Für Hassia Bingen setzte es bei Elversberg II eine heftige Abreibung.
Für Hassia Bingen setzte es bei Elversberg II eine heftige Abreibung. – Foto: Timo Schlitz

Hassia Bingen: Zum Abschluss eine Abreibung

Oberligist verlässt mit einem 0:6 bei der SV Elversberg II die Klasse

ELVERSBERG/BINGEN. Die Anwesenheit des Gegners erschwert im Fußball so manches. Vor allem, wenn dieser Gegner auch noch Fußball spielen will und die andere Mannschaft die Saison bereits abgehakt hat. „Wir haben keine Chance gehabt, über die komplette Spielzeit kein Land gesehen“, machte es Hassias Trainer-Duo Thomas Eberhardt und Patrick Krick kurz und schmerzlos. Das deutliche 0:6 beim Nachwuchs des SV Elversberg nahmen sie mit Galgenhumor.

Mittelfeldspieler Axel Neumann wurde in seiner letzten Partie für die Binger nach sechs Jahren im rot-schwarzen Dress etwas ausführlicher. „Das Ergebnis geht mehr als in Ordnung, es hätte auch zweistellig werden können“, bekannte der 29-Jährige, der zum FC Bad Sobernheim wechselt. Als er nach einer knappen Stunde eingewechselt wurde, war gerade das 4:0 gefallen. Philipp Lauer (55.) und Nico Flögel hatten mit einem Doppelpack alles klar gemacht. Neumann: „Es war ein reines Gegurke. Fabian (Haas, die Red.) hat noch ein paar starke Paraden gezeigt, sonst wäre viel früher alles klar gewesen.“

Elversberg II
6:0
Bingen

Den Plan, möglichst ohne Gegentor in die Pause zu kommen, hatte Batikan Sonsuz Mitte der ersten Hälfte zunichtegemacht. Maurice Schnell hatte mit dem Halbzeitpfiff erhöht. „Im Endeffekt ist es egal“, sagte Neumann, ein bisschen Frust war aber deutlich herauszuhören. „Ich hatte nach dem verlorenen Heimspiel gegen Speyer letzte Woche keinen Anspruch mehr, dass es heute der Wahnsinn werden könnte. Eigentlich hab ich nichts mehr erwartet.“

Neumann behielt Recht. Unter den Augen von Präsident Oliver Wimmers wurde es dann auch nichts mehr. Daniel Patschenko (73.) und Justin Pfeffler (81.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Ein positives Signal konnte die Hassia dennoch setzen: Felix Kosek gab nach langen 20 Monaten Verletzungszeit sein Oberliga-Comeback, wurde in der Schlussphase für Ioannis Vassiliou eingewechselt. „Für ihn ist das ein verdienter Neuanfang. Er kommt quasi wie Phoenix aus der Asche“, so Thomas Eberhardt. U 19-Akteur Tobias Kreuznacht spielte in der Innenverteidigung 90 Minuten komplett durch. Damit stand der letzte Oberliga-Spieltag auch für einen Neuanfang.

Hassia Bingen: Haas – Vassiliou (69. Kosek), Kreuznacht, Hohns (58. Neumann), Majchrzak – Ürel, Tasci – Seo, Wex (79. Tadic), Neal – Esmaieli (21. Yüksel).



Aufrufe: 030.5.2022, 08:05 Uhr
Jochen WernerAutor