Auch für den Nachwuchs geht weiterhin nichts.
Auch für den Nachwuchs geht weiterhin nichts. – Foto: Lea Küster

Bayern sagt nein: Kein Kindertraining in Kleingruppen

Landesregierung verhindert Erleichterungen für den Amateursport

Die Bayerische Staatsregierung bremst den Amateur- und Breitensport weiter komplett aus. Eigentlich hätte ab dem heutigen Freitag die national gültige Regelung besagt, dass Kinder bis 14 Jahren in Gruppen mit bis zu fünf Personen auch bei einer Sieben-Tages-Inzidenz größer 100 kontaktlos Sport im Freien treiben dürfen. Nicht so in Bayern. Hier soll hingegen alles beim Alten bleiben, wie der Bayerische Landessport-Verband (BLSV) in Erfahrung gebracht hat. Soll heißen: Kein Training in Kleingruppen bei Inzidenz über 100.

Bereits am gestrigen Donnerstag hat sich BFV-Präsident Dr. Rainer Koch über die sogenannte "Bundes-Notbremse" echauffiert. Die Denkweise der Politik, Sport als Teil des Problems zu sehen, will ihm so gar nicht einleuchten: "Das ist keineswegs der erhoffte und in unseren Augen längst überfällige Schritt in die richtige Richtung. Das Gegenteil ist der Fall. Nahezu alle Expert*innen-Meinungen und harten Fakten wurden erneut negiert. Ich bleibe dabei und wiederhole mich ausdrücklich: Der Amateur- und Jugendfußball stellt kein pandemisches Problem dar, sondern ist vielmehr fixer Teil der Lösung. Das muss endlich auch so akzeptiert werden. Bis heute kann niemand erklären, warum in der Schule getestete Kinder nicht auch am Nachmittag gemeinsam unter Aufsicht und unter Einhaltung der etablierten Hygienekonzepte trainieren dürfen. Sport ist wichtig für unsere Gesellschaft, er ist wichtig für die Gesundheit."

5270 Aufrufe23.4.2021, 12:35 Uhr
Mathias WillmerdingerAutor

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