
Alzey-Worms. Chance verpasst für die Fußballer des FSV Saulheim. Obwohl der Tabellenzweite Marienborn II dem FSV Nieder-Olm am 27. Spieltag der Bezirksliga Rheinhessen unerwartet unterlag, verbesserte der FSV seine Position im Aufstiegsrennen keinen Deut. Denn im Derby bei Gau-Odernheim II gab es nach monatelanger Erfolgsserie heftig auf die Mütze. Beim Guntersblumer Debakel in Mommenheim soll ein dunkelhäutiger Spieler des TSV rassistisch beleidigt worden sein.
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„Ein großes Lob an die Guntersblumer Zuschauer und Fans, die sich unmittelbar nach der rassistischen Beleidigung von dem sogenannten „Fan“ ihrer Mannschaft distanziert haben“, lobte TSV-Sprecher Matthias Stüber den Gegner. „Durch ihre Mithilfe konnte dieser Störenfried mit falschen Ansichten vom Sportgelände verwiesen werden.“ SVG-Coach Marian Saar war auch sonst restlos bedient: „Ein absoluter Totalausfall der ganzen Mannschaft. Von A bis Z, bis zu uns Coaches. Wir haben null Gegenwehr gezeigt, wurden teilweise richtig stark von Mommenheim hergespielt.“ Tore: 1:0 Timo Liebisch (14.) 2:0, 3:0 Joel Genova (28., 53.) 4:0 Liebisch (64.) 5:0 Efe Mutlu (70.). Zuschauer: 230.
„Die Gau-Odernheimer waren uns in allen Belangen überlegen und haben uns aufgefressen“, betonte FSV-Co-Trainer Damian Szymkow. „Wir wussten, dass auf dem kleinen Platz die Grundtugenden und Handlungsschnelligkeit gefordert sein werden – konnten dies aber zu keinerlei Zeitpunkt aufs Feld bringen.“ Szymkows Fazit: „Nach so einem desolaten Auftritt fehlen einem echt die Worte. Wir haben als Team versagt – jetzt gilt es, eine Reaktion zu zeigen.“ TSV-Coach Tobias Ruf sprach derweil von einem „Wahnsinnsspiel. Es hat vieles gepasst. Das 1:0 war ein absolutes Traumtor – wie Michael Olise nur von der anderen Seite. Das hat Wirkung beim Gegner gezeigt. Wir wollten die Saulheimer jagen, das ist uns über 90 Minuten gelungen.“ Ruf wörtlich: „Wir haben uns vorgenommen, die letzten Wochen vergessen zu machen, in denen wir in den entscheidenden Momenten nicht da waren. Wir hatten jede Menge Wut im Bauch – vor allem über uns selbst. Wir haben auch beim 5:0 in der Halbzeit gesagt, wir wollen weiter Gas geben und bis zum Ende durchziehen. Wir haben gezeigt, zu was unsere junge Truppe imstande ist, wenn wir klar in unserer Struktur bleiben. Hut ab, vor so einem Statement-Sieg.“ Tore: 1:0 Lars Metzler (12.), 2:0 Sadrack Faber (14.), 3:0 Christopher Felde (24.), 4:0 Lorys Hafner (40.), 5:0 Faber (45.), 5:1 Eigentor Premjeet Dhaliwal (52.), 6:1 Metzler (83.). Gelb-Rot: Lukas Lazar (FSV) wegen Meckerns (70.). Zuschauer: 80.
„Wir waren voll auf der Höhe, was zweite Bälle und Gegenpressing angeht“, freute sich VfL-Co-Trainer Martin Ritter. „Die Grundtugenden, die es in so einem Spiel bedarf, haben wir auf den Platz gebracht. Wir haben keine klare Chance des Gegners zugelassen.“ TuS-Spielertrainer Rene Novo: „Wir hatten leider unsere Probleme, konnten dadurch die Intensität nicht mitgehen. Diese Niederlage tut weh, weil wir uns viel vorgenommen hatten.“ Tor: 1:0 Sefkan Tas (35.). Zuschauer: 200.
