Hochbetrieb herrschte am Oberwerth auch in der Luft beim Oberliga-Spiel zwischen der TuS Koblenz und Hassia Bingen (weiße Trikots).
Hochbetrieb herrschte am Oberwerth auch in der Luft beim Oberliga-Spiel zwischen der TuS Koblenz und Hassia Bingen (weiße Trikots). – Foto: Timo Schlitz

Binger Blitzstart ebnet Weg für Erfolg

Nach 34 Sekunden legt Yanick Haag den Grundstein zum 2:1-Sieg der Hassia in Koblenz

KOBLENZ/BINGEN. „Überragend!“ Viel mehr musste Trainer Thomas Eberhardt zum Auftritt von Hassia Bingen vor 570 Zuschauern im altehrwürdigen Oberwerth-Stadion bei der TuS Koblenz nicht sagen. Vor allem im ersten Abschnitt überzeugte seine Elf, machte fast alles richtig und legte schon in der Anfangsphase den Grundstein zum 2:1-Auswärtssieg. Dem ersten Binger Erfolg bei den „Schängelsche“ seit dem 1:0 am 22. April 2000.

Genau 34 Sekunden standen auf der Stadionuhr, als sich die Binger durch das Mittelfeld kombiniert hatten und Yanick Haag seinen ersten Treffer im rot-schwarzen Trikot markierte. Und weiter ging es in Einbahnstraße Richtung TuS-Tor.

Pierre Merkel ließ den zweiten Treffer im direkten Duell mit Torwart Jonas Bast liegen (5.), machte es dann zwei Minuten später aber gut. Axel Neumann spielte zum freien Derrick Amoako, und der flankte punktgenau auf Merkel. 2:0. „Du musst dir alles erarbeiten, dich auf dem Platz beweisen“, hatte Co-Trainer Patric Muders im Vorfeld immer wieder gepredigt. Diesmal zahlten sich die Mühen in den Trainingseinheiten der vergangenen Wochen aus.

Erster Einsatz für Lukas Engel

Im zweiten Abschnitt kam erstmals in dieser Spielzeit Lukas Engel zum Einsatz. „Das war wirklich kein Geschenk, sondern er hat sich das redlich verdient. Und er hat seine Sache auf der rechten Defensivposition gut gemacht, sich immer wieder reingehauen“, so Muders. Am Gegentreffer zum 1:2 in der Nachspielzeit (90.+3) war der 19-Jährige schuldlos. Nach einem Querschläger von Jacob Pistor, der eigentlich abschließen wollte, stand Adrian Knop bei seiner Grätsche die berühmten Zentimeter besser als der Grolsheimer und drückte aus kurzer Entfernung ein.

Bis dahin rechnete kaum einer der 570 Zuschauer noch damit, dass der TuS ein Treffer gelingen würde. Zu viele Chancen wurden nach dem Wiederanpfiff bis zur 70. Minute vergeben. Marc Richter, bester Koblenzer von der linken Seite, Fabian Haas rettet (58.) zur Ecke. Der Ball fliegt herein, Almir Ahmetaj kommt völlig frei aus vier Metern zum Kopfball, Pfosten (59.). Yusupha Savaneh steht blank mit dem Ball vorm Binger Tor, Julian Hohns bekommt die Situation unter Kontrolle (70.). Kurz zuvor musste der Binger Levi Mukamba mit der Ampelkarte vom Platz, stellten die Binger vom 4-1-4-1 auf ein 4-4-1-System um.

„Dieser Sieg tut gut und bestätigt die Arbeit von uns allen“, bilanzierte Thomas Eberhardt und war sicher, „dass wir mit der Einstellung von heute jeden in der Liga schlagen können.“ Gegen den FV Engers soll der Dreier am nächsten Samstag bestätigt werden. Oder, so Eberhardt: „Wir wollten heute mehr, und wir haben mehr bekommen. Das macht hungrig!“



TuS Koblenz – Hassia Bingen 1:2 (0:2)

Hassia Bingen: Haas – Majchrzak (61- Engel), Radschuweit, Hohns, Neal – Neumann – Mukumba, Mehnatgir, Y. Haag (90.+5 Seo), Amoako (76. Esmaieli) - Merkel (90. Yüksel).

Tore: 0:1 Y. Haag (1.) 0:2 Merkel (7.) 1:2 Knop (90.+3).

Gelb-Rote Karte: Mukamba (Hassia, 69.).

Zuschauer: 570.

Schiedsrichter: Fabian Knoll (Kleinottweiler).

Aufrufe: 012.9.2021, 06:00 Uhr
Jochen WernerAutor

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