2026-03-09T15:40:23.061Z

Allgemeines

Bezirksliga: Primus distanziert ärgsten Verfolger

Spitzenreiter Barbaros Mainz setzt sich Topspiel in Marienborn trotz Unterzahl durch und vergrößert seinen Vorsprung an der Spitze auf 14 Zähler

von Michael Heinze · Gestern, 21:03 Uhr · 0 Leser
Das Tor des Spitzenreiters ins Visier genommen: Der Marienborner Kalon-Jamal Prator (rechts), Barbaros-Akteur Fabien Spreitzer wirft sich in den Schuss, den Keeper Daniel Brand erwartet.	Foto: Stefan Sämmer/sfs
Das Tor des Spitzenreiters ins Visier genommen: Der Marienborner Kalon-Jamal Prator (rechts), Barbaros-Akteur Fabien Spreitzer wirft sich in den Schuss, den Keeper Daniel Brand erwartet. Foto: Stefan Sämmer/sfs

Rheinhessen. Nach dem knappen Sieg im Gipfeltreffen bei Verfolger TuS Marienborn II hat Primus SKC Barbaros seinen Vorsprung an der Spitze der Bezirksliga Rheinhessen auf stolze 14 Punkte ausgebaut. Das Duell des VfL Gundersheim gegen Fontana Finthen musste abgesagt werden. „Wir haben keinen Platz zu Verfügung“, kommentierte VfL-Coach Kevin Boos. „Und der Platz im Flomborn wurde auch noch gesperrt..“

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„Da war heute mehr drin“, konstatierte TuS-Co-Trainer Philip Spieckermann. Der ursprüngliche Plan der Marienborner, die Null so lange wie möglich zu halten, hatte sich nach 13 Minuten erledigt. „Die anschließende Umstellung dann zwei Minuten später auch“, sagte Spieckermann mit Blick auf den Doppelschlag zum 0:2. „Uns blieb nur die Flucht nach vorne und das hat auch wunderbar funktioniert. Nach dem Ausgleich und über 50 Minuten in Überzahl lag hier etwas in der Luft – aber wir konnten das Momentum in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz nutzen. Nach dem schnellen 2:3 hatten wir zwar noch einige sehr gute Chancen, um den Ausgleich zu schießen, waren aber glücklos.“ Hakan Akcay, Sportlicher Leiter von Barbaros: „Wir sind gut gestartet, hatten bis zum 2:0 alles unter Kontrolle. Zwei Stellungsfehler bei langen Bällen und eine unnötige Rote Karte haben das Spiel noch einmal spannend gemacht. Insgesamt war es ein ausgeglichenes Spiel – unser Sieg geht in Ordnung.“ Tore: 0:1 Dennis Nemeth (13.), 0:2 Max Henne (15.), 1:2, 2:2 Müslüm Deliaslan (31., 36./Foulelfer nach Foul von Joseph Meier), 2:3 Ömer Er (46.). Rote Karte: Meier (SKC) wegen Notbremse an Nazar Khalymivsky (36.). Zuschauer: 50.

„Wir haben noch einige Dinger liegen lassen“, stellte Niersteins Coach Nico Augustin klar. „Unsere Entschlossenheit, alles weg zu verteidigen, war der Schlüssel zum Erfolg.“ Tor: 0:1 Paul Junginger (19., Kopfball nach Ecke). Zuschauer: 85.

Alkan Yildiz markierte vor 150 Fans das entscheidende Tor (22.). Und das kam laut Wörrstadts Spielertrainer Rene Novo so: „Wir haben uns bei einem Abstoß verschätzt und selbst den Ball verlängert in den Lauf des Stürmers, der dann vor dem Tor quer legt auf Alkan…“ FSV-Co-Trainer Damian Szymkow: „Unser Sieg in einem schwachen Bezirksliga-Derby geht absolut in Ordnung. Wir haben über das komplette Spiel nichts zugelassen und es verpasst, den Deckel draufzusetzen. So blieb es bis zum Schluss hektisch.“

„Leider gehen wir erneut nicht als Sieger vom Platz, obwohl der Großteil des Geschehens in der Zornheimer Hälfte stattfand“, konnte es Guntersblums Trainer Marian Saar nicht fassen. „Zornheim geht mit einem Topvolley aus 20 Metern aus dem Nichts in Führung. Das hat den Gästen komplett in die Karten gespielt und ihren Matchplan wohl komplett erfüllt – denn danach wurde leidenschaftlich verteidigt. Wir sind nur noch angerannt, aber waren nicht zwingend genug in unseren Abschlüssen, deshalb nimmt Zornheim den Punkt auch nicht unverdient mit.“ Saar weiß: „Wir brauchen unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis.“ Tore: 0:1 Tobias Eschborn (24.), 1:1 Badr Karn (42.). Zuschauer: 200.

