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đź—Ł: Besonderer Tag fĂĽr MTV MĂĽnchen, SVP trotz krasser Fehler motiviert

Die Reaktionen zum 1. Spieltag der Bezirksliga SĂĽd

von Boris Manz · 28.07.2025, 10:20 Uhr · 0 Leser
Auf das 1:1 gegen den VfL Denklingen will Geiselbullachs Trainer Stefan Held aufbauen.
Auf das 1:1 gegen den VfL Denklingen will Geiselbullachs Trainer Stefan Held aufbauen. – Foto: Dieter Metzler

Der SV Waldeck-Obermenzing holt gegen Aufsteiger MTV München auch dank Keeper David Novak einen Punkt. SVW-Trainer Gutsmiedl staunt über die Qualität von Kaltner, Beckenbauer, Erb und Co. Ohlstadt jubelt über den Traumstart in die Bezirksliga, lässt sich aber vom Ergebnis nicht blenden. Untermenzings Siegtor gegen Penzberg wird aberkannt, dennoch ist Nico Formella mit dem Auftritt des SVU zufrieden. Der SV Planegg hat anfangs mit Polling große Probleme, löst das Ganze aber in der zweiten Hälfte spielerisch. Die ersten Stimmen und Reaktionen der Bezirksliga Süd zum 1. Spieltag.

Novak lässt MTV München verzweifeln – Kaltner, Beckenbauer und Erb? „Brutale Qualität“

Stefan Gutsmiedl, Trainer des SV Waldeck-Obermenzing: »Es ist schön, dass wir in der Süd spielen dürfen. Das 1:1 beim MTV München war ein Spiel, das in beide Richtungen hätte ausgehen können – wir hätten gewinnen, aber auch verlieren können. Wenn bei MTV Spieler wie Kaltner, Beckenbauer und Erb auf dem Platz stehen, ist das schon eine brutale Qualität, und für unsere Jungs ist es ein großes Lernen, gegen solch starke Spieler anzutreten. Die erste Halbzeit ging ganz klar an MTV: Sie verschießen einen Elfmeter und haben gute Chancen, aber unser Keeper David Novak hält uns mit einem überragenden Spiel am Leben. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas umgestellt und kamen besser ins Spiel, gehen dann auch mit 1:0 in Führung. MTV gelingt aber noch der Ausgleich zum 1:1. Insgesamt hat es Spaß gemacht, es war ein abwechslungsreiches Spiel, und am Ende ist das Ergebnis in Ordnung. Ich wünsche allen eine verletzungsfreie und erfolgreiche Saison.«

Manuel Schwarz, Teamchef des MTV München: »Für uns war es natürlich ein ganz besonderer Tag, nach 30 Jahren endlich wieder ein Bezirksliga-Spiel bestreiten zu dürfen, worauf wir drei Jahre hingearbeitet haben. SV Waldeck-Obermenzing haben wir als kämpferisch starke Mannschaft erwartet, und genau so sind sie auch aufgetreten – total fair, sympathisch und immer auf der Höhe. Für uns war es eine echte Standortbestimmung, um zu sehen, ob wir das Niveau und die Geschwindigkeit der Bezirksliga schon mitgehen können. Trotz kurzfristiger Ausfälle von Moritz Schlehe, Luca Roth und Franz Strohmaier waren wir in der ersten Halbzeit sehr gut im Spiel und hatten die besseren Spielanteile, haben aber leider das Tor nicht gemacht – der verschossene Elfmeter war dabei sicher der Knackpunkt. Ich glaube, wenn der reingeht, nimmt das Spiel einen anderen Verlauf. In der zweiten Halbzeit kam Waldeck besser ins Spiel, da war es ausgeglichener oder sogar mit Vorteilen für den Gegner. Nach dem Rückstand sind wir umso glücklicher, dass wir noch den Ausgleich erzielen konnten, und kurz vor Schluss wäre sogar der Siegtreffer möglich gewesen, aber der Waldecker Torwart (David Novak, Anm. d. Red) hat überragend gehalten. Insgesamt war es für uns ein absolutes Highlight, wir freuen uns, dabei zu sein und blicken jetzt auf zwei schwere Auswärtsspiele. Nächste Woche geht es nach Planegg, dort wollen wir weiter lernen und uns in der Bezirksliga etablieren. Wir freuen uns sehr auf die Saison.«

TSV Geiselbullach: »Wir haben gezeigt, dass wir in der Liga bestehen können«

Stefan Held, Trainer des TSV Geiselbullach: »Ich glaube, dass wir in unserem Auftaktspiel gegen den letztjährigen Tabellensechsten eine sehr gute Leistung gezeigt haben und durchaus auch als Sieger hätten vom Platz gehen können, da wir die besseren Chancen hatten, es aber verpasst haben, nachzulegen. Insgesamt war es eine sehr reife Vorstellung, mit der wir gezeigt haben, dass wir in der Liga bestehen können. Darauf wollen wir nun aufbauen.«

Auf das 1:1 gegen den VfL Denklingen will Geiselbullachs Trainer Stefan Held aufbauen.
Auf das 1:1 gegen den VfL Denklingen will Geiselbullachs Trainer Stefan Held aufbauen. – Foto: Dieter Metzler

