
Rheinhessen. SKC Barbaros und Bretzenheim 46 II führen nach Runde neun punktgleich das Feld in der Bezirksliga Rheinhessen an. In Lauerstellung liegt Guntersblum, das das Topduell in Horchheim 3:1 gewann. Das Spiel Zornheim gegen Nierstein wurde abgesagt. „Grund waren sehr viele krankheitsbedingte Ausfälle bei uns“, teilte Thomas Baumgärtner, Sportlicher Leiter des TSV, mit.
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„Das war ein hartes Stück Arbeit gegen eine homogene und starke Niersteiner Elf“, sagte TSG-Teammanager Volker Müller über das Nachholspiel am zurückliegenden Mittwoch. „Der Sieg ist zu hoch ausgefallen.“ Tore: 1:0 Navid Gharagouzlou (15.), 1:1 Tweety Nkwane (29.), 2:1, 3:1, 4:1 Jonas Gangl (72., 79., 83.). Zuschauer: 20.
„Die Analyse ist recht einfach“, meinte SVH-Coach Sascha Löcher. „Guntersblum war uns in allen Belangen überlegen. Schneller, wacher, giftiger, besser im Zweikampf – einfach individuell und als Mannschaft eine Klasse stärker als wir. Wir hatten im gesamten Spiel vielleicht zwei bis drei Torchancen inklusive unseres Tors. Wenn wir an unser Leistungslimit gekommen wären, hätten wir vielleicht eine Chance gehabt – davon waren wir aber ein gutes Stück entfernt.“ Löchers Fazit: „Wir werden die Niederlage auf- und verarbeiten und versuchen, nächste Woche wieder besser zu spielen. Es war klar, dass wir irgendwann verlieren – und heute war es definitiv verdient.“ Sein Guntersblumer Kollege Marian Saar indes war glücklich: „In Horchheim zu spielen ist nie einfach, aber wir wollten den Gegner von Anfang an anlaufen und haben das perfekt umgesetzt. Wir konnten das Spiel von Beginn an bestimmen. Ich bin enorm stolz auf diese Mannschaftsleistung.“ Von den 125 Fans seien „mindestens 85 aus Guntersblum“ gewesen. Auf die Frage, ob dies eine meisterliche Vorstellung war, antwortete Saar: „Nein, nein – von solchen Aussagen sind wir ganz weit weg. Es ist der achte Spieltag und wir schauen von Spiel zu Spiel.“ Tore: 0:1 Jan Weinbach (11.), 1:1 Jonas Rauh (29., Kopfball), 1:2 Moritz Mathes (53.), 1:3 Badr Karn (89.).
„Heute haben wir es geschafft, viele fußballerische Lösungen zu finden – was zu vielen guten Chancen geführt hat“, schwärmte Gau-Odernheims Coach Tobias Ruf. „Der Sieg ist auch in der Höhe absolut verdient. Wir haben auf vielen Positionen sehr gut agiert, hinten nichts anbrennen lassen und im Mittelfeld den Ball sauber nach vorne transportiert.“ Rufs Fazit: „Eine geschlossene Mannschaftsleistung, auf der man die Entwicklung der Spieler weiter vorantreiben kann.“ Für die Fortuna war es im neunten Match die achte Pleite. Tore: 1:0 Nico Müller (19.), 2:0 Philip Kohlstadt (44.), 3:0 Lennart Lopes Bickel (69.), 4:0 Eigentor Ahmadou Tall (83.). Zuschauer: 30.
„Saulheim hatte zu Beginn einige Chancen“, so TSG-Teammanager Volker Müller. „Wir haben im Laufe des Spiels sehr konzentriert und engagiert agiert. Saulheim hatte da nicht den Hauch einer Chance.“ Saulheims Co-Trainer Damian Szymkow bilanzierte: „Die Effizienz hat dieses Spiel entschieden. Gegen eine tiefstehende Bretzenheimer Mannschaft hatten wir reihenweise Großchancen – haben uns jedoch leider nicht für den Aufwand belohnt.“ Auf die Frage, wie man diese verheerenden Abschlussschwächen erklären könne, die sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Partien ziehen, meinte Szymkow: „Vor dem Tor fehlt uns aktuell einfach die Überzeugung und Kaltschnäuzigkeit.“ Tore: 0:1 Jonas Gangl (33.), 0:2 Paul Poseck (45.). Zuschauer: 80.
„Ein hochverdienter Sieg gegen eine ersatzgeschwächte Gundersheimer Mannschaft, die aber nicht an Fußballspielen interessiert war“, sagte TSV-Sprecher Matthias Stüber. „Wir waren klar spielbestimmend und haben es versäumt, das Ding frühzeitig zu entscheiden.“ Tore: 0:1 Tim Malkmus (19.), 1:1 Maurice Göbig (66.), 1:2 Malkmus (70.), 2:2 Sascha Stüber (76.), 3:2 Steven Knoll (80.). Rote Karte: Timo Liebisch (TSV) wegen groben Foulspiels (90.+3). Zuschauer: 130.
„Anspruch und Wirklichkeit liegen bei uns leider ziemlich weit auseinander“, urteilte Marienborns Co-Trainer Philip Spieckermann. „Fußball können wir, aber es fehlt uns aktuell an manch anderen Dingen. Die Hassia hat sicherlich sehr glücklich gewonnen – aber wenn man vier Gegentore fängt, darf man sich auch nicht beschweren.“ Hassia-Coach Steffen Reischmann sprach von einer „absoluten Willensleistung mit einem stark dezimierten Aufgebot. Entscheidend war unsere Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor“. Spielfilm: 0:1 Jakob Laforet (33.), 0:2 Taylor Knewitz (42.), 1:2 Marcel Baron (47.), 2:2 Freddy Sorg (73.), 2:3 Knewitz (79.), 2:4 Theodor Schwettmann (81.), 3:4 Baron (90.). Zuschauer: 50.
„Großes Lob an meine Jungs“, sagte Hakan Akcay, Sportlicher Leiter bei Barbaros. Sie hätten trotz Benachteiligung durch das Schiri-Gespann im Zusammenhang mit den Verwarnungen gegen Kevin Schuhmacher die Ruhe bewahrt, weitergekämpft „und am Ende quasi auch den Schiedsrichter ´geschlagen´. So etwas habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht erlebt.“ Wörrstadts Spielertrainer Rene Novo war auf den Referee ebenfalls nicht sonderlich gut zu sprechen: „Entscheidend für die Niederlage waren unsere Chancenverwertung und ein bis zwei unglückliche Situationen vom Schiedsrichter. Durch die Gelb-Rote Karte war Barbaros lange in Unterzahl. Das hat uns in die Karten gespielt – leider konnten wir unsere Chancen nicht nutzen.“ Tore: 1:0 Haris Beslic (21.), 2:0 Lee Weber (45.), 2:1 Jan Knobloch (55.), Samir Ouachchen (71.). Gelb-Rot: Schumacher (SKC/35.). Zuschauer: 70.
„Es war über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel“, sagte Rahul Saini, Sportlicher Leiter der Fontana. „Nieder-Olm hatte vor allem in der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile, hat es aber nicht geschafft, im letzten Drittel den Abschluss zu finden. Nach der Roten Karte gegen Mamadu Diouma Sidibe in der 74. Minute wegen Tätlichkeit konnten wir unsere Überzahl nutzen und die Partie durch schnelle Tore auf unsere Seite ziehen.“ Das Stenogramm: 0:1 Amirullah Niyazi (9.), 1:1 Benjamin Zähme (22.), 2:1 Dominik Siegfried (72.), 3:1 Pascal Klose (77.), 4:1 Patrick Hochhaus (80.), 5:1 Yannik Hochhaus (90.+1). Zuschauer: 100.