
Region. Wenn das so weitergeht, ist die Spannung im Meisterschaftsrennen der Bezirksliga Nahe deutlich vor Saisonende raus. Denn während die Konkurrenz abwechselnd Punkte liegen lässt, marschiert Vizemeister SG Weinsheim an der Tabellenspitze immer weiter und weiter. Nach dem 3:0 zum Rückrunden-Auftakt gegen die SG Guldenbachtal nimmt sich der Vorsprung des Herbst- und nun auch Wintermeisters aufs Verfolgerfeld imposant aus. „Wir wissen jetzt, dass wir bei acht Punkten Vorsprung und nur noch zwei Spielen in diesem Jahr als Tabellenführer auf die Weihnachtsfeier gehen werden“, sagte Weinsheims Erfolgscoach Andy Baumgartner. „Darüber freuen wir uns.“
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung.
„Wir haben sehr gut angefangen, bis zur 25. Minute waren wir bessere Mannschaft“, analysierte TuS-Coach Ercan Ürün. „Danach haben wir aufgehört Fußball zu spielen, den Gegner stark gemacht und sehr unnötige Tore kassiert.“ TSG-Trainer Christoph Schenk indes sprach von einer „Top-Reaktion“ seiner Jungs auf die jüngsten Mau-Ergebnisse. „Sie haben 90 Minuten Fußball gearbeitet, toll kommuniziert und schöne Tore erzielt.“ Auf die Frage, in welchen Belangen sei Team dem Gegner überlegen war, sagte Schenk: „Laufarbeit und Kommunikation.“ Und hat die TSG nun wieder Ambitionen, oben anzugreifen? „Unsere Ambitionen sind, diese Leistung zu bestätigen – mehr nicht.“ Torfolge: 1:0 Sidar Köse (6.), 1:1, 1:2 Brian Huth (23., 38.), 1:3 Noel Schywalski (74.), 2:3 Merdan Köse (90.+3).
Für Fürfeld-Coach Sebastian Kilp war es ein besonders Match. Schließlich stand bei den Gästen sein Bruder Fabian in der Startelf. „Ein flottes und intensives Spiel, in dem wir viel investiert haben“, schwärmte Kilp. „Ich bin megastolz auf die Jungs.“ Torfolge: 0:1 Michel Hahn (8.), 1:1 Marcel Beck (19./Elfmeter nach Foul an ihm selbst, 71.), 3:1 Mike Wettstein (83.).
„Wir haben in der ersten Halbzeit sehr viele Chancen liegen gelassen“, klagte VfL-Co-Trainer Cihat Yakut. Nach einer Ampelkarte gegen sich seien die Platzherren stärker geworden. „Am Ende war es ein sehr offenes Spiel“, so Yakut. „Das Remis war gerecht.“ Torfolge: 0:1 Alexander Merk (10., Kopfball nach Standard), 1:1 Dennis Schug (75.). Gelb-Rot: Marcel Schmidt (Spvgg.) wegen wiederholten Foulspeils (58.), Semih Celebi (VfL) wegen wiederholten Foulspiels (78.).
Von einem „Arbeitssieg“ sprach SGW-Trainer Andy Baumgartner. Ein Fußball-Feuerwerk sei auf dem schwer zu bespielenden Geläuf nicht möglich gewesen. „Beim Stand von 1:0 hat uns Torhüter Martin Steeg mit einer tollen Parade im Spiel gehalten und die Führung verteidigt. Im Gegenzug machen wir das 2:0 – da war das Ding mehr oder weniger gegessen. Dass wir wieder zwei Innenverteidiger-Tore erzielt haben, zeigt unsere Ausgewogenheit.“ Torfolge: 1:0 Felix Zimmermann (4.), 2:0 Jakob Schilz (50), 3:0 Felix Frantzmann (72.). Gelb-Rot: Carsten Schwerbel (Guldenbachtal) wegen Foulspiels (84.).
„Uns fehlt leider vor dem Tor die Lockerheit und die Abgezocktheit“, raufte sich TuS-Trainer Beytullah Kurtoglu die Haare. „Wir lassen sehr viele Chancen liegen. Wenn wir die erste Halbzeit nicht verpennen und aktiver unser Spiel gestalten, geht es anders aus.“ Kurtoglu wörtlich: „Bei einer entscheidenden Elfmeter-Situation in der 80. Minute sind alle Zuschauer aufgesprungen, weil unser Innenverteidiger Fabian Seifert im 16er umgehauen wurde. 120 Zuschauer haben es gesehen plus alle Spieler von Bockenau und uns. Nur die, die es hätten sehen müssen, waren wohl gedanklich beim American Football.“ TSV-Trainer Jannik Huber befand: „Die größeren 100-Prozent-Chancen hatten wir. Die letzten 15 Minuten waren sehr hektisch und intensiv, da hatten wir auch etwas Glück, dass uns unser Torwart Marcel Redschlag im Spiel hält.“ Rote Karte: Florian Bernardy (TSV) wegen einer Notbremse (81.), Benjamin Mayer (TuS) wegen einer Tätlichkeit (90.+4).
Spiele im Stenogramm
Torfolge: 1:0 Henri Schneider (66.), 1:1 Lars Haag (79.).
Torfolge: 1:0 Alex Koch (7.), 1:1 Leandro Fritz (48.).
Torfolge: 1:0 Murat Aysel (5.), 2:0, 3:0 Rico Jelacic (15., 55.), 4:0 Alexander Schick (69.), 5:0 Maximilian Kuhn (76.), 6:0 Ben Nikodemus (81.), 7:0 Kuhn (89.). Rot: FSV (52.). Gelb-Rot: FSV (61.).