe nach: Monnerich hatte in der Anfangsphase ein leichtes Chancenplus und ging durch einen Elfmeter von Diallo Samba in Führung (0:1, 18.‘). Danach holte Mersch im Herausarbeiten von Torgelegenheiten auf und als Held auf halbrechts in den Strafraum eindrang und in der Mitte den besser postierten und ungedeckten Moreira fand, traf dieser zum Ausgleich (1:1, 39.‘). Mit diesem Zwischenstand sollte es in die Kabinen gehen.

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Auch nach dem Dreh mühten sich beide Teams, der Kampf überwog und je länger die Begegnung dauerte, desto hitziger wurde sie. Unmittelbar vor der eingangs erwähnten gelb-roten Karte kam es an der Eckfahne zwischen Monnericher Spielern und Merscher Reservisten zu einer Rudelbildung. Nur wenige Minuten später wurde Held auf der anderen Seite im Strafraum gefoult, Bresch trat an und traf zum 2:1 (84.‘). Die Begegnung war damit aber noch nicht vorbei, erst als Fleury nur den Pfosten und traf und Amadei einen Tick zu hoch angesetzt hatte, stand der Merscher Heimsieg fest.

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In den ersten zwanzig Minuten hatte Racing mehr vom wichtigen Spiel in Schifflingen und die klareren Chancen, war aber auf Konter anfällig und musste in der Schlussphase der ersten Hälfte durch einen Doppelpack von Besic (1:0, 37.‘, 2:0, 41.‘) zwei Gegentore hinnehmen: der erste Treffer gelang per Kopf nach Flanke von rechts, beim zweiten zog der junge Schifflinger nach einem langen Abschlag und einer Kopfballverlängerung aus rund sechzehn Metern direkt ab. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hielt Skenderovic seinen Fuss in eine Flanke von links und der Ball kullerte zum schnellen Anschlusstor über die Linie (2:1, 45.‘).

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Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam es knüppeldick für die Hauptstädter: nach einem hohen Bein sah Gästespieler Denis Ahmetxhekaj glatt rot (51.‘) und nur wenig später griff Kirch über links an, legte überlegt zurück in die Mitte auf den heraneilenden Atoyiyi, der mit einem fulminanten, halbhohen Schuss auf 3:1 erhöhen konnte (58.‘). Gleich beim nächsten Angriff scheiterte Besic am Pfosten, ein Kopfball des gleichen Spielers ging kurz darauf über den Kasten. In der Schlussphase erhielt Mabanza einen langen Ball in zentraler Position und machte sich zum entscheidenden 4:1 auf und davon (88.‘).

Mit demselben Ergebnis setzte sich Hesperingen erwartungsgemäß gegen Schlusslicht Fola durch, das aber zwischenzeitlich auf einen Punkt hoffen konnte. Nach verhaltenem Beginn übernahm der amtierende Meister Mitte der 1.Halbzeit das Heft in die Hand und ging nach einem Dropkick von Couturier im Anschluss an einen Freistoß von links mit 1:0 in Führung (32.‘). Swift war besser, wurde aber rund zehn Minuten nach der Pause von den bis dahin offensiv harmlosen Gästen überrascht: Youngster Tim Flick drosch einen herrlichen Freistoß aus rund 25 Metern in hohem Bogen zum 1:1 in den linken Torwinkel (56.‘)!

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Da sein Teamkollege Cerqueira Martins aber nur Minuten später gelb-rot sah, wurde es schwierig für Fola. Ein Doppelpack von Stolz (2:1, 69.‘), der mit dem Rücken zum Tor und per Drehschuss traf, sowie von Sinani, der einen Abpraller des Gästetortwarts mit einer Granate zum 3:1 bestrafte (70.‘) brach den Gästen das Genick. Als Stolz in der 75.‘ eine scharfe Hereingabe von links zum 4:1 über die Linie grätschte stand das Schlussergebnis fest.

