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Bergisch Gladbach reist mit Rückenwind zum FC

Nach sechs Punkten aus der englischen Woche wartet auf den SV09 beim Nachwuchs des 1. FC Köln die nächste Standortprüfung. Trainer Kevin Kruth fordert Mut, Ordnung und klare Lösungen gegen das Kölner Pressing.

von red · 09.09.2026, 14:08 Uhr · 0 Leser
– Foto: Marcel Richter

SV Bergisch Gladbach 09 hat die Antwort auf den Oberhausen-Dämpfer eindrucksvoll gegeben. Erst das 2:0 bei den Sportfreunden Lotte, dann das 1:0 gegen die U21 des VfL Bochum: Der Aufsteiger hat in der englischen Woche sechs Punkte geholt, zweimal kein Gegentor kassiert und sich in der Regionalliga West spürbar Luft verschafft. Nun wartet am Sonntag um 14 Uhr im Franz-Kremer-Stadion die nächste anspruchsvolle Aufgabe: das Auswärtsspiel bei der U23 des 1. FC Köln.

Für die Mannschaft von Cheftrainer Kevin Kruth ist es das erste von zwei Auswärtsspielen nacheinander. Eine Woche später geht es zum Bonner SC in den Sportpark Nord. Doch der Blick richtet sich zunächst ganz auf den FC-Nachwuchs, der nach sieben Spieltagen mit elf Punkten auf Platz fünf steht. Bergisch Gladbach folgt mit zehn Punkten nur knapp dahinter. Es ist also ein Duell zweier Mannschaften, die tabellarisch nah beieinanderliegen, auch wenn die Rollen vor dem Anpfiff nicht völlig gleich verteilt sind.

Kruth freut sich auf die Kulisse

Auch für Kruth hat die Begegnung einen besonderen Reiz. „Das Franz-Kremer-Stadion ist und hat sicherlich eine sehr traditionsreiche und coole Atmosphäre“, sagt der 09-Trainer vor dem Spiel. Durch den Spielplan der Kölner Profis rechnet er zudem damit, dass auch einige FC-Fans den Weg zur U23 finden werden. Für den Aufsteiger wird es damit nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch ein interessantes Auswärtsspiel.

Die Kölner gehen mit einer wechselhaften englischen Woche in die Partie. Zunächst gewann die U23 des 1. FC Köln deutlich mit 4:0 beim VfL Bochum II, anschließend folgte eine 1:2-Niederlage beim Bonner SC. Gerade deshalb erwartet Kruth einen Gegner, der vor eigenem Publikum eine Reaktion zeigen möchte. „Wir gehen schon davon aus, dass der FC nach der Niederlage in Bonn mit einer sehr offensiv geprägten Herangehensweise das Spiel bestreiten wird“, sagt der Coach.

Der Schlüssel soll aus Sicht des SV09 wieder in einer stabilen Arbeit gegen den Ball liegen. „Das Ziel muss sein, eine gute Struktur zu haben und im Spiel wieder mit einem energiereichen Anlaufen den Gegner weit von unserem Tor entfernt zu halten“, erklärt Kruth. Gleichzeitig weiß er, dass seine Mannschaft diese Spielweise nicht über 90 Minuten ohne Pausen durchziehen kann. In den Phasen, in denen Köln Druck macht, wird es darauf ankommen, gefährliche Situationen sauber zu verteidigen und im letzten Drittel konsequent zu bleiben.

Mimini ist wieder einsatzbereit

Verstecken soll sich Bergisch Gladbach aber nicht. Gegen das erwartete hohe Anlaufen der Kölner will der Aufsteiger spielerische Lösungen finden und die entstehenden Räume nutzen. „Wir wollen uns dort nicht verstecken, sondern selbst initiativ sein“, betont Kruth. Nach den beiden Siegen zuletzt dürfte seine Mannschaft genügend Rückenwind mitbringen, um auch beim FC mutig aufzutreten.

Personell gibt es eine gute Nachricht: Ardit Mimini ist nach überstandener Erkältung wieder einsatzbereit. Jonas Rücker fehlt nach seiner Verletzung weiterhin, bei Daniel Spiegel bleibt abzuwarten, ob er für einen Einsatz in Frage kommt. Damit ist die Lage gegenüber der Vorwoche weitgehend unverändert, aber zumindest eine wichtige Option kehrt zurück.

Nach der perfekten englischen Woche reist der SV09 mit breiter Brust nach Köln. Trotzdem wird die Aufgabe beim FC-Nachwuchs ein echter Härtetest. Die Gastgeber verfügen über Qualität, Tempo und eine Mannschaft, die über die Saison hinweg zu den stärkeren Teams der Liga zählen dürfte. Kruth nimmt genau daraus aber auch die positive Spannung mit: „Wir können das Spiel nach den sechs Punkten aus den beiden vergangenen Spielen mit einer gewissen Vorfreude und viel Selbstvertrauen angehen.“ Für Bergisch Gladbach ist es die nächste Chance, zu zeigen, dass der Aufsteiger in der Regionalliga West mehr sein kann als nur ein unbequemer Außenseiter.