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Bemerode siegt zum Auftakt – Hundt sieht dennoch viel Luft nach oben

2:1-Heimerfolg gegen Altwarmbüchen – Gäste überzeugen vor allem nach der Pause

von NV · 11.08.2025, 16:26 Uhr · 0 Leser
– Foto: Marcel Eichholz

Der TSV Bemerode ist mit einem 2:1-Heimsieg gegen den TuS Altwarmbüchen in die neue Bezirksliga-Saison gestartet. Matchwinner war Hannes Fischer, der beide Treffer für die Gastgeber erzielte (40., 72.). Trotz des Erfolgs zeigte sich TSV-Trainer Ramy Hundt kritisch: „Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir den Ligaauftakt erfolgreich gestalten konnten, sind aber mit unserer Leistung kaum einverstanden bis gar nicht.“

Bemerode mit Sieg, aber ohne Glanz

Hundt bemängelte vor allem die schwache Ballzirkulation und das fehlende Durchsetzungsvermögen: „Gerade mit Ball haben wir wenig von dem umsetzen können, was wir uns vorgenommen haben. Der Gegner hat es sehr kompakt gestaltet, Räume gut geschlossen und war sehr aggressiv.“ In der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft zwar „das Spiel deutlich bestimmt“ und den Gegner weit vom Tor ferngehalten, doch in Durchgang zwei „haben wir uns ehrlich gesagt den Schneid abkaufen lassen“.

Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Yannik Gruhn (58.) sei verdient gewesen. Erst eine Hereingabe des eingewechselten Finn Blase, die Fischer vollendete, brachte die erneute Führung. „Zum Ende heraus mussten wir dann immer wieder lange Bälle verteidigen – das ist nicht so einfach“, so Hundt. Trotz der Kritik überwog bei ihm die Erleichterung: „Letztes Jahr haben wir viele gute Spiele gemacht, aber wenig bis gar keine Punkte geholt. Deswegen sind wir froh, jetzt mal die drei Punkte zu haben – gerade zu Hause.“

Auf der anderen Seite zeigte sich Altwarmbüchens Trainer Sebastian Schmidt trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftritt seiner jungen Mannschaft: „Die Jungs waren schon beim Aufwärmen sehr fokussiert. In der Anfangsphase war noch etwas Nervosität zu spüren, aber wir haben uns immer besser ins Spiel reingearbeitet und hatten die klareren Torchancen.“

Nach dem 0:1 habe sein Team „wie ausgewechselt“ aus der Kabine gekommen und sich „viele hochkarätige Chancen“ erarbeitet. Der Ausgleich durch Nawras Sulaiman Kheder nach Vorarbeit von Mirko Blech sei die logische Folge gewesen. „Danach blieben wir am Drücker. Von der Bemeroder Trainerbank hieß es: ‘Wir betteln gerade richtig um das 2:1.’ Doch wie es im Fußball so ist – macht man die Dinger vorne nicht rein, …“ Der entscheidende Treffer der Gastgeber sei „sauber vorgetragen“ gewesen, doch selbst danach habe seine Mannschaft nicht aufgegeben. „Wir haben bis spät in die Nachspielzeit gekämpft, aber den Ball einfach nicht ins Tor bekommen.“

Am Ende stand für den TuS eine Niederlage ohne Punkte – aber mit einer Leistung, die nach Einschätzung ihres Trainers „mehr verdient gehabt hätte“.