
Der FC Töging unterliegt in Rosenheim. Beide Trainer äußern sich zur Mentalität ihrer Mannschaft. Während Waldperlach mit dem Remis in Saaldorf hadert, sind Zorneding und Miesbach zufrieden mit dem Punktgewinn. Beim SV Bruckmühl lobt Mike Probst nach dem wichtigen Sieg in Peterskirchen. Die Stimmen zum 17. Spieltag der Bezirksliga Ost.
Robert Berg, Trainer des FC Töging: »Die Niederlage war nicht unverdient. An Großchancen war es zwar ausgeglichen, aber wenn man so viele Eigenfehler macht und laufend unnötige Standards verursacht, dann wird man auch irgendwann mal bestraft. Letztendlich verdienen wir uns auch nicht mehr, wenn ich die letzten Spiele und Trainingswochen anschaue. Bei einigen ist es die Qualität die fehlt, bei vereinzelten aber auch die Mentalität, was ich noch viel schlimmer finde. Mit richtigen personellen Veränderungen kann man aber in der Liga schnell was bewegen. Es wird sich bei uns aber schon gravierend was ändern müssen, soll es in eine andere Richtung gehen.«
Patrick Zimpfer, Trainer des SB Rosenheim: »Heute war das ein absoluter Sieg des Willens und, wie ich meine, auch ein Sieg der intakteren Mannschaft – das sage ich, ohne despektierlich zu sein, denn qualitativ hat Töging definitiv eine gute, wenn nicht sogar sehr gute Mannschaft.
In Summe haben wir am Ende verdient gewonnen. Auch wenn wir die doppelte Überzahl in den letzten zehn Minuten nicht optimal ausgespielt haben und mir die Jungs dabei wieder einige graue Haare gekostet haben, bin ich einfach stolz auf die Mannschaft. Wie wir uns nach der schwierigen Startphase in die Liga reingekämpft haben, ist beeindruckend. Jetzt stehen wir bei 21 Punkten, haben aus den letzten vier Spielen neun Zähler geholt und konnten die direkten Duelle für uns entscheiden. Die Mannschaft hat in ihrer Entwicklung einen riesigen Schritt gemacht, sie ist unfassbar toll und lässt füreinander das Herz auf dem Platz.«
Tobias Wittmann, Trainer des SV Waldperlach: »Insgesamt war es ein leistungsgerechtes und umkämpftes Unentschieden. Die erste Halbzeit war chancenarm und ausgeglichen. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir diszipliniert verteidigt und bis auf den gehaltenen Elfmeter nichts zugelassen, waren mit Ball aber oft zu hektisch. In der Schlussphase haben wir drei klare Chancen auf den Sieg, bei denen der gegnerische Torwart jeweils sehr gut reagiert.«
Mike Probst, Trainer des SV Bruckmühl: „Es war ein absolut verdienter Sieg. Wir haben von Anfang an die Kontrolle übernommen. Trotzdem hat man beiden Mannschaften in einigen nervösen Phasen angemerkt, wie wichtig dieses Aufeinandertreffen war. Wir hätten früh bereits deutlicher führen müssen. Auf den Ausgleich durch eine Unachtsamkeit bei einem Eckball haben wir die richtige Antwort mit einem fulminaten Freistoß gegeben.
In der zweiten Halbzeit mussten wir eine kurze Druckphase des Gegners überstehen und haben in der Schlussphase durch unseren dritten Treffer den Deckel in einer intensiven, aber fairen Partie geschlossen. Kompliment für eine über weite Phasen sehr homogene Mannschaftsleistung.“
Hans-Werner Grünwald, Trainer des SV Miesbach: »Ich muss sagen, das war ein gerechtes Unentschieden, auch wenn wir 80 Minuten in Überzahl waren und man da vielleicht mehr erwarten könnte. Den Freistoß nach der Roten Karte hält deren Ersatztorwart super.
Aber daran sieht man einfach die Klasse von Aschheim mit ihren guten Einzelspielern, die den Ball trotz Unterzahl gut laufen lassen und uns immer wieder vom Tor ferngehalten haben. Wir hatten keine richtig großen Chancen. Das Spiel hat sich meistens zwischen den Strafräumen abgespielt. Besonders bitter war der Rückstand mit dem Halbzeitpfiff: Ein Ping-Pong-Tor, das eher zufällig entstand, wurde aber sehenswert vollendet – ein Fallrückzieher, der als Bogenlampe hinter unserem Torwart ins Netz fiel. Das hat uns die Sache natürlich nicht leichter gemacht.
Florian Heppert, Co-Trainer des TSV Zorneding: »Wir sind mit dem Punkt heute sehr zufrieden. In der ersten Halbzeit waren wir meiner Meinung nach einen Tick besser, haben gut verteidigt und vorne ein, zwei, drei sehr gute Möglichkeiten gehabt. In der zweiten Hälfte fand ich Holzkirchen stärker, sie hatten mehr vom Spiel und wir mussten hauptsächlich verteidigen. Da ist uns für Offensivaktionen vielleicht auch irgendwann etwas die Puste ausgegangen. Insgesamt war das aber sehr ordentlich, daher geht das Unentschieden für mich in Ordnung.