In einer sehr taktisch geprägten Partie, die für den neutralen Zuschauer alles andere als ein Augenschmaus war, gewann Petingen am Samstag am Ende verdient gegen offensiv harmlose Wiltzer. Die ersten beiden Gelegenheiten hatte die Union Titus, D.Seck setzte nach zehn Minuten zu hoch an, Muratovic traf knappe fünfzehn Minuten später nur die Latte (24.‘). Erst kurz vor der Pause zeigte sich Wiltz zweimal gefährlich vor Barella, der einen von Linksaußen getretenen Freistoß als auch den folgenden Nachschuss entschärfen konnte. Ein schwacher Fernschuss von Romeyns kurz darauf sollte der letzte Wiltzer Abschluss des Spiels werden (42.‘)!

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Petingen ließ nach der Pause hinten gar nichts mehr zu. Einem parierten Schuss von Muratovic kurz nach Wiederanpfiff folgten Mitte der zweiten Halbzeit gleich mehrere Standardsituationen, die für Gefahr sorgten. Gleich zwei Kopfbälle von Karnavuaka im Anschluss an von links getretene Eckbälle verfehlten das Ziel nur knapp. In der 72.‘ köpfte M.Sarr aus aussichtsreicher Position nur ins Aussennetz, ehe Merk im Anschluss an eine Ecke aus kurzer Distanz an den sog. zweiten Ball kam und das Leder zur Entscheidung über die Linie drücken konnte (1:0, 73.‘).

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Stimmen zum Spiel

André Barella Leite, UTP-Torhüter: „Ich denke, es war sowohl taktisch bedingt als auch, weil keine Mannschaft ein zu hohes Risiko gehen wollte, dass es lange eine zähe Partie blieb. Wir wussten, dass Wiltz eine kämpferische Mannschaft ist, es ist immer eine Kampf, gegen sie zu spielen. Wir wollten diszipliniert durchspielen und eben mit Kampf dagegenhalten. Wir hatten außerdem ein paar Waffen auf der Bank, die am Ende den Unterschied machten, nachdem sie eingewechselt worden waren. Genau das erwartet man sich von einer Gruppe und es ist schön, das das so gut klappte.“

Ben Biver, Kapitän des FC Wiltz 71: „Ich denke, dass wir offensiv, im letzten Drittel, zu harmlos waren. Wir drückten nicht genug, um ein Tor zu schießen. Am Ende kassieren wir einmal mehr ein Gegentor nach einer Standardsituation. Da müssen wir hinten einfach gefestigter sein, um so etwas zu vermeiden. Das zieht sich durch viele unserer letzten Spiele. Petingen und auch wir standen gut, es war ein hart umkämpftes Spiel. Die wenige Angriffe, die wir vorgetragen haben, müssen wir besser zu Ende spielen.“

Die Überraschung des 20.Spieltages der BGL Ligue gelang Rosport, das dem Tabellenvierten Niederkorn mit 3:1 überlegen war. Erst kurz vor der Halbzeitpause nahm die Partie richtig Fahrt auf: nach Foul im Strafraum an El Idrissi traf Steinbach in der 41.‘ per Elfmeter zum 1:0, kurz darauf vergab Jarmouni eine Doppelchance zum möglichen Ausgleich. Gleich nach Wiederanpfiff klingelte es erneut in Flauss’ Tor, als El Idrissi in der Mitte des Strafraumes an den Ball kam, sich drehte, um per Aufsetzer am Gästetorwart, der nicht mehr entscheidend an das Leder kam, vorbei auf 2:0 zu erhöhen.

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Niederkorn erhöhte nach einer Stunde das Tempo und nach einer verpassten Kopfballchance von Jarmouni wurde er kurz darauf schön von Mazure per Heber bedient und verkürzte akrobatisch auf 2:1 (68.‘). Es schien nur logisch, dass der FC Progrès auf den Ausgleich gehen wollte, doch die Gäste liefen damit ins offene Messer: hatte Brandenburger rund eine Viertelstunde vor Schluss mit einem Lattentreffer noch Pech, so schaltete Rosport kurz darauf nach einem Ballgewinn im Niederkorner Drittel schnell nach vorne, El Idrissi bediente Redekop, der zum entscheidenden 3:1 traf (79.‘).

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Aufrufe: 011.3.2024, 12:00 Uhr
Paul KrierAutor