
Rheinhessen. Sieben Spieltage vor Saisonschluss in der Bezirksliga Rheinhessen deutet alles darauf hin, dass der souveräne Primus SKC Barbaros – das Duell gegen Hassia Bingen wurde auf Wunsch der Gäste verlegt – Meister wird und sich TuS Marienborn II (1:0 gegen Gundersheim) den Vize-Titel schnappt. Barbaros liegt 13 Punkte vor Marienborn, Marienborn wiederum sechs Zähler vor dem Rest des Feldes. In Zornheim gab es erneut eine schwere Verletzung samt Krankenwageneinsatz.
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„Mit dieser Leistung können wir nicht zufrieden sein“, stellte Saulheims Co-Trainer Damian Szymkow klar. „Das war in Sachen Engagement und Leidenschaft definitiv zu wenig. Am Ende steht trotzdem ein hochverdienter Sieg zu Buche.“ Auf die Frage, ob er also von einer eher dürftigen Vorstellung sprechen würde, nickte Szymkow: „Absolut. Das war sicherlich unser schwächster Auftritt in diesem Jahr – über den siebten Sieg in Folge freuen wir uns trotzdem.“ Tore: 0:1 Ricardo Parlov (5.), 1:1 Dominik Klein (24.), 2:1 Alkan Yildiz (50.), 3:1, 4:1 Eljano Pergjegaj (75./Handelfer, 89.). Zuschauer: 60.
Bei Gundersheim rückt Feldspieler kurzzeitig ins Tor
Marienborns Co-Trainer Philip Spieckermann sortierte den Dreier unter „Kategorie Arbeitssieg“ ins Regal. „Die ersten 20 Minuten sahen sehr vielversprechend aus, nach dem 1:0 haben wir leider aufgehört und Gundersheim hat das Ruder übernommen – auch als wir nach der Gelben Karte Plus gegen VfL-Torwart Lukas Ketterer wegen Meckerns in der 68. Minute zehn Minuten in Überzahl und gegen einen Feldspieler im Tor gespielt haben“, so Spieckermann. „Am Ende muss man ehrlich sagen: Das hätte auch anders ausgehen können!“ Lichtblick: Winterzugang Paul Kammerer schoss das dritte Tor im dritten Spiel. Tor: 1:0 Paul Kammerer (18.). Zuschauer: 50.
„Ein verdienter Sieg unseres stark aufspielenden Teams gegen ebenfalls starke Zornheimer“, resümierte TSG-Teammanager Volker Müller. „Die erste Hälfte war geprägt von der schweren Fußverletzung unseres Torwarts Sebastian Greif, der mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste – das Spiel musste 30 Minuten unterbrochen werden.“ Das Unglück passierte laut Müller so: „Sebastian ist beim Versuch, den Ball zu klären, unglücklich aufgekommen.“ Diagnose: Doppelter Bänderriss. „Der Krankenwagen war nicht auf dem Platz“, erläuterte Müller. „Sebastian konnte aber lange nicht abtransportiert werden – wegen zu starker Schmerzen.“ Tore: 0:1 Jonas Gangl (17.), 0:2 Haris Hadziric (40.), 0:3 Nando Hess (52.), 0:4 Gangl (57.), 1:4 Max Philipp (59.), 2:4 Nick Aputius (84.), 2:5 Eigentor Finn Baumgärtner (89.). Zuschauer: 100.
„Ein Spiel, in dem beide Torhüter (Sebastian Neef beim VfR und Nico Wagner beim TSV, Red.) ihrer Mannschaft überragend die Null halten und wir durch einen Lucky Punch den Sieg einfahren“, berichtete TSV-Sprecher Matthias Stüber. „Zudem eine sehr souveräne und gute Leistung der Unparteiischen.“ VfR-Trainer Nico Augustin: „Heute gewinnt die effizientere Elf, wir verpassen nach der Halbzeit mit drei Hundertprozentigen die Führung. Man kann sagen, dass wir uns selbst geschlagen haben.“ Tor: 0:1 Timo Liebisch (90.). Zuschauer: 135.
„Nach einer schwachen ersten Halbzeit nutzen wir zahlreiche Großchancen nicht“, raufte sich FSV-Boss Christoph Loré die Haare. „Am Ende trifft die alte Weisheit zu: Machst du vorne deine Dinger nicht, wirst du bestraft. Enttäuscht sind wir aber nicht. Wir wissen, dass wir in einer schwierigen Phase stecken – vier, fünf Stammspieler fallen aus. Der Knipser vorne fehlt. Da ist es schwer. Wir sind froh, die Punkte in der Hinrunde eingefahren zu haben.“ Tore: 1:0 Lennart Lopes Bickel (30., Foulelfer), 1:1 Matthias Cygon (33.), 2:1 Miles Hofmann (85.), 3:1 Salvador Gomes da Costa Ribeiro (90.+2, Foulelfer). Zuschauer: 50.
„Großes Kompliment an meine Mannschaft“, schwärmte SVG-Coach Marian Saar. „Auch wenn wir nach dem Anschluss kurz gezittert und keinen Zugriff mehr bekommen haben. Mit dem 3:1 war das Spiel durch.“ Ein Sonderlob verteilte Saar an A-Junior Silas Bihn: „Er hat sein Debüt bei uns gefeiert – mit zwei bis drei Topaktionen, die Lust auf mehr machen.“ Tore: 0:1 Levin Przybzsz (37.), 0:2 Tim Weinbach (46.), 1:2 Pablo Ullrich Noguera (75.), 1:3 Tim Weinbach (82.), 1:4 Felix Köhler (84.). Zuschauer: 50.