2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
– Foto: Reinhard Rehkamp

Bersenbrück siegt knapp, Lüneburg sorgt für Überraschung

Egestorf-Langreder gewinnt Lotterie

Die Halbfinalisten im des Niedersachsenpokals ("Amateure") stehen fest. Nachdem sich bereits am vergangenen Freitag der SV Wilhelmshaven in einem dramatischen Elfmeterschießen beim SV Holthausen Biene knapp mit 3:2 durchgesetzt hatte, durften sich am gestrigen Samstag auch der TuS Bersenbrück und der Lüneburger SK Hansa über den Einzug in die Vorschlussrunde freuen.

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Der zweifache Pokalsieger aus Bersenbrück erwischte im Heimspiel gegen den FC Verden 04 einen Start nach Maß und ging bereits nach vier Minuten in Führung. Nach einem langen Ball war die Hintermannschaft der Gäste nicht aufmerksam genug und Saikouba Manneh erzielte das 1:0 für den Turn- und Sportverein. Auch in der Folge tat sich Verden schwer ins Spiel zu finden, durfte sich nach rund einer halben Stunde aber dennoch über den Ausgleich freuen. Der aufgerückte Kevin Klee traf mit einem satten Schuss in das obere Toreck zum 1:1 (27.).

Der zweite Abschnitt hatte kaum begonnen, da mussten die Gäste den erneuten Rückstand verkraften. Moritz Waldow erzielte nach einer Flanke von der linken Seite mit der Hacke sehenswert die erneute Führung für Bersenbrück (46.). In der Folge war Verden zwar um eine Antwort bemüht, kam im letzten Drittel jedoch zu selten in gefährliche Abschlusspositionen und musste sich letztlich knapp mit 1:2 geschlagen geben. Für Bersenbrück geht die Pokalreise dagegen weiter, der Pokalsieger von 1990 und 2023 darf vom dritten Triumph und dem damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal träumen.

Das gilt auch für den Lüneburger SK Hansa, der sich bei seinem Auswärtsspiel gegen den Gewinner von 2024, dem VfV Borussia 06 Hildesheim, mit 2:0 durchsetzen konnte und ebenfalls in der Runde der letzten Vier steht. Unter der neu eingeweihten Flutlichtanlage im Friedrich-Ebert-Stadion sahen die rund 800 Zuschauer einen schwungvollen Start der Gastgeber, doch vor dem Tor fehlte zunächst die letzte Überzeugung.

Auf der anderen Seite kam der LSK besser ins Spiel und ging nach etwas mehr als einer Viertelstunde in Führung. Wilson Alex Pinto Coelho Junior kam nach einer Flanke zum Kopfball und beförderte den Ball unbedrängt ins Tor (17.). Die Hildesheimer brauchten ein wenig, bis sie sich von dem Rückschlag erholt hatten. Stürmer Louis Malina vergab die große Chance auf den Ausgleich, als er eine Hereingabe aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen konnte. Neben der eigenen Abschlussschwäche zeigte sich auch LSK-Torhüter Arne Exner in guter Form und hielt die Führung für sein Team mit starken Paraden fest.

Im zweiten Durchgang war der VfV zwar um den Ausgleich bemüht, doch die Defensive der Gäste stand sicher und ließ kaum einmal eine zwingende Tormöglichkeit zu. Kurz vor Schluss nutzte Lüneburg die sich nun bietenden Räume für die Vorentscheidung. Nach einem langen Ball kam Jona-Heiko Prigge vor Keeper Lennart Schulze Kökelsum an den Ball und schob zum 2:0 für den Oberligaaufsteiger ein (87.). In der Nachspielzeit sah VfV-Spieler Tim Friedrich nach einem wiederholten Foulspiel noch die gelb-rote Karte (90.+7). Für den Lüneburger SK Hansa ist es der erste Halbfinaleinzug seit 2017. Damals stand der LSK sogar im Endspiel, musste sich dort dem VfL Osnabrück jedoch knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Als letzte Mannschaft sicherte sich am Sonntag der aktuelle Tabellenführer der Oberliga, der 1. FC Germania Egestorf-Langreder, nach einem wahren Pokalkrimi das Ticket für das Halbfinale. Im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Wetschen geriet der Pokalfinalist von 2016 nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte quasi mit dem Pausenpfiff in Rückstand. Lennart Bors brachte den TSV mit seinem Treffer in Führung (45.). Im zweiten Abschnitt war Germania um eine Antwort bemüht und kam durch Jonas Lübke nach etwas mehr als einer Stunde zum Ausgleich. Der 25-Jährige verwandelte einen Strafstoß souverän und ließ die Hausherren jubeln (63.).

Kurz vor Schluss schlugen die Gäste aus dem Landkreis Diepholz erneut eiskalt zu. Julian Fehse brachte seine Farben sieben Minuten vor dem Ende auf die vermeintliche Siegerstraße (83.). Doch die Hausherren gaben sich nicht auf und retteten sich durch den zweiten Treffer von Lübke kurz vor Schluss tatsächlich noch ins Elfmeterschießen (88.). Dort hatte Germania dann das Glück auf seiner Seite und setzte sich nach einem spannenden und intensiven Pokalfight knapp mit 7:6 in der Lotterie durch. Damit steht der ehemalige Regionalligist nach 2023 wieder unter den letzten Vier. Damals war das Team im Elfmeterschießen an Bersenbrück gescheitert.

Ob es zu einer Neuauflage dieses Halbfinals kommt, wird die Auslosung ergeben. Alle Infos dazu werden zeitnah bekannt gegeben. Ermittelt werden dann die Partien in den beiden Wettbewerbssträngen des Krombacher Niedersachsenpokals.

Das Viertelfinale im Wettbewerbsstrang „Amateure“ in der Übersicht:

• SV Holthausen Biene – SV Wilhelmshaven 2:3 n.E.
• TuS Bersenbrück – FC Verden 04 2:1
• VfV Borussia 06 Hildesheim – Lüneburger SK Hansa 0:2
• 1. FC Germania Egestorf-Langreder – TSV Wetschen 9:8 n.E.

Aufrufe: 06.10.2025, 08:34 Uhr
redAutor