Dietmar Schreiner, Trainer des FV Siersburg II
Dietmar Schreiner, Trainer des FV Siersburg II – Foto: Jürgen Jager

Abbruch ohne Auf- und Abstieg wäre sinnvoll

FV Siersburg II: Hautzenbuckel votiert für Annullierung der Runde

Die Zweite des FV Siersburg spielt in der laufenden Runde der Bezirksliga Saarlouis eine ordentliche Rolle. Drei Punkt fehlen zu Platz Drei, im Moment steht das Team vom Hautzenbuckel auf Rang Sechs. Hinter den enteilten Teams aus Wallerfangen und Stella Sud Saarlouis ist das Feld eng beisammen.

Für Dietmar Schreiner, den Trainer des FV Siersburg II, gibt es keine „richtige“ Lösung der im Moment ziemlich verfahrenen Situation. Weiterspielen kommt für ihn weder in zwei Wochen noch im September in Frage. „Deshalb halte ich die Lösung, bei der es die wenigsten Ungerechtigkeiten gibt, für die Sinnvollste. Wen man die aktuelle Runde auf null stellt und annulliert, gibt es die wenigsten Clubs, die sich benachteiligt fühlen. In den meisten Ligen hat der Tabellenführer weniger als vier Punkte Vorsprung, wobei unsere Liga mit dem SV Wallerfangen eine der Ausnahmen ist. Wenn einer derzeit so wenig Vorsprung hat, kann er ja nicht für sich reklamieren, Meister zu sein. Und der derzeitige Zweite wird um die Chance gebracht, durch die Relegationsrunde aufzusteigen, weil die ja wahrscheinlich auch ausfällt. Und es gibt ja nur ganz wenige Teams, die so abgeschlagen sind, dass sie schon jetzt keine Chance auf den Klassenerhalt mehr hätten. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn jetzt schnell ein Entschluss kommt, die Runde abzubrechen. Denn es ist fast illusorisch zu denken, dass man in zwei oder drei Wochen wieder spielen kann mit all den Bedingungen, die dann erfüllt werden müssen“, erläutert der Trainer der Verbandsliga-Reserve vom Hautzenbuckel.

Er führt weiter aus: „Wenn wir im August oder September weitermachen, hat das mit der aktuellen Runde doch nichts mehr zu tun. Sollen wir dann im Frühjahr wieder so lange warten oder die nächste Runde dranhängen, ohne Winterpause und Hallenmasters? Wenn man jetzt einen Schnitt macht und ein festes Datum setzt, auf das man hinarbeiten könnte, wären viele Probleme gelöst. Selbst wenn man den 1. September als Starttermin holt, könnten die im August ausfallenden Spiele noch nachgeholt werden, aber dann müsste man auch bald wissen, dass das ein realistisches Datum ist. Wenn wir im August weitermachen, wissen wir jetzt schon, dass uns da mindestens zwei Spieler fehlen und wir dürfen ja keine Spieler von anderen Vereinen holen“, gibt er weiter zu bedenken. Aktuell gibt es keine festen Trainingspläne für sein Team. „Das scheitert schon an der fehlenden Überwachung. Wir haben die Spieler angehalten, sich selbst fit zu halten, aber die haben nun eventuell andere Probleme, ob finanziell, von der Arbeit her oder familiär bedingt. Da steht Fußball momentan hintenan. Wir werden dann im ersten gemeinsamen Training feststellen, wer die Zeit genutzt hat“, blickt er auf die erste gemeinsame Einheit voraus.

Zwei Spieler werden ab August mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr zur Verfügung stehen. „Christopher Quary war jetzt schon kaum noch da, er arbeitete in Paderborn und kam über das Wochenende, jetzt zieht er wieder an die Mosel, so dass er dort einen Verein sucht. Und Maxime Luhmann, der auch schon bei der Ersten spielte und für uns in neunzehn Spielen acht Treffer erzielte, zieht innerhalb von Frankreich noch weiter von Siersburg weg, so dass es keinen Sinn mehr macht für ihn, hier zu spielen. Weitere Zu- und Abgänge stehen noch nicht fest“, sagt Schreiner, der das Team auch in der kommenden Runde betreuen wird.

Aufrufe: 04.5.2020, 11:33 Uhr
Horst FriedAutor

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