
Rheinhessen. Nach dem 4:2 im Topspiel bei Verfolger SV Guntersblum ist Aufsteiger SKC Barbaros alleiniger Tabellenführer der Bezirksliga Rheinhessen. Schlusslicht Fortuna Mombach feierte beim 3:2 im Derby gegen Fontana Finthen den ersten Dreier.
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„Ein leistungsgerechtes Unentschieden zweier spielstarker Mannschaften vor 60 Zuschauern“, resümierte TSG-Teammanager Volker Müller. „Gau-Odernheim stand über 90 Minuten sehr tief und kam nur über Konter zu Gelegenheiten. Bei gefühlt 70 Prozent Ballbesitz fehlte uns heute aber im Angriff die Durchsetzungskraft, um den Gegner ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen.“ TSV-Trainer Tobias Ruf freute sich über „eine von Anfang bis Ende sehr konzentrierte Leistung“. Jeder seiner Jungs habe seine Aufgabe erfüllt. „Wir haben es geschafft, dass sich Bretzenheim im gesamten Spiel keine einzige glasklare Chance herausspielen konnte“, betonte der Ex-Kasteler. „Im Gegenzug haben wir es leider versäumt unsere zwei, drei guten Chancen zu nutzen, so dass am Ende ein gerechtes 0:0 auf der Anzeige steht. Ein Punkt, den wir gerne bei einem Topteam mitnehmen.“ Einmal war Sadrack Faber geblockt worden, einmal war Paul Krassmann zentral durchgebrochen und scheiterte. Zuschauer: 60.
„Was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, das war die bislang schlechteste Leistung der ganzen Saison“, redete Wörrstadts Spielertrainer Rene Novo Klartext. „Mir fällt es gerade schwer, Worte zu finden. Wir haben alles vermissen lassen, was uns auszeichnet – Aggressivität, Leidenschaft, Laufbereitschaft. Auf die Frage, wie viele hundertprozentige Chancen sich sein Team erspielt hatte, meinte Novo: „In der ersten Halbzeit hatten wir zwei gute Möglichkeiten durch Rafael Novo und Jan Knobloch, da hat Marienborns Torwart gut pariert. Nach der Halbzeit hatten wir kurz vor dem 2:0 Möglichkeiten von Marco Schulmerich und Adrian Dautovic – aber das war auch nicht zwingend genug.“ Novo: „Dass die Marienborner Fußball spielen kann, haben sie gezeigt – und wir haben sie eingeladen. Es ist auch in dieser Höhe absolut verdient.“ Das Stenogramm: 0:1 Frederik Sorg (26.), 0:2 Luka Maric (50.), 0:3 Sorg (53.), 0:4 Robin Lampert (57.), 0:5 Kalon Prator (64.), 0:6 Tobias Schuh (72.). Zuschauer: 60.
TSV-Sprecher Matthias Stüber sah „20 bis 25 überragende erste Minuten, nach denen wir höher hätten führen müssen. Anschließend hatten wir nicht mehr die Klarheit in den Aktionen und haben unsere guten Kontermöglichkeiten schlecht ausgespielt“. Stüber: „Die Hassia hat gegen Ende nochmal Oberwasser bekommen, das 1:2 gemacht und alles nach vorne geworfen.“ Tore: 0:1 Maurice Göbig (11.) 0:2 Arda Özel (18.) 1:2 Yannis Berg (87.) Zuschauer: 60.
„Nach anfänglicher Überlegenheit und einem frühen Führungstreffer sah zunächst alles nach einem sicheren Sieg für uns aus“, berichtete Zornheims Sportlicher Leiter Thomas Baumgärtner. „Doch durch individuelle Fehler haben wir den Gegner stark gemacht und sind dadurch zunehmend unter Druck geraten. In der Folge sind wir permanent einem Rückstand hinterhergelaufen.“ Trotz großer Bemühungen sei es seinen Jungs nicht mehr geglückt, das Ding zu drehen. „Wir haben eine Viertelstunde gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, gab Saulheims Co-Trainer Damian Szymkow zu. „Danach waren wir aber voll da. Unter dem Strich ein überzeugender Sieg – bei dem wir es verpasst haben, die Partie früher zu entscheiden.“ Torfolge: 1:0 Niklas Kasper (3.), 1:1 Aron Habich (16.), 1:2 Georgi Bichinashvili (19., Freistoß), 2:2 Manuel Henss (48.), 2:3 Danell Giannelli (51.), 2:4 Levan Bichinashvili (89.). Zuschauer: 150.
„Vor 50 Zuschauern war es ein von beiden Seiten ein Kampfspiel“, so Fortuna-Abteilungsleiter Johann Grabowski. „Wir haben nicht nur glücklich, sondern auch verdient gewonnen.“ Tore: 1:0 Valdrim Islami (55.), 1:1 Patrick Hochhaus (56.), 2:1 Luka Garic (80.), 2:2 Emilio Doleschy (90.), 3:2 Islami (90.+8). Rote Karte: Youssef Iatissami (Fortuna/67.). Gelb-Rot: Doleschy (Fontana) nach Wortgefecht (90.+8). Zuschauer: 86.
„Bis zur 60. Minute war es ein schwaches Bezirksliga-Spiel“, urteilte FSV-Vorsitzender Christoph Loré. Dann markierte Goalgetter Matthias Cygon das 1:0 (55.). Rico Kreutzer per Traumtor aus 20 Metern (72.) sowie erneut Cygon (86.) sorgten dafür, dass die starke Heim-Serie des FSV weiter Bestand hat. Bitteres Ergebnis für den SVH. „Bei uns hatte kein einziger Bezirksliga-Niveau“, schimpfte Horchhheims Coach Sascha Löcher. „Nieder-Olm hat uns mit einfachen Mitteln geschlagen – und wir haben uns nicht mal gewehrt. So wird es schwer, in der Bezirksliga auch nur noch einen Punkt zu holen. Dieser Auftritt war erbärmlich, so darf sich eine SVH-Mannschaft nicht präsentieren.“ Löchers Fazit: „Man kann verlieren – aber dieser Auftritt war eine Frechheit.“ Zuschauer: 75.
„Heute hat es leider nicht gelangt gegen abgezockte Männer aus Mainz“, resümierte SVG-Coach Marian Saar. „Ich fand uns sehr spielbestimmend, doch wir hatten ein paar individuelle Fehler zu viel für ein Topspiel. Es hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, aber die weitaus cleverere. Am Ende vergeben wir noch hochkarätige Dinger und der Gegner verteidigt leidenschaftlich mit Mann und Maus.“ Hakan Akcay, Sportlicher Leiter von Barbaros: „Wir waren eiskalt vor dem Tor. Abgesehen von den zwei Nachlässigkeiten in der Defensive bei den Gegentoren war es eine starke Mannschaftsleistung.“ Tore: 0:1 Haris Beslic (18., Foulelfer nach Foul an Ali Sengül), 0:2 Lee Weber (48.), 0:3 Sengül (54.), 0:4 Beslic (61.), 1:4 Luke Vollrath (63.), 2:4 Tim Weinbach (85.). Gelb-Rot: Rouven Schiedhelm (SVG) wegen wiederholten Foulspiels (82.). Zuschauer: 200.