2026-01-09T09:36:09.492Z

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Rot für Notbremse: Nieder-Olms Abwehrmann Patrick Schuchert (links) bringt mit einem Kontakt am Oberkörper den Marienborner Torjäger Tobias Schuh zu Fall
Rot für Notbremse: Nieder-Olms Abwehrmann Patrick Schuchert (links) bringt mit einem Kontakt am Oberkörper den Marienborner Torjäger Tobias Schuh zu Fall – Foto: Jörg Henkel

Bezirksliga: Nieder-Olm trotzt der Unterzahl

Vorjahres-Zweiter der Bezirksliga bleibt auch in Marienborn auf der Siegerstraße +++ Nierstein ärgert Primus vergeblich

Rheinhessen. Auch nach zwölf Spieltagen in der Bezirksliga Rheinhessen steht der SV Horchheim (3:2 gegen Nierstein) an der Spitze. Der verblüffend stark gestartete Aufsteiger TSG Bretzenheim 46 II musste sich Saulheim mit 0:2 geschlagen geben. Im Kellerduell feierte Ex-Verbandsligist SV Guntersblum einen Kantersieg gegen Nachbar Oppenheim. Das samstägliche Duell VfL Gundersheim gegen FC Aksu Mainz war bereits am Freitag abgesagt worden – laut VfL-Coach Kevin Boos war der Rasenplatz nicht bespielbar.

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TuS Marienborn II – FSV Nieder-Olm 1:2 (1:1). – „Leider haben wir uns durch eine Leichtsinnigkeit direkt in der zweiten Minute eine Hypothek eingehandelt“, sagte TuS-Co-Trainer Philip Spieckermann. Zwar schaffte der Verbandsliga-Unterbau noch vor der Pause den Ausgleich. „Aber zwei Rückstände“, sinnierte Spieckermann, „holt man gegen die erfahrenen Nieder-Olmer dann nicht so einfach auf.“ Tore: 0:1 Eric Rienhardt (3.) 1:1 Pero Filtzinger (21.) 1:2 Dennis Lang (69., Foulelfmeter nach Foul an Rienhardt). Zuschauer: 125. Rote Karte: Patrick Schuchert (FSV) wegen Notbremse an Marienborn-Goalgetter Tobias Schuh (72.). Zuschauer: 50.

TSG Bretzenheim 46 II – FSV Saulheim 0:2 (0:1) – „Eine verdiente Niederlage“, resümierte 46-Teammanager Volker Müller. „Wir haben es nicht geschafft, das Spiel zu kontrollieren.“ Auf die Frage, in welcher Beziehung seine Jungs die größten Defizite offenbart hätten, meinte Müller: „Fehlende Dominanz – wir haben den Gegner zu sehr spielen lassen, sehr oft auch einfach zu unkonzentriert die Aktionen zu Ende gebracht.“ Saulheims Co-Trainer Damian Szymkow sprach von einem „ausgeglichenen Spiel mit wenig Großchancen auf beiden Seiten. Wichtig war, dass wir effizient waren und unsere Chancen genutzt haben“. Tore: 0:1 Marcus Jung (20.), 0:2 Jonas Görlach (51. Foulelfmeter im Nachschuss). Zuschauer: 70.

SV Horchheim – VfR Nierstein 3:2 (3:1). – „In der ersten Halbzeit hat Horchheim verdient geführt, aber in der zweiten Hälfte hat sich die Partie komplett gedreht und wir waren die klar bessere Mannschaft“, sagte VfR-Coach Nico Augustin. „Die Jungs hätten das Unentschieden mehr als verdient gehabt.“ Tore: 1:0 Domenico Gagliardi (16., nach Fehlpass im Aufbau) 2:0 Pascal Sadurski (20., nach Flanke von Lars Freese) 2:1 Leon Dorsheimer (21., nach Flanke Levin Przybysz) 3:1 Sadurski (40., nach Ecke am langen Pfosten), 3:2 Dorsheimer (63., Seitfallzieher in den Winkel). Zuschauer: 80.

TSV Mommenheim – VfL Fontana Finthen 0:2 (0:1). – „Heute hat leider die cleverere Mannschaft gewonnen – und nicht die bessere“, haderte TSV-Trainer Sven Liebisch. „Wir hatten sehr gute Ballbesitzphasen, haben es aber immer wieder versäumt, den letzten Ball richtig anzubringen. Ein individueller Fehler und am Ende ein Konter haben das Ding entschieden.“ Liebischs Fazit: „Auf unserem Platz haben wir alles reingeworfen – obwohl der absolut unbespielbar ist. Langsam wird es aber Zeit, dass der Knoten platzt und wir endlich anfangen, Punkte zu sammeln – gerade mit Hinblick auf die nächsten Sechs-Punkte-Wochen.“

Rahul Saini, Sportlicher Leiter der Fontana, sprach vom „erwartet schweren Spiel auf einem Rasenplatz, der es beiden Mannschaften nicht erlaubt hat, Fußball zu spielen. Viel Kampf, viele Gelbe Karten, eine Zeitstrafe für Sedat Yildirim – und am Ende steht ein wichtiger Auswärtssieg“. In der zweiten Halbzeit habe Mommenheim das Spiel an sich gerissen, ohne wirklich im letzten Drittel Chancen herauszuspielen. „Wir haben unsere Konter nicht sauber ausgespielt“, kritisierte Saini. „Einen Ball hat Mommenheims Torwart Tim Dörr überragend gehalten.“ Tore: 0:1 Ramtin Abdollahzadehsagha (14.), 0:2 Dennis Gyamfi-Kumaning (90.). Zuschauer: 150.

SV Guntersblum – FSV Oppenheim 6:1 (0:1). – „Endlich der erste Heimsieg“, atmete SVG-Coach Marian Saar tief durch. „Wir haben den Derbycharakter erst in der zweiten Halbzeit angenommen und unsere Intensität gefunden. Oppenheim hatte in Halbzeit eins die klarere und bessere Spielanlage. Sie konnten uns immer wieder in Unterzahlsituation auf dem Flügel bringen, wir sind nur hinterhergerannt.“ Nach dem Wechsel zeigte das Team von der Alsheimer Straße sein wahres Gesicht. Nach ein paar Umstellungen wirkte der SVG viel giftiger in den Zweikämpfen, überzeugte spielerisch. „Oppenheim kam damit überhaupt nicht zurecht“, so Saar. „Jeder hat für den anderen gekämpft – die Tore und der Sieg tun uns verdammt gut.“ Der Spielfilm: 0:1 Felix Köper (37.), 1:1 Pascal Kalbfuß (47.), 2:1 Luke Vollrath (48.), 3:1 Louis Bihn (71.), 4:1 Felix Köhler (74.), 5:1 Rouven Schiedhelm (78.), 6:1 Justin Grimes (90., Foulelfmeter). Zuschauer: 360.



Aufrufe: 013.10.2024, 21:45 Uhr
Michael HeinzeAutor