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„Bewundernswert, wie er sich reingehauen hat“: Neuried verliert Ralic-Bruderduell gegen SVA

von Tobias Huber · 02.09.2024, 12:48 Uhr · 0 Leser
Danilo Ralic (hinten) ist einer der Neurieder Kapitäne. (Archivfoto)
Danilo Ralic (hinten) ist einer der Neurieder Kapitäne. (Archivfoto) – Foto: Halmel

Das Bruderduell hat der TSV Neuried verloren: Marko Ralic jubelt am Ende mit Topteam SV Aubing im Sportpark. Danilo zeigte eine gute Leistung.

Danilo Ralic kämpfte und rannte 90 Minuten lang unter der sengenden Hitze im Sportpark des TSV Neuried. Als Kapitän in Vertretung des nominellen Spielführers Benedikt Nowack versuchte der 22-Jährige alles, um seine Fußballer zum Sieg über den SV Aubing und seinen Bruder Marko Ralic zu führen.

„Mir ist danach ziemlich schlecht geworden“, berichtete der Mittelfeldspieler. Trainer Thomas Hiechinger meinte: „Es war wirklich bewundernswert, wie er sich reingehauen hat. Er hat ja zuletzt auch einige Trainingseinheiten verpasst.“ Und auch der zwei Jahre ältere Bruder aufseiten der Gäste musste zugeben: „Er hat mir das Leben schwergemacht.“

Vor allem in den Anfangsminuten trafen die beiden in Zweikämpfen das eine oder andere Mal aufeinander. „Ich glaube, ich habe das Duell für mich entschieden“, befand Danilo Ralic, und auch sein Coach sagte: „Ich kann mich an keinen verlorenen Zweikampf gegen seinen Bruder erinnern.“ Sehr bitter war nur, dass die junge TSV-Mannschaft trotz aufopferungsvollen Kampfes dem Spitzenteam aus Aubing knapp mit 0:1 (0:0) unterlag und die zweite Niederlage in Folge kassierte.

„Wir hätten uns mehr verdient gehabt“, meinte Neurieds Ralic. Zwar strahlten die Gäste besonders in den ersten 45 Minuten große Dominanz aus. „Das war aber auch der Matchplan. Wir wollten defensiv gut stehen und auf Konter lauern“, so Hiechinger. Bei einer Ecke wäre dem TSV sogar beinahe das 1:0 gelungen, als der Ball durch den Fünfer rauschte und keinen Abnehmer fand. „Neuried hat gut verteidigt, wir hatten aber auch die eine oder andere gute Möglichkeit“, sagte Marko Ralic. Er genoss die Atmosphäre in der alten Heimat, auch wenn ihm kein Treffer glücken wollte. „Es war eine gute Stimmung. Die jungen Neurieder Fans haben uns ganz schön attackiert, wir mussten uns einiges anhören – aber das gehört auch dazu“ befand er.

Dem SVA reichte am Samstag ein Sonntagsschuss, um den fünften Sieg im sechsten Saisonspiel einzufahren. „Das war sehr bitter“, klagte Hiechinger. Nach einer abgewehrten Ecke drosch Aubings Verteidiger Thomas Graml den Ball aus 25 Metern in den Winkel (52.). „Den trifft er wahrscheinlich nie wieder so“, haderte auch Danilo Ralic. Die Hausherren wagten sich danach gezwungenermaßen deutlich öfter aus der eigenen Hälfte, vergaben aber ihre Möglichkeiten zum Ausgleich. „Eine müssen wir eigentlich machen“, sagte Hiechinger. Der eingewechselte Nikola Matovic scheiterte etwa freistehend an SVA-Torwart Ali Boraze. „Aubing hat uns Räume angeboten, die wir besser nutzen müssen. Daran müssen wir noch arbeiten, das ist das nächste Level“, resümierte Hiechinger.

Er bekam dennoch nach dem Spiel Glückwünsche auf das Smartphone gesendet. Das lag daran, dass der Liveticker in der App des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) ein 0:0 als finales Resultat vermeldet hatte. „Da gab es mal wieder ein technisches Problem“, sagte Hiechinger. Trotz der Niederlage konnte er stolz sein auf seine Fußballer, die einmal mehr trotz des großen Umbruchs ihre Konkurrenzfähigkeit in der Bezirksliga Süd unterstrichen hatten. „Die Mannschaft hat die Vorgaben trotz der großen Hitze sehr gut umgesetzt“, lobte der Trainer.

Eine gute Note bekamen von ihm auch Schiedsrichter Felix Brandstätter aus München und seine Assistenten. Thomas Hiechinger: „Die mit Abstand beste Spielleitung der gesamten Saison.“