„Ein leistungsgerechtes Remis“, urteilte TSG-Teammanager Volker Müller. „Wir haben in der zweiten Halbzeit eine klare Steigerung hingelegt nach einer verschlafenen ersten Halbzeit. Schade, dass unser Siegtor in der letzten Minute wegen eines vermeintlichen Foulspiels nicht gegeben wurde.“ FSV-Chef Christoph Loré: „Wir haben Bretzenheim unnötig wieder ins Spiel kommen lassen. Am Ende sind wir mit dem Punktgewinn zufrieden.“ Tore: 1:0 Amirullah Niyazi (20.), 2:0 Matthias Cygon (51.), 2:1 Mathis Scholz (60.), 2:2 Till Escher (64., Foulelfer). Zuschauer: 100.

„In der ersten Halbzeit gab es von uns gute 30 Minuten, in denen wir verdient 2:0 führen, auf 3:0 erhöhen müssen, einen klaren Handelfer nicht bekommen und durch einen Traumfreistoß das 2:1 mit dem Halbzeitpfiff kassieren“, so TSV-Sprecher Matthias Stüber. „In der zweiten Halbzeit war es ein schlechtes Spiel auf einem schwierigen Platz, bei dem wir wenig Entlastung generieren konnten, uns aber den Sieg durch eine kämpferische Leistung verdient haben.“ „Der Naturrasen war nicht einfach zu bespielen“, befand Horchheims Coach Sascha Löcher. „Deshalb mussten wir unsere Ausrichtung anpassen, viele lange Bälle spielen, auf die zweiten Bälle gehen und schnell in die Spitze spielen.“ Der SVH kam ganz gut in die Gänge, kassierte aber einen Doppelschlag durch einen Freistoß und einen Abpraller, nachdem er den Ball nicht ordentlich klären konnte. „Im zweiten Durchgang haben wir viel probiert, sind aber zweimal an der Latte gescheitert“, so Löcher. „Mommenheim war stehend K.o., doch leider konnten wir das gegen den TSV nicht mehr für einen Treffer nutzen. Mommenheim ist der glückliche Sieger – wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt.“ Tore: 1:0 Timo Liebisch (18.) 2:0 Marko Pezic (20.), 2:1 Mert Artan (45.). Gelb-Rot: Efe Mutlu (TSV/wdh. Foulspiels, 81.). Zuschauer: 130.

„Wir haben genau die richtige Reaktion auf die Nicht-Leistung von letzter Woche gezeigt“, freute sich Gau-Odernheims Übungsleiter Tobias Ruf. „Spielerisch haben wir sehr gute Lösungen gefunden und absolut verdient gewonnen.“ Aber war die Oberliga-Reserve 90 Minuten klar überlegen? „Ich würde sagen ja. Bis auf drei Standards in der ersten Halbzeit hatten wir die Hassia im Griff. Der Widerstand der Hassia war grundsätzlich da, nach dem frühen 2:0 kurz nach der Pause hat man aber schon gemerkt, dass es für die Hassia irgendwie ein K.o. war. Die Binger haben es dennoch weiterhin versucht – aber gegen unsere stabile Defensive so gut wie keine Mittel gefunden. Bestnoten würde ich an alle geben, vor allem die Defensive mit Nadkanski, Dhaliwal und Borger hat top gestanden. Und vorne haben wir es immer wieder durch gute Kombinationen top herausgespielt.“ Der Spielfilm: 0:1 Christopher Felde (26.), 0:2 Miles Hofmann (49.), 0:3 Jannis Theis (68.), 0:4 Lars Metzler (76.). Zuschauer: 80.