„Bretzenheim hatte die bessere Spielanlage und wir hatten einen Plan, wie wir dem entgegenstehen wollen – den haben alle Spieler sehr gut umgesetzt“, so SVH-Coach Sascha Löcher. „In der ersten Halbzeit hatte Bretzenheim ein Chancenplus, wir waren aber kaltschnäuziger vor dem Tor. Im zweiten Durchgang haben beide Teams Großchancen ausgelassen – wir konnten zwei der vielen Möglichkeiten nutzen. In unserer derzeitigen personellen Situation ist dieser Sieg ein tolles Ergebnis für eine geschlossene Mannschaftsleistung. Denn wir hatten aus diversen Gründen nur elf Feldspieler vom Kader der „Ersten“ dabei, mussten mit A-Jugend- und jungen Spielern der Zweiten, die sich nicht festspielen können, auffüllen.“ „Wir hatten Chancen, um drei Spiele zu gewinnen“, so TSG-Teammanager Volker Müller. „Wenn man die nicht reinmacht, darf man sich nicht beschweren. Somit sind wir weiterhin in Abstiegsgefahr.“ Tore: 1:0 Philipp Werle (31.), 1:1 Haris Hadziric (43.), 2:1 Niklas Voll (45.), 3:1 Jonas Fleischer (62.), 4:1 Mert Artan (89.). Zuschauer: 90.
„In der ersten Halbzeit war es ein ganz schwaches Spiel“, urteilte VfR-Coach Nico Augustin. „Zur Halbzeit haben wir Themen besprochen und in der zweiten Halbzeit viel besser umgesetzt. Besonders freut mich, unseren Kapitän Michael Steffens wieder an Bord zu wissen.“ Tore: 1:0 Leon Dorsheimer (24.), 2:0 Shugo Watanabe (48.), 3:0 Steffens (53.). Zuschauer: 95.
In der ersten Halbzeit gehörte das Spiel vor 50 Zuschauern weitestgehend uns, allerdings waren wir im letzten Drittel nicht zwingend genug“, so Fontana-Teammanager Rahul Saini. „Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir das Zepter aus der Hand gegeben, Zornheim kam besser ins Spiel – und auch zu einer guten Möglichkeit. Danach haben wir wieder die Kontrolle übernommen und uns Hochkaräter erspielt.“
„Die Jungs machen sich selbst Druck und brauchen dann ein Tor oder ein Gegentor um diesen Umstand zu lösen“, kommentierte TuS-Co-Trainer Philip Spieckermann. „Ich glaube der Umstand, mit aller Macht gewinnen zu wollen oder zu müssen, blockiert gerade unsere eigentliche Leichtigkeit. Ich bin enttäuscht vom Resultat – aber eher darüber, dass die Jungs sich phasenweise hängen lassen und nicht die PS auf die Straße bringen, die sie noch in der Hinrunde im Tank hatten.“ Zum Verlauf meinte Spieckermann: „Verkopfte erste Halbzeit, Rückstand, Dreher, Nervosität, Dreher, Niederlage. Nieder-Olm hat das sehr gut gemacht, hatte am Ende sogar noch die besseren Chancen, das Ergebnis früher zu drehen.“ Tore: 0:1 Mamadu Sidibe (25.), 1:1, 2:1 Müslüm Deliaslan (52./Foulelfer, 72.), 2:2, 2:3 Gentrit Hoti (81., 90.+2), 2:4 Eigentor Paul Hofmann (90.+4). Zuschauer: 52.
„Erneut eine souveräne Leistung mit viel Spielfreude“, schwärmte SKC-Teammanager Mete Akcay. „Samir Ouachchen war Spieler des Spiels mit zwei Toren und fünf Assists.“ Tore: 1:0 Ouachchen (10.),2:0 Ömer Er (16.), 3:0 Ouachchen (20.), 3:1 Youssef Iatissami (25.), 4:1 Lee Weber (27.), 5:1 Kevin Schuhmacher (37.), 6:1 Er (45.), 7:1, 8:1, 9:1 Haris Beslic (58., 60., 71.), 10:1 Weber (80.), 11:1 Haris Beslic (90.). Zuschauer: 70.
„Absolut schwierig in Worte zu fassen“, beschrieb VfL-Co-Trainer Martin Ritter das Mittwochspiel des VfL. „Die erste Halbzeit war sehr zäh. In der zweiten Hälfte kommen wir viel besser ins Spiel, gehen in Führung, lassen jedoch leider gute Chancen liegen – was sich am Ende gerächt hat. Mit der letzten Aktion bekommen wir einen Elfer gegen uns gepfiffen.“ Nach dem Gegentreffer war direkt Schluss. „Das Unentschieden war absolut verdient für uns“, urteilte TSG-Teammanager Volker Müller. „Je länger das Spiel dauerte, umso dominanter wurden wir.“ Tore: 1:0 Besart Morina (65.), 1:1 Jonas Gangl (90.+5, Foulelfer). Zuschauer: 120.