
In der Bezirksliga stehen noch drei Spieltage an. Und der VdS Nievenheim steht nach einem 3:3 (0:2)-Unentschieden gegen den Tabellenfünften ASV Mettmann bei 24 Punkten, drei Zähler hinter dem Relegationsrang. Der CfR Links (15.) konnte mit einem 1:0-Sieg gegen Hochdahl (17.) das Polster auf die Nievenheimer auf drei Punkte erhöhen.
Der Punktgewinn gegen den Tabellenfünften erscheint im ersten Moment wie ein großer Erfolg. Durch den Sieg des CfR Links ist der Punkt dennoch zu wenig. Auch VdS-Coach Thomas Boldt war mit dem Unentschieden nicht zufrieden. „Im ersten Durchgang haben wir den unbedingten Willen, den es im Abstiegskampf braucht, komplett vermissen lassen, weshalb wir auch zu Recht mit 0:2 hinten lagen. Entsprechend musste ich in der Kabine auch lauter werden“, sagte er.
Neben seiner Ansprache nahm Boldt auch taktische Veränderungen vor und ließ sein Team im zweiten Durchgang mit mehr offensivem Risiko agieren. Die Umstellung zeigte Wirkung. Innerhalb von 15 Minuten glich der VdS aus. Auch nach dem 2:3 kam der VdS erneut zurück. „Im zweiten Durchgang hat die Mannschaft Moral bewiesen. Aufgrund der anderen Ergebnisse ist der Punkt aber trotzdem zu wenig“, so Boldt.
Die Drei-Punkte-Lücke könnte sich jedoch noch vor dem 32. Spieltag am grünen Tisch schließen. Der MSV Düsseldorf setzte nämlich Anfang März einen Spieler gegen den VdS Nievenheim und den 1. FC Grevenbroich-Süd ein, der nicht spielberechtigt war. Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen. Nachdem eine vorläufige Entscheidung auf Wiederholungsspiele abgewiesen wurde, deuten die Zeichen jetzt auf Wertung gegen den MSV Düsseldorf.
„Meine Einschätzung ist, dass wir die Punkte zugesprochen bekommen, da unter anderem auch die Passstelle in Berufung gegangen ist. Für uns hat es aber keinen Sinn, über eine Entscheidung zu spekulieren. Wir müssen uns voll und ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren“, meinte Boldt. Der Weg zum Klassenerhalt führt beim VdS Nievenheim wohl zwangsläufig über die Relegation. Nur wenn das Urteil zugunsten des VdS ausfallen würde, bestünde noch eine theoretische Chance, den Lohausener SV auf Rang 14 zu überholen. Auf diese Rechenspiele möchte sich Thomas Boldt jedoch nicht einlassen. Sein Blick geht klar Richtung Relegation.
In Gestalt des TV Kalkum, Rhenania Hochdahl und den Lohausener SV warten nur noch Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel auf den VdS. Auch Hochdahl kann als Tabellensiebtzehnter, zwei Zähler hinter Nievenheim, noch den Klassenerhalt erreichen. Am Ende kann jeder Punkt entscheiden sein. Daher muss der Trainer auch abwägen, wie viel Risiko er mit seiner Mannschaft gehen will. „Unser riskanteres Spiel hätte in Mettmann auch schief gehen können. Aber in unserer Situation heißt es manchmal eben: alles oder nichts“, erklärte Boldt.