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Bergstraße: Lage lässt Relegations-Hoffnung leben

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es am Saisonende wieder Entscheidungsspiele gibt +++ Paarungen wurden schon mal ausgelost

von Markus Karrasch · 15.02.2026, 17:00 Uhr · 0 Leser
Fußballwart MatinWechtFoto: Markus Karrasch
Fußballwart MatinWechtFoto: Markus Karrasch

Bergstraße. Die Hoffnung stirbt zuletzt: Nachdem in den vergangenen Jahren die Relegationsspiele im Kreis Bergstraße zwar regelmäßig terminiert, aber ebenso regelmäßig mangels Bedarf ausgefallen sind, ist der Kreisfußballausschuss Bergstraße jetzt guter Dinge, dass am Ende dieser Spielzeit – wie zuletzt 2018/19 – Entscheidungsspiele von Kreisober- bis D-Liga ausgetragen werden.

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Anlass ist die Konstellation in der den Kreisligen übergeordneten Gruppenliga, wo einige der sieben Bergsträßer Vertreter um den Ligaverbleib kämpfen. Schaffen bei voraussichtlich fünf direkten Absteigen mindestens zwei Bergsträßer nicht den direkten Klassenerhalt, gibt es Entscheidungsspiele, wie Kreisfußballwart Martin Wecht bei den beiden virtuellen Rest-Rückrundenbesprechungen sagte: „Die Wahrscheinlichkeit ist nicht ganz gering.“ Ziel ist es, alle Klassen 16 Teams stark werden zu lassen.

Eine Einschränkung schob der Rimbacher gleich hinterher: Freiwillige Rückzüge beziehungsweise neue Spielgemeinschaften könnten der Relegation erneut einen Strich durch die Rechnung machen.

Bereits zuvor waren die Paarungen ausgelost worden. Heimrecht haben im ersten von zwei Spielen der Kreisoberliga-14. (gegen den A-Liga-Zweiten), der A-Liga-14. (gegen den B-Liga-Dritten) sowie der Dritte der C-Liga (gegen den B-Liga-15.). In der Dreier-Runde zwischen C- und D-Liga erwartet zum Auftakt der Zweite der D-Liga II den Zweiten der D-Liga I; der C-Liga-Drittletzte greift am zweiten Spieltag ein. „Die exakten Spieltermine werden kommuniziert, wenn die Teilnehmer feststehen“, so Wecht.

Die Saison endet am 31. Mai, in der folgenden Woche startet die Relegation (erste Spiele an Fronleichnam, 4. Juni). Die Klassenleiter Wecht, Reiner Held und Thomas Hirschberg sind bemüht, die Begegnungen so zu legen, dass es zu keinen zeitlichen Überschneidungen kommt. Der Tabellenzweite der Kreisoberliga Bergstraße, das ist fix, erwartet in der Gruppenliga-Aufstiegsrunde am 4. Juni den Vize der Kreisoberliga Darmstadt/Groß-Gerau.

Saison startet wohl am ersten Augustwochenende

Wann die Runde 2026/27 beginnt, ist noch offen, da der Hessische Fußball-Verband den Rahmenterminplan noch nicht festgezurrt hat. Wecht rechnet aber „zu 80 Prozent“ mit einem Saisonstart am ersten August-Wochenende, was den Vorteil habe, dass Klassen mit 16 Mannschaften keinen Wochentags-Spieltag haben. Möglich ist aber auch ein Beginn am zweiten August-Wochenende. Die Entscheidung soll demnächst fallen.

Was die bisherige Spielzeit angeht, waren sich die drei Klassenleiter einig: Es war recht ruhig. Lediglich ein Spielabbruch (A-Liga, TSV Hambach – TG Jahn Trösel) musste vor dem Sportgericht verhandelt werden. Woran die Vereine aus Sicht der Klassenleiter aber arbeiten müssten, verdeutlichte Martin Wecht: Es gebe „viel zu viele unnötige Karten“ wegen nicht-fußballspezifischen Aktionen, sprich: wegen meckerns, diskutieren, beleidigen. Der Ton werde immer rauer, stellte Wecht fest.

Zuschauer seien oft das Problem

An diesem Thema müsse grundsätzlich und von allen gearbeitet werden. Auf einigen Plätzen sei das Zuschauerverhalten überprüfenswert. Wecht: „Kein Zuschauer tut seinem Verein etwas Gutes, wenn er den Schiedsrichter gegen sich aufbringt. Versucht, auf die Leute einzuwirken und mehr Ruhe reinzukriegen.“ Das gelte sowohl für Fans als auch Spieler und Offizielle. Dem pflichtete Hans-Jürgen Weißmüller als zuständiger Einzelrichter für Kreisober- und B-Liga bei: „Das bringt außer Sperren und Geldstrafen nichts.“

In Summe gab es in den bisherigen Spielen 95 Einzelrichter-Urteile, zehn weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 24 Mal (inklusive Nichtantritte) wurden Vereine bestraft, sechs Mal Trainer und Offizielle. In der gesamten Saison 2024/25 büßten 19 Vereine und 15 Trainer. Eine löbliche Ausnahme gab es, was Strafen anging: In C- und DI-Liga gab es keine Platzverweise für Offizielle, wie Klassenleiter Hirschberg konstatierte: „Da war die Trainerpassschulung vielleicht doch nicht umsonst.“ Zum Vergleich: Im Fußballkreis Wiesbaden bilanzierten die Verantwortlichen 227 Einzelrichter-Urteile nach 18 Spieltagen – und waren erfreut darüber. Denn 400 Urteile sind da die Regel.