2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligabericht

Bezirksliga: Guldental landet Befreiungsschlag

SG-Fußballer setzen sich in der Bezirksliga im Duell mit Oberhausen 4:3 durch +++ Spitzenreiter Weinsheim müht sich zum 1:0 gegen Nahbollenbach, spielt am Ende in doppelter Unterzahl

von Michael Heinze · Heute, 20:57 Uhr · 0 Leser
Pfaffen-Schwabenheims Tim Biegner (links) ist eher am Ball als sein Rüdesheimer Gegenspieler. An der Niederlage der Platzherren änderte das nichts.	Foto: Edgar Daudistel
Pfaffen-Schwabenheims Tim Biegner (links) ist eher am Ball als sein Rüdesheimer Gegenspieler. An der Niederlage der Platzherren änderte das nichts. Foto: Edgar Daudistel

Region. Nach dem knappen 1:0 gegen Nahbollenbach fährt die SG Weinsheim am kommenden Sonntag mit sechs Punkten Vorsprung zum Gipfeltreffen der Bezirksliga Nahe beim SC Idar II. Im Keller landete die SG Guldental mit dem 4:3 gegen den SV Oberhausen einen Befreiungsschlag.

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Trotz der erneuten Niederlage ließ Bockenaus Coach Jannik Huber nichts auf seine Elf kommen. „Die Leistung der Jungs war sehr, sehr gut“, urteilte Huber und verwies darauf, sein Team nach der Ampelkarte gegen Julian Brückner wegen wiederholten Foulspiels (42.) „knapp 50 Minuten in Unterzahl“ absolvieren musste. Torfolge: 0:1 Max Mathern (4.), 1:1 Julian Brückner (28.), 1:2 Michel Hahn (71.), 1:3 Matthies Sander (88.), 1:4 Dorian Glasser (90.+2).

„Am Ende war das Spielglück entscheidend – und dass wir bis zum Schluss dran geglaubt haben“, so SG-Coach Luca Czarnecki. „Aber es war kein gutes Spiel von uns.“ Torfolge: 0:1 Eigentor Marcel Medinger (21.), 1:1 Nico Dorfey (30.), 2:1 Czarnecki (46.), 3:1 Maurice Zankel (79.), 3:2 Martin Uebel (82.), 3:3 Eduard Sarymamed-Ogly (86.), 4:3 Zankel (88.).

„Blau-Weiß hat sich durch eine tolle kämpferische Leistung den einen Punkt verdient“, lobte Planigs Coach Christoph Schenk die couragierte Darbietung des Kellerkinds. „Wir waren zwar fußballerisch besser, hatten aber mit dem steinharten Hartplatz zu kämpfen. Ein absolut faires Spiel zwischen zwei guten Teams, die bessere Platzverhältnisse verdient gehabt hätten.“ Torfolge: 1:0 David Heringer (37.), 1:1 Idan Shvartsburd (56.), 1:2 Belmin Kurpejovic (64.), 2:2 Heringer (68.).

„Wir hätten schon zur Pause 4:0 führen müssen“, betonte Winzenheims Coach Ercan Ürün. „In der zweiten Halbzeit haben die Kräfte bei uns nachgelassen. Der Gegner hatte da viele Chancen – aber Torwart Gerrit Martensen hat bärenstark gehalten und uns mit einer seiner besten Saisonleistungen den Sieg gerettet.“ Die Winzenheimer waren ohne fünf Stammspieler angetreten, unter anderem fehlte der frühere Ingelheimer Engin Karadeniz. Torfolge: 1:0 Berat Sayim (16.), 2:0 Vladimir Borovskij (23.), 2:1 (84.).

„Nach unserem Führungstreffer hatten die Birkenfelder klar mehr vom Spiel gehabt und auch die klareren Chancen“, berichtete Fürfelds Coach Sebastian Kilp. „Da hatten wir Glück. Nach der Pause haben wir uns zusammengerafft, taktisch umgestellt – haben aber trotzdem das 1:2 bekommen. In der letzten Viertelstunde war es ein Spiel auf ein Tor, wo wir auch noch den Ausgleich hätten erzielen können.“ Unterm Strich sei es „in der ersten Halbzeit leider zu wenig“ gewesen, „um etwas Zählbares mitzunehmen“. Torfolge: 0:1 Frederik Azzouz (10.), :1 Daniel Sommer (36., Elfmeter), 2:1 Roman Nagel (57.).

„Eine Leistung, auf die man aufbauen kann“, freute sich Rüdesheims Spielertrainer Baris Yakut. „Die Jungs haben gemerkt und eingesehen, dass es ´Abstiegskampf´ heißt für uns. Dementsprechend hatten wir taktisch etwas umgestellt – und die Jungs haben alles wie besprochen gut umgesetzt.“ Fazit des früheren Regionalliga-Spielers der Offenbacher Kickers: „Es gab Situationen, in denen wir unnötig den Gegner etwas stark gemacht haben – aber wir hatten dennoch gute Offensivmomente und haben uns auch mit drei Toren belohnt.“ Torfolge: 0:1 Semih Celebi (23.), 0:2 Can Does (82.), 0:3 Baris Yakut (89.).

Luca Redschlag sicherte dem Primus mit einem sehenswerten Treffer in der 77. Minute einen hart erkämpften Dreier. Am Ende spielten die Weinsheimer nach einer Roten Karte gegen Christian Krämer (69.) und einer Ampelkarte gegen Felix Frantzmann (79.) in 9:11-Unterzahl. „Den Platzverweis gegen Krämer kann man geben“, urteilte SGW-Coach Andy Baumgartner. „Er hatte gerangelt. Zu allem anderen, was das Spiel und den Schiedsrichter betrifft, sagt man einfach besser nichts. Ich möchte mich eigentlich eher dem Gegner widmen: Nahbollenbach hat super gespielt, schön gekontert, es sehr gut gemacht, kämpferisch wirklich stark – ein schwerer Gegner, der uns alles abverlangt hat. Trotzdem haben wir es gewonnen. Ich bin stolz auf die Jungs – das war eine Willensleistung.“

Tor: 0:1 Jan-Uwe Audri (51.).