Ohlstadt nach 3:0-Traumstart in Bezirksliga Süd: »Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wider«

Anton Geiger, Trainer des SV Ohlstadt: »Das Ergebnis spiegelt das Spiel eigentlich überhaupt nicht wider. In den ersten 20 Minuten war Raisting klar besser, wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen, wurden dann aber stärker und hatten selbst Chancen. Zur Halbzeit steht es 0:0, das hat so auch gepasst – ein 1:1 wäre auch in Ordnung gewesen. Nach der Pause hatten wir eine bessere Phase und gehen durch ein Tor in Führung, geraten aber zum Ende hin ziemlich unter Druck, und Raisting hat viele Chancen gehabt. Ob das Spiel 1:1 ausgeht oder durch einen Konter entschieden wird, war offen – am Ende machen wir dann noch das zweite und dritte Tor. Unterm Strich wäre ein Punkt für beide Mannschaften absolut okay gewesen. Wir freuen uns trotzdem sehr, dass wir jetzt in der Süd dabei sind, und ich wünsche allen eine gute und vor allem verletzungsfreie Saison.«

SV Untermenzing hadert mit aberkannten Treffer gegen Penzberg – »Gemischtes Fazit« beim FCP

Nico Formella, Trainer des SV Untermenzing: »2:2 zu Hause gegen den 1. FC Penzberg, der eine brutale individuelle Qualität und enorme Erfahrung mitbringt – wahrscheinlich die meiste in der Bezirksliga Süd, auch aus höherklassigen Ligen. Wir spielen über 60, 70 Minuten in meinen Augen sehr solide mit, sind mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar – vor allem in der ersten Halbzeit – die bessere Mannschaft. Wir hätten vielleicht auch mit mehr als nur einem Tor in Führung gehen können. In der Schlussphase geraten wir dann allerdings in eine Druckphase, aus der wir uns nur schwer befreien konnten. Da hat man die Qualität von Penzberg ab etwa der 70. Minute deutlich gesehen. Kurz vor Schluss kassieren wir das 2:2, haben dann in der 93. Minute noch den Lucky Punch auf dem Fuß, der uns aber leider aberkannt wird. So begnügen wir uns zum Auftakt gegen einen sehr starken Gegner zu Hause mit einem Punkt und bereiten uns jetzt auf das nächste Spiel vor.«

Maximilian Bauer, Trainer des FC Penzberg: »Ein interessantes Duell gegen einen neuen Gegner in der Bezirksliga Süd, der zu Hause sicherlich noch einige Punkte holen wird. Aufgrund der Chancenverteilung auf beiden Seiten fällt das Fazit gemischt aus – wir hätten das Spiel gewinnen, aber ebenso gut auch verlieren können.«

Das Spiel zwischen Olching und Gilching musste abgebrochen werden.
Das Spiel zwischen Olching und Gilching musste abgebrochen werden. – Foto: Dieter Metzler

Planegg lobt Polling nach Kantersieg: »Respekt für die starke Leistung«

Martin Bauer, Co-Trainer des SV Planegg: »Wir haben einen lauf- und zweikampfstarken Gegner erwartet und gerade in den ersten 15 bis 20 Minuten hatten wir damit unsere Probleme. Wir haben die Situationen nicht gut gelöst, waren oft zu gierig nach vorne und haben dadurch Ballverluste provoziert. Deshalb gehen wir auch mit einem gerechten 1:1 in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte haben wir dann deutlich ruhiger gespielt, sind kompakt nach vorne geschoben und haben uns so unsere Torchancen erspielt, was letztlich zum verdienten Sieg geführt hat. Die beiden Gegentore haben wir allerdings zu leicht kassiert, das müssen wir besser machen. Respekt an den SV Polling für die starke Leistung. Wir freuen uns jetzt auf das Spiel gegen den MTV.«

Maximilian Jochner, Trainer des SV Polling: »SV Planegg-Krailling war wie erwartet ein starker Gegner. Die erste Halbzeit konnten wir noch relativ offen gestalten, sind mit 1:0 in Führung gegangen, haben aber nach einem individuellen Fehler schnell den Ausgleich kassiert. Zur Pause stand es verdient 1:1, obwohl der Gegner mehr Spielanteile hatte. In der zweiten Halbzeit wollten wir eigentlich genauso weiterspielen und das Ergebnis möglichst lange halten, um punktuell unsere Chancen zu nutzen. Am Ende haben wir aber 2:6 verloren. Von den sechs Gegentoren waren fünf das Resultat individueller, teils krasser Fehler, die wir uns in der Bezirksliga einfach nicht leisten dürfen. Nichtsdestotrotz war Planegg-Krailling ein Gegner, der qualitativ hochwertig und sehr präzise im Passspiel agiert hat. So kurios es klingt: Trotz der deutlichen Niederlage sind wir weiterhin motiviert und wissen, dass wir unsere Fehler abstellen müssen. Gegen eine Mannschaft mit dieser Qualität werden Fehler eben sofort bestraft. Die drei Punkte für Planegg-Krailling sind absolut verdient, aber wir werden uns steigern.«