Verlassen das Hessenhaus nach dem Saisonende: Chefcoach Thomas Eberhardt und sein Co-Trainer Patrick Krick (rechts).
Verlassen das Hessenhaus nach dem Saisonende: Chefcoach Thomas Eberhardt und sein Co-Trainer Patrick Krick (rechts). – Foto: Timo Schlitz

Hassia: Eberhardt und Krick gehen

Trainerduo verlässt Bingen zum Saisonende +++ 1:0-Erfolg in Völklingen

BINGEN. Kein Larifari-Auftritt, sondern ein richtig gutes Spiel zeigte Hassia Bingen beim SV Röchling Völklingen und holte verdient den ersten Auswärtsdreier in der Oberliga-Abstiegsrunde mit ans Hessenhaus. Nur einmal geriet das 1:0, das Ilker Yüksel per Strafstoß erzielt hatte, in Gefahr. Einen Elfmeter der Gäste konnte Hassia-Torwart Ivan Tadic aber parieren (70.).

Völklingen
0:1
Bingen

Ohne die etatmäßigen Spielführer Antonio Serratore (Knieprobleme) und Axel Neumann (krank) und ohne Stammkeeper Fabian Haas musste die Truppe von Trainer Thomas Eberhardt die Reise an die Saar antreten. Im Gepäck war die Erinnerung an den letzten Binger Erfolg in Völklingen, der auf den 9. September 1981 datierte. Auch damals hieß es nach 90 Minuten 1:0, auch damals in der Oberliga, die allerdings die dritthöchste Spielklasse war.

Mit der Aufstellung setzte Eberhardt neue Reize, agierte mit einer Dreierkette, in der Burak Tasci im Zentrum zum Einsatz kam. „Er hat den Makoto Hasebe gemacht und mit seiner Inteligenz und Erfahrung eine absolut ordentliche Partie abgeliefert.“ Der Trainer freute sich über den gelungenen Schachzug. Auch Levi Mukamba konnte auch der ungewohnten rechten Abwehrseite überzeugen, war nur in einer Szene zu ungestüm. Er verursachte den Elfmeter, den Tadic dann hielt.

Bingen kommt gut ins Spiel

Die Binger waren von Beginn an gut in der Partie. Yüksel steckte das Leder zum einlaufenden Shai Neal, der wurde gefoult. Elfmeter und frühe Führung (5.). Drei Minuten später traf Yüksel den Pfosten, dann vergab Mukamba nach einer Ecke von Bahri Bayir frei stehend eine hundertprozentige Gelegenheit. Das einzige Haar in der Suppe war vor der Pause die Chancenverwertung. „Wir haben es fußballerisch richtig gut gemacht“, so Eberhardt. Die Spannung behielt die Partie, weil die Hassia es nicht geschafft hatte, den Deckel draufzumachen.

Nach Wiederanpfiff verflachte die Begegnung etwas. Torchancen wurden Mangelware. Bis auf den Elfmeter hatten die finanziell angeschlagenen Hausherren, die mit einer jungen Truppe angetreten waren, allerdings nichts Nennenswertes zu bieten. Eberhardt wechselte seinerseits alle verfügbaren Feldspieler ein. Nicht abgesprochen war dabei die Auswechslung von Bayir, der sich das Knie leicht verdrehte. Für ihn kam Luis Majchrzak neben Baris Yakut auf der Doppelsechs (50.).

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Abschied des Trainer-Duos

„Wir alle haben Verträge, die bis zum 30. Juni laufen. Was danach passiert, spielt aktuell keine Rolle.“ Eberhardt hatte vor der Begegnung den eigenen Abschied und den von Co-Trainer Patrick Krick offiziell verkündet, gleichzeitig an den Charakter des gesamten Teams appelliert. Für ihn steht fest, „dass wir alle so lange kämpfen werden, so lange rechnerisch noch alles drin ist.“

Hassia Bingen: Tadic – Mukamba, Tasci, Platten – Vassiliou, Yakut, Bayir (50. Majchrzak), Neal – Yüksel (67. Seo), Ürel (86. Hohns) – Esmaieli (77. Wex).



Aufrufe: 024.4.2022, 22:00 Uhr
Jochen WernerAutor