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Bezirksligen: Kaum spielentscheidende Fehlentscheidungen

Bei der Halbzeittagung der Oberpfälzer Bezirksliga-Schiedsrichter wurde ein positives Zwischenfazit gezogen

von Florian Würthele · 28.01.2026, 14:30 Uhr · 0 Leser
Die Oberpfälzer Bezirksliga-Schiedsrichter haben einen guten Job gemacht in der bisherigen Saison.
Die Oberpfälzer Bezirksliga-Schiedsrichter haben einen guten Job gemacht in der bisherigen Saison. – Foto: Josef Trummer

Ein faires und ruhiges Halbjahr haben die Oberpfälzer Bezirksligen hinter sich. Es gab kaum Zwischenfälle und vergleichsweise wenige Sportgerichtsfälle. Unter anderem das wurde bei der Halbzeittagung der Schiedsrichter auf Bezirksebene besprochen. Zu dieser lud vor wenigen Tagen Bezirks-Schiedsrichterobmann Markus Weigert zusammen mit seinen Ausschuss-Mitgliedern Philipp Götz und Roman Solter. Es wurde zurück und voraus geblickt.

„Grundsätzlich war es bis zur Winterpause eine ruhige und faire Runde in den Bezirksligen. Das bestätigt auch das Sportgericht. 57 Fälle wurden behandelt, wovon sich die meisten um Notbremsen oder Foulspiele drehten. Dementsprechend gab es kein gravierendes Augenmerk auf irgendwelche Unsportlichkeiten untereinander oder gegenüber Schiedsrichtern“, berichtet ein zufriedener Weigert im Gespräch mit FuPa. Es habe eine schriftliche und zwei mündliche Beschwerden von Vereinen gegen einen Unparteiischen gegeben. Bis auf wenige Ausnahmen seien sehr viele Schiedsrichter verfügbar und einsetzbar gewesen – auch kurzfristig. Der Austausch mit den Nachbarbezirken laufe reibungslos. Zufrieden ist der Schiri-Obmann, der viel Wert auf Kommunikation sowie Präsenz auf den Fußballplätzen legt, auch mit der Zusammenarbeit mit den Vereinen: „Diese läuft harmonisch, da spielen auch die Vereine mit. Es hat keine Probleme oder Diskussionen gegeben.“

Durch die neumodischen Kamera-Systeme, die inzwischen viele Klubs auf ihren Sportplätzen installiert haben, können strittige Spielszenen und Schiedsrichter-Entscheidungen im Nachgang nochmal angeschaut werden. „Da sind wir mit den Leistungen durchaus zufrieden. Bis zur Winterpause wurden 157 Bezirksligaspiele gecoacht bzw. beobachtet. In der Rubrik der spielrelevanten Einzelszenen haben wir zehn Schiedsrichterentscheidungen festgestellt, die falsch waren. In den meisten Fällen wurde das Foulspiel oder die Situation richtig bewertet, doch die Szenerie falsch beanstandet. Es wurde eine zu milde Strafe ausgesprochen, beispielsweise Gelb statt Rot“, berichtet Markus Weigert.


Von links: Die Ausschuss-Mitglieder Roman Solter und Philipp Götz, Bezirks-Schiedsrichterobmann Markus Weigert und der Oberpfälzer BFV-Bezirksvorsitzende Thomas Graml.
Von links: Die Ausschuss-Mitglieder Roman Solter und Philipp Götz, Bezirks-Schiedsrichterobmann Markus Weigert und der Oberpfälzer BFV-Bezirksvorsitzende Thomas Graml. – Foto: BFV


Die Oberpfälzer Schiedsrichtergruppen umfassen aktuell insgesamt 1.864 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter. Etwa 30 von ihnen pfeifen im Verbandsbereich, also Landesliga oder höher. „Je mehr Schiedsrichter wir haben, desto mehr können wir den Besten suchen. Das ist auch im Sinne der Vereine: Sie wollen Qualität und diese kann man nur gewährleisten, wenn man genug Schiedsrichter hat“, betont Weigert, der froh darüber ist, dass „wir allgemein sehr viele Schiedsrichter aus jungen Jahrgängen haben“. Auch weiterhin sollen die Oberpfälzer Unparteiischen so gut wie möglich gefördert werden; zahlreiche Lehrgänge stehen auch im Jahr 2026 an.

Vier junge Verbands-Schiedsrichter aus dem Bezirk haben aktuell eine Perspektive in Richtung der DFB-Spielklassen. Das sind Finn Banderob, Marlon Weid, Noel Gabler und Niklas Braun. Paul Behlau, Leopold Kellner und Anton Steinwender überzeugten bei einem Talentelehrgang und dürfen im Frühjahr sogenannte Schnupperspiele in der Landesliga leiten. Sechs Oberpfälzer Referees wurden zum Förderlehrgang des Verbands-Schiedsrichterausschusses eingeladen. Zur Perspektivgruppe für die Verbandsebene gehören sieben Schiritalente: Kiran Becker, Paul Behlau, Simon Ettl, Thomas Federhofer, Leopold Kellner, Matthias Kraus und Anton Steinwender.