
Nahe. In zwei Nachholpartien der Bezirksliga Nahe haben Guldental und Pfaffen-Schwabenheim in Kellerduellen wichtige Dreier im Kampf gegen den Abstieg geschnappt.
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„Der Widerstand war groß“, berichtete SG-Spielertrainer Luca Czarnecki. „Bockenau hat sehr tief gestanden und eine harte, aber gesunde Zweikampfführung an den Tag gelegt. Wir haben dem aber standgehalten – der Dosenöffner war das 1:0 nach einem Standard.“ Für die Zuschauer sei es „kein schönes Spiel“ gewesen. Die SG hatte viel Ballbesitz. „Bockenau kam nur über lange Bälle und Konter, ohne sich dabei Großchancen zu erspielen“, so Czarnecki. „Aus der Halbzeit sind wir mit Feuer und Dampf und Wille gekommen, das Spiel zu ziehen. Nach unserem 2:0 hat Bockenau aufgemacht, wir hatten mehr Räume. Wir waren die Mannschaft mit mehr Wille und mehr Spielanlage. Entscheidend war die Galligkeit – wobei jetzt bei weitem noch nichts entschieden ist im Abstiegskampf.“ Bockenaus Co-Trainer Lucas Brandenburg sprach von „vielen kurzfristigen Ausfällen, die dafür gesorgt haben, dass wir mit 13 Mann nach Windesheim gefahren sind – darunter angeschlagene Spieler. Wir haben uns in alles reingeworfen, sind geschlossen als Einheit aufgetreten und haben versucht, alles zu verteidigen. Ich bin stolz auf jeden einzelnen. Die beiden Tore waren sehr ärgerlich, aber man kann keinem einen Vorwurf machen. Natürlich haben wir jetzt gegen direkte Konkurrenten wichtige Punkte liegen gelassen und der Abstand zu Platz 13 ist größer geworden. Trotzdem geben wir weiter alles“. Torfolge: 1:0 Sebastian Gänz (12., nach Eckball), 2:0 Nico Dorfey (57., Elfmeter).
Vor 130 Fans trafen Alper Akcam (13.), Serkan Kural (51.) und Ekrem Sekmenoglu (63.) für die Elf um Kapitän Abdullah Kurtoglu. Die Pfaffen-Schwabenheimer profitierten von einer umstrittenen Ampelkarte gegen Nahbollenbachs Moritz Hahn (40.). „Die Jungs sind angekommen und haben die Inhalte der letzten Tage 1:1 umgesetzt“, freute sich TuS-Coach Beytullah Kurtoglu. „Die Intensität war sehr hoch. Wir haben sehr reif nach vorne verteidigt und vorne die Chancen ausgenutzt – auch wenn wir noch viel liegengelassen haben. Wichtig war, dass wir wieder sehr viele Chancen herausgespielt haben.“ Sein Fazit: „Ein sehr reifer Auftritt von meinen Jungs.“