
TSV Eller 04 – SC Rhenania Hochdahl. Nur eine Woche nach dem achtbaren 2:4 gegen den Vierten MSV Düsseldorf steht den Hochdahlern gleich der nächste Aufstiegskandidat ins Haus. „Du hast keine Chance, nutze sie“, möchte man dem immer noch sieglosen Aufsteiger beim Gastspiel am Sonntag an der Vennhauser Allee (Anstoß 15 Uhr) mit auf den Weg geben.
Die Ausgangslage sieht die Düsseldorfer im Vorteil. Die Elf von Coach Kerim Kara führt gemeinsam mit Sparta Bilk (beide 24 Zähler) das Feld in der Bezirksliga, Gruppe 1, an. Die SG Benrath und der MSV Düsseldorf (beide 23) folgen gleich dahinter. Daraus resultiert: Eller darf sich gerade gegen ein „Kellerkind“ keine Blöße geben. Vor Wochenfrist wäre das beim TV Kalkum-Wittlaer (14.) fast schief gegangen. Der führte nämlich bis ganz zum Schluss 1:0, ehe dem Favoriten mit einem Doppelpack (90./90+4) noch die Wende zum 2:1-Sieg gelang.
Aus dieser Konstellation schöpfen auch die Rhenanen Hoffnung. Bei denen wurde im Anschluss an das 2:8 in Dormagen Tacheles geredet, eine umfangreiche Videoanalyse der neun Begegnungen zuvor eingeschlossen. „Wir haben die Fehlerquellen im Detail angesprochen, aber auch das Positive herausgestellt. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Jungs haben vieles davon gegen den MSV Düsseldorf schon umgesetzt, wie taktische Disziplin, größere Laufbereitschaft und Kampfgeist. Der Teamgeist stimmt trotz der Negativergebnisse sowieso“, konstatierte Peter Burek. Der SCR-Chefcoach fügt hinzu: „Aus unserer Sicht war es über 60 Minuten lang ein fast schon perfektes Spiel. Nur, und das wurde erneut deutlich, die Chancenverwertung bleibt weiter unser Manko.“
In diesem Punkt müssen sie in Hochdahl natürlich auch die in Teilen größere individuelle Qualität der Konkurrenz anerkennen. Weil der Auftritt vergangenen Sonntag dennoch Mut macht, sieht das Team um Kapitän „Bakka“ Barkammich in Eller durchaus eine Außenseiterchance. Was Kalkum schaffte, nämlich den Aufstiegsaspiranten bis zum Abpfiff zu ärgern, warum soll das nicht auch den Hochdahlern gelingen? Die spielten in Kalkum 2:2.