
Sucht man nach Meisterschaftsaspiranten in der Kreisliga Passau, kommt man an der DJK Eberhardsberg nur schwer vorbei. Mit zwei dritten Plätzen in den vergangenen beiden Spielzeiten erarbeiteten sich die Borussen dieses Status. Zumindest von außen betrachtet. Und die Innensicht zu dieser Rolle? Dazu äußert sich Christoph Schätzl, Spieler und Sportlicher Leiter, im FuPa-Interview...
Christoph, zu Beginn gleich eine steile These: Nach zwei dritten Plätzen hintereinander ist in dieser Spielzeit die DJK Eberhardsberg dran - der Bezirksliga-Aufstieg ist die logische Konsequenz der vergangenen Jahre und mehr als nur möglich...
Wir tun gut daran, auf dem Boden zu bleiben. Die vergangenen beiden Spielzeiten waren die besten in der 51-jährigen Vereinsgeschichte. Selbstverständlich sind wir stolz auf diese Leistung. Wir werden aber auch zur neuen Saison wieder den Klassenerhalt als Zielsetzung ausrufen: Nichts anders wird es in Eberhardsberg geben. Wir sind ein kleines Dorf mit schätzungsweise 300 Einwohnern und die Kreisliga ist jedes Jahr ein Geschenk für uns. Wir als Verein oder Mannschaft haben keinerlei Druck, dass wir unbedingt auf die Bezirksebene müssen. Selbstverständlich möchten wir mit unseren Möglichkeiten das Maximale herausholen. Nichtsdestotrotz wissen wir aber sehr wohl, woher wir kommen und was für uns als Verein wichtig ist.
Wenn Du kurz in dich gehst und daran denkst, dass die Borussen mit Nachdruck an das Tor zur Bezirksliga klopfen, welche Gedanken schießen Dir da durch den Kopf: Überrascht Dich diese Entwicklung und habt Ihr genau darauf hingearbeitet?
Nein, in keinster Weise. In Eberhardsberg ticken die Uhren noch anders. Die vergangenen Jahre haben sich, teilweise auch zufällig, Türen aufgemacht, welche wir durchschritten haben. Einen Rundumplan gab es aber nie. Mit der Zeit hat sich einfach was entwickelt!
2017/2018 war die DJK noch A-Klassist. Vorher war "nur" die Kreisklasse das höchste der Gefühle. Was ist seitdem geschehen? Warum zählt Eberhardsberg inzwischen zu den Top-Teams des Bayerwaldes?
Ich kann nur über den Zeitraum berichten, seitdem ich 2018 im Verein bin. Angefangen hat alles mit Christoph Bartl, der sich nach unserer gemeinsamen Zeit beim SV Hutthurm als Trainer ausprobieren wollte. Chris wohnte zu dieser Zeit 20 Meter vom Sportplatz entfernt. Zudem war ihm und auch mir klar, dass wir irgendwann zu unserem Heimatverein zurückkehren. Nachdem ich mitbekommen habe, dass Chris nach Eberhardsberg geht, sprach mich Vereinschef Arnold Flexeder im Fitnessstudio an, ob ich nicht auch Lust hätte, wieder nach Eberhardsberg zu kommen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass ich innerhalb Sekunden geantwortet habe: Ja, ich komm auch. Beruflich war ich dann zweieinhalb Jahre in Dachau, weswegen sich das für mich einfach angeboten hat.
Übrigens: Ich zähle uns nicht zu den Top Teams… Man muss sich immer vor Augen halten, dass wir in der drittuntersten Liga spielen. Es ist aber natürlich eine schöne Bestätigung, wenn das sportliche passt...

Vielen Dank für das Gespräch - und alles Gute für die Zukunft!