
Der SE Freising hat sich beim 3:0 in Langengeisling genau an den Matchplan des Trainers gehalten. Der würde am liebsten nur noch auswärts spielen.
Freising – War das der Turnaround? Das werden wohl erst die kommenden Wochen zeigen. Die Bezirksliga-Fußballer des SE Freising boten beim FC Langengeisling am Samstagmittag jedenfalls eine überzeugende Leistung und gewannen verdient mit 3:0 (2:0).
„Vielleicht sollten wir beantragen, dass wir nur noch auswärts spielen.“ Heiko Baumgärtner, neuer Trainer der SEF-Fußballer, hatte nach dem Abpfiff gut lachen. Zuletzt hatten die Lerchenfelder Baumgärtners Heimpremieren doppelt vergeigt, im Landkreis Erding gelang nun der zweite Sieg im vierten Spiel. Und das „mit einer guten Leistung“, lobte der Coach seine Truppe.
Freising agierte konzentriert und war insbesondere taktisch gut eingestellt. Die Elf hielt sich konzentriert an den Matchplan. Baumgärtners Handschrift ist mittlerweile ganz gut zu erkennen: Kompakt stehen, die Räume eng machen und immer wieder die Umschaltmomente suchen. Das alles scheint immer besser zu gelingen. Und dieses Mal trafen die Offensivmänner ebenfalls die richtigen Entscheidungen.
Gleich mit dem ersten Angriff gingen die Gäste in Führung: Nach einer Balleroberung im Zentrum gelangte das Leder zu Johannes Grubmüller. Der steckte mit Übersicht durch und bediente Christian Schmuckermeier. Letztgenannter ließ sich nicht zweimal bitten und netzte zum 1:0 ein (9.).
Freising blieb dran und erhöhte sogar. Diesmal hatte sich Fabrizio Brandes über rechts kernig durchgesetzt. Seinen Rückpass von der Grundlinie konnte erneut Schmuckermeier verwerten (39.). Kurz danach hatte Grubmüller aus fünf Metern selbst die dicke Chance auf das dritte Tor der Gäste.
Und die Führung sollte nicht mehr groß in Gefahr geraten. Nach dem Wechsel drückte zwar Langengeisling zunächst, ehe nach einem Strafstoß endgültig Ruhe einkehrte: Fabrizio Brandes war bei einem Gewurl im Strafraum klar gefoult worden, den fälligen Elfmeter versenkte Kapitän Felix Fischer trocken (60.).
Während die Domstädter die Führung nun locker herunterspielten, brannten bei den Hausherren langsam die Sicherungen durch. So leistete sich der FC Langengeisling in der zweiten Hälfte erst zwei Zeitstrafen, und schließlich musste Hannes Dornauer noch mit einer glatten Roten Karte runter (82.).