2026-05-06T12:44:31.715Z

Ligabericht

Bezirksliga: SG Weinsheim vergibt ersten Matchball

Die Bezirksliga-Fußballer der SG Weinsheim haben durch das 1:1 in Pfaffen-Schwabenheim das vorzeitige Meisterstück verpasst +++ TSV Bockenau unterliegt daheim Birkenfeld 3:4

von Michael Heinze · Heute, 21:30 Uhr · 0 Leser
Voller Einsatz: Pfaffen-Schwabenheims Abdullah Kurtoglu (links) fährt gegen den Weinsheimer Jannik Drouet das lange Bein aus.	Foto: Sebastian Bohr
Voller Einsatz: Pfaffen-Schwabenheims Abdullah Kurtoglu (links) fährt gegen den Weinsheimer Jannik Drouet das lange Bein aus. Foto: Sebastian Bohr

Region. Nach dem 1:1 in Pfaffen-Schwabenheim ist der Vorsprung von Primus SG Weinsheim am 28. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Nahe auf Verfolger SC Idar II auf fünf Punkte geschmolzen. „Wir werden uns sammeln – und es dann eben nächste oder übernächste Woche machen“, sagte Weinsheims angehender Meistertrainer Andy Baumgärtner. „Den ersten Matchball haben wir nicht genutzt, aber wir haben noch zwei. Wir gehen mit fünf Punkten Vorsprung in die letzten zwei Spiele – es gibt schlechtere Ausgangslagen.“

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„Der Punkt geht in Ordnung, weil wir über 90 Minuten sehr wenig zugelassen haben“, betonte TuS-Coach Beytullah Kurtoglu. „Wir waren dünn besetzt, mit vielen Ausfällen von Leistungsträgern. Aber es ist sehr schwierig aktuell, gegen uns Chancen herauszuspielen. Die Veränderungen haben uns im Spiel nach vorne leider die Spielstärke gekostet. Dem Führungstreffer der Gäste ging eine falsche Entscheidung voraus – weil es kein Eckball war. Aber wir sind Menschen und jeder macht Fehler“. SG-Trainer Andy Baumgärtner stellte klar, er hege ob des späten Ausgleichs keinen Groll. „Klar, wenn man in der 90. Minute führt, will man gewinnen. Es hat lange danach ausgesehen. Wir haben aber versäumt, das 2:0 nachzulegen. Der Gegner hat beherzt gekämpft, alles dazwischengeworfen.“ Torfolge: 0:1 Philipp Bäder (58.), 1:1 Eigentor Felix Frantzmann (90.).

„Eine katastrophale Woche“, konstatierte TSG-Coach Christoph Schenk. „Wir fahren verletzungsbedingt mit nur zwölf Leuten nach Mörschied – und dann mit zwei schweren Verletzungen nach Hause. Da gerät das Spiel in den Hintergrund. Wir hoffen, die Jungs werden schnell wieder gesund.“ Idan Shvartsburd fiel unglücklich auf die Schulter und musste nach 28 Minuten raus, Charlie Ruppert verletzte sich nach einem Zusammenprall am Knie. Torfolge: 1:0 Niklas Munsteiner (4.), 2:0 Fabian Rosner (15.), 3:0 Marvin Kunz (36.), 3:1 Belmin Kurpejovic (37.), 4:1 Julius Hegewald (55.), 5:1 Marvin Kunz (72.), 6:1 Fabian Rosner (75.), 7:1 Nico Kunz (90.).

„Luft und Lust waren raus bei der Mannschaft“, analysierte Winzenheims Coach Ercan Ürün. „Zur Pause hätte es 4:1 für uns stehen müssen – wir haben sehr viele Chancen liegen gelassen.“ Torfolge: 1:0 Bunyamin Degirmenci (52.), 1:1 Felix Schuff (54.), 1:2 Ben Nikodemus (57.), 1:3 Schuff (74.), 2:3 Vladimir Borovskij (87.), 2:4 Schuff (90.+2).

Gegen den Ex-Oberligisten lagen die Platzherren fix mit zwei Toren zurück, holten aber wieder auf. Nach dem 3:3 kurz vor Schluss musste der TSV das Finish nach einer Ampelkarte (89.) und zwei Zeitstrafen (83., 90.+2) in Unterzahl absolvieren. Torfolge: 0:1 Wladislaw Sontag (7.), 0:2 Alex Koch (13.), 1:2 Michel Tressel (37.), 1:3 Daniel Sommer (47.), 2:3 Lukas Reichard (69.), 3:3 Julian Brückner (74.), 3:4 Sommer (90.+3).

„Bei uns hat nichts gepasst“, schimpfte Guldbachtals Spielertrainer Luca Czarnecki. „Wir waren im Kollektiv ein Totalausfall, konnten nichts umsetzen von dem, was wir uns vorgenommen hatten.“ Der Dreier für die Gäste gehe in Ordnung. „Das ist erst mal sehr enttäuschend„, so Czarnecki. “Noch sind wir immer nicht durch.“ Torfolge: 0:1 Fiel-Muanza Daniel (1.), 0:2 Gabiel Daniel (57.), 0:3 Marcel Beck (75.), 0:4 Frederik Azzouz (78.).

„Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen“, sagte VfL-Spielertrainer Baris Yakut. „Wir kamen nie richtig ins Spiel, haben Merxheim zum Toreschießen eingeladen. Aber wichtig war, den Klassenerhalt zu sichern und das scheint jetzt endlich durch zu sein.“ In Minute 85 kassierten Kamer Yakut (VfL) und Nils Pathenheimer (SG) noch eine Rote Karte. „Komplett unnötig von beiden“, so Baris Yakut. „Kamer schießt den Ball lang hinten raus und Nils tritt nach, obwohl der Ball schon lange weg ist – und in der gleichen Situation hat dann Kamer auch einen Gehfehler gegeben.“ Torfolge: 1:0 Aaron Lörsch (20.), 2:0, 3:0 Dorian Glaser (41., 54.), 4:0 Keven Lang-Lajendäcker (80.). Rote Karte: VfL (85.), SG (85.).

Weitere Spiele im Steno

Torfolge: 0:1 Paul Schneider (9.), 0:2 Henri Schneider (14.), 0:3 Noah Thees (52.), 0:4 Segadipa Magassa (56.), 1:4 David Heringer (68.), 2:4 Davyd Sielin (69.).

Torfolge: 1:0 Alexander Claus (53.), 1:1 Dennis Schug (60., Elfmeter). Gelb-Rot: SVO (